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Formel-1-Test 2021 Bahrain: Bestzeit für Verstappen, Probleme bei Schumacher

Red-Bull-Fahrer Max Verstappen hat zum Auftakt der Formel-1-Tests 2021 in Bahrain die Bestzeit erzielt - Technische Probleme bei Mercedes und bei Mick Schumacher

Formel-1-Test 2021 Bahrain: Bestzeit für Verstappen, Probleme bei Schumacher

Die erste Tagesbestzeit der Formel-1-Saison 2021 geht an Max Verstappen im Red Bull RB16B. Mit 1:30.674 Minuten blieb Verstappen am ersten Tag der Wintertests in Bahrain bei sehr windigen Bedingungen vor Lando Norris im McLaren MCL35M und Esteban Ocon im Alpine A521. Sebastian Vettel im Aston Martin AMR21 und Mick Schumacher im Haas VF-21 wurden beide außerhalb der Top 10 gewertet. Hier das komplette Tagesergebnis abrufen!

Interessant: Verstappens Bestzeit lag knapp 3,5 Sekunden über der Pole-Runde von Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton beim Bahrain-Grand-Prix 2020 an gleicher Stelle. Aber: So viel Zeit dürfte die Formel 1 durch die Regeländerungen zur Saison 2021 nicht eingebüßt haben. Der Abstand dürfte vor allem den sehr windigen und staubigen Bedingungen geschuldet sein, die den Fahrbetrieb in Sachir besonders am Nachmittag beeinträchtigten. Und: Verstappen hatte die Reifenmischung C3 (Medium) am Auto, also nicht die vermeintlich beste Mischung. (Hier die Chronologie des ersten Testtags nachlesen!)

Schon am Vormittag hatte Vettel seine erste ausgiebige Ausfahrt für Aston Martin unternommen und dabei P7 unter zehn Fahrern belegt. Einmal rollte der viermalige Weltmeister im AMR21 am Ende der Boxengasse aus. "Das war [aber] kein großes Ding", sagte Vettel anschließend bei 'Sky'. Es habe sich lediglich um einen "kleinen Hänger" gehandelt.


Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: Charles Coates / Motorsport Images

Das neue Arbeitsgerät von Sebastian Vettel: Beim Testauftakt in Bahrain hat der viermalige Formel-1-Weltmeister erstmals den neuen Aston Martin AMR21 bewegt. Hier sind die schönsten Bilder dieser Fahrpremiere!

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: Charles Coates / Motorsport Images

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: Glenn Dunbar / Motorsport Images

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: Zak Mauger / Motorsport Images

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: Zak Mauger / Motorsport Images

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: Glenn Dunbar / Motorsport Images

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: Zak Mauger / Motorsport Images

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: Glenn Dunbar / Motorsport Images


Insgesamt zieht Vettel ein positives Fazit: "Das war ein guter erster Tag, hat Spaß gemacht." Es seien auch "ordentliche Runden" für Aston Martin herausgekommen, nämlich 51 an der Zahl. Das entspricht fast einer kompletten Formel-1-Renndistanz.

Dabei habe er ein "erstes Gefühl" für das Auto entwickelt, meint Vettel. "Natürlich ist noch sehr viel neu für mich - neuer Motor, neues Auto, neue Lenkung. Und auch ein neues Lenkrad mit neuen Knöpfen. Es gibt also vieles, an das ich mich erst gewöhnen muss." Das wolle er im weiteren Testverlauf tun, dann bei einem "intensiven Programm", wie er sagt. "Ich versuche das meiste draus zu machen."

Nur 15 Runden für Mick Schumacher

Nicht viel ausrichten konnte dagegen Formel-1-Neuling Schumacher bei Haas: Er schaffte an seinem ebenfalls ersten Tag im Neuwagen nur 15 Runden oder etwas mehr als 80 Kilometer. Der Grund: Ein Hydraulikproblem hatte den VF-21 mattgesetzt und Schumacher gleich mit.


Mick Schumacher, Haas VF-21

Mick Schumacher, Haas VF-21
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Foto: Sam Bloxham / Motorsport Images

Die ersten Meter von Mick Schumacher in seinem Formel-1-Auto für die Saison 2021: Hier sind die schönsten Bilder des Deutschen im Haas-Ferrari VF-21 beim Wintertest in Bahrain!

Mick Schumacher, Haas VF-21

Mick Schumacher, Haas VF-21
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Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Mick Schumacher, Haas VF-21

Mick Schumacher, Haas VF-21
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Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Mick Schumacher, Haas VF-21

Mick Schumacher, Haas VF-21
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Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Mick Schumacher, Haas VF-21

Mick Schumacher, Haas VF-21
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Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Mick Schumacher, Haas VF-21

Mick Schumacher, Haas VF-21
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Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Mick Schumacher, Haas VF-21

Mick Schumacher, Haas VF-21
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Foto: Glenn Dunbar / Motorsport Images

Mick Schumacher, Haas VF-21

Mick Schumacher, Haas VF-21
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Foto: Zak Mauger / Motorsport Images

Mick Schumacher, Haas VF-21

Mick Schumacher, Haas VF-21
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Foto: Sam Bloxham / Motorsport Images

Mick Schumacher, Haas VF-21

Mick Schumacher, Haas VF-21
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Foto: Glenn Dunbar / Motorsport Images

Mick Schumacher, Haas VF-21

Mick Schumacher, Haas VF-21
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Foto: Sam Bloxham / Motorsport Images


Nach nur sieben Runden folgte eine lange Zwangspause, erst 25 Minuten vor dem Ende der Vormittagseinheit fuhr Schumacher noch einmal hinaus. Ergebnis: P9 am Vormittag, dann - wie bei Vettel - die Übergabe des Fahrzeugs an den Teamkollegen für den Nachmittag.

Sein Einsatz sei aber "natürlich [trotzdem] interessant" gewesen, beteuert Schumacher auf Nachfrage. Details zum technischen Zwischenfall nennt er nicht, spricht aber davon, dass Haas "einige Sachen umbauen" musste. "Das hat einfach gedauert."

Als er frei fahren konnte, habe er immerhin "drei Push-Runden" absolvieren können. "Die waren jetzt nicht mega, aber im Endeffekt [hat es] sehr viel Spaß gemacht." Es sei "mega" gewesen, mit dem Team zusammenzuarbeiten. Und: "Das Auto fühlt sich bequem an innendrin. Von daher sehr positiv", sagt Schumacher.

Technische Probleme bremsen Mercedes ein

Für WM-Titelverteidiger Mercedes hingegen verlief der Testauftakt nicht nach Wunsch: Schon nach nur einer Installationsrunde trat kurz vor dem erneuten Losfahren von Valtteri Bottas ein "Problem mit der Schaltung" auf, so erklärt das Team. Das machte einen Getriebewechsel erforderlich und Mercedes verlor so gut drei Stunden Streckenzeit.

"So sollte es natürlich nicht laufen, dass wir die ersten Meter stehen und so verschlafen", sagte Teamchef Toto Wolff anschließend bei 'Sky'. Und auch am Nachmittag kam es zu weiteren Verzögerungen: Weltmeister Lewis Hamilton griff erst mit einer Stunde Verzögerung ins Geschehen ein. Am Ende belegte er mit 2,2 Sekunden Rückstand nur P10 der Tageswertung, schaffte aber immerhin deutlich mehr Runden (42) als Bottas (6).

Was Mercedes diesen Stotterstart eingebracht hat, das steht noch nicht fest. Zur Mittagszeit in Bahrain meinte Wolff: "Das [Problem] kam aus dem Nirgendwo." Vielleicht auch, weil Mercedes im Gegensatz zur Konkurrenz und zu früheren Jahren auf einen Shakedown des W12-Neuwagens verzichtet hatte und erst in Bahrain erstmals auf die Strecke ging.

Noch sei aber nichts verloren, betont Wolff: "Ich hoffe, es läuft besser ab jetzt. Wäre das der Fall, dann sollten wir das aufholen können. Sollte es aber weitere Hürden geben, dann kannst du bei insgesamt nur drei Tagen natürlich nicht viel machen."

Ferrari löst einzige Rotphase aus

Für die einzige Rotphase beim Testauftakt in Bahrain hatte Charles Leclerc im Ferrari SF21 bereits am Vormittag gesorgt: Leclerc war am Ende des ersten Sektors mit Verdacht auf ein technisches Versagen ausgerollt.

Und auch für Ferrari-Neuling Carlos Sainz lief es nicht ganz nach Plan: Er drehte sich am Nachmittag in Kurve 11 von der Bahn, belegte aber hinter Vettel-Teamkollege Lance Stroll den fünften Platz in der Tageswertung. Rückstand: 1,2 Sekunden.

Schnellster Rookie: Yuki Tsunoda

Von den drei Formel-1-Rookies verkaufte sich Yuki Tsunoda im AlphaTauri AT02 am Freitag am besten. Der Japaner spulte 37 Runden ab, genau halb so viele wie Teamkollege Pierre Gasly, und landete direkt hinter diesem auf Platz neun, aber mit fünf Zehnteln Abstand.

Mit 70 Runden am Nachmittag blieb Nikita Masepin 1,3 Sekunden vor Schumacher, hatte dabei aber ein klares Distanzplus zu verzeichnen. Die beiden Haas-Fahrer reihten sich auf den Positionen 15 und 16 ins Gesamtklassement ein, nur noch vor Bottas, dem aufgrund seiner wenigen Runden fast 6,2 Sekunden auf die Spitze fehlten.

Die größte Distanz am Freitag gelang übrigens Verstappen: In Solofahrt umrundete er den Sakhir International Circuit 139 Mal und kam so auf 752,3 Kilometer. Damit hat er aus dem Stand heraus beinahe zweieinhalb Renndistanzen geschafft und Red Bull an die Spitze der "Kilometer-Wertung" gesetzt. Derzeitiges Schlusslicht dort ist Mercedes mit insgesamt nur 260 Kilometern (48 Runden), was 85 Prozent einer Grand-Prix-Distanz entspricht.

Das Fazit zum ersten Testtag

Allzu viel will aber niemand auf die Zeiten des ersten Testtags geben. Daniel Ricciardo etwa, der für McLaren den Vormittag bestimmt hatte, meint: "Es ist immer schön, wenn dein Name oben steht, aber beim Testen geht es nur um die Zuverlässigkeit und darum, dass alles läuft."

Mercedes-Teamchef Wolff äußert sich ähnlich zurückhaltend und meint, einen ersten "groben Eindruck" gäbe es vermutlich erst nach den drei Tagen in Bahrain, zumal es sehr windig sei und das Wetter insgesamt sehr wechselhaft. Wie also lautet die Hackordnung 2021? Wolff: "Im Qualifying am ersten Rennwochenende werden wir es wissen!"

Bis dahin folgen noch zwei weitere Testtage in Bahrain mit jeweils acht Stunden Streckenzeit am Samstag und am Sonntag. Details zum Ablauf und zur Planung der einzelnen Teams, welche Fahrer wann zum Einsatz kommen, stellen wir in unserer Übersicht bereit.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Event Formel-1-Test in Sachir
Fahrer Max Verstappen
Teams Mercedes
Urheber Stefan Ehlen