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Formel-1-Test in Barcelona: Pirelli will Strecke bewässern

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Formel-1-Test in Barcelona: Pirelli will Strecke bewässern
Roberto Chinchero
Autor: Roberto Chinchero
Übersetzung: Stefan Ehlen
23.01.2017, 12:21

Zur Vorbereitung auf die Formel-1-Saison 2017 will Reifenlieferant Pirelli bei den Testfahrten in Barcelona einen Tag lang nasse Bedingungen simulieren.

Tanklaster bewässern die Strecke in Jerez für Michelin-Reifentests
Pirelli-Reifen
Pirelli-Reifen
Pedro de la Rosa, Pirelli Toyota TF109
Pirelli-Reifen
Daniil Kvyat, Scuderia Toro Rosso STR11; Carlos Sainz Jr., Scuderia Toro Rosso STR11
Logo: Pirelli
Valtteri Bottas, Williams FW38, Felipe Massa, Williams FW38
Sergio Perez, Sahara Force India F1

Der Circuit de Catalunya soll im Rahmen der 1. von insgesamt 2 Testwochen vor Saisonbeginn am letzten Testtag künstlich bewässert werden, falls nicht ohnehin ein Testtag verregnet sein sollte.

Damit will der Reifenhersteller den Teams die Gelegenheit geben, wichtige Erfahrungen mit den neuen Formel-1-Regenreifen zu machen, die – genau wie die Slicks – zur Saison 2017 eine neue Dimension bekommen.

Auf diese Weise ist garantiert, dass die Formel-1-Rennställe vor Saisonstart einen Eindruck von den neuen Bedingungen haben. Zumal die neuen Formel-1-Regeln stehende Starts nach Safety-Car-Phasen vorsehen und Pirelli auf alle denkbaren Szenarien vorbereitet sein will.

Dem Reifenhersteller stehen vor dem Auftakt zur Formel-1-Saison 2017 insgesamt 2 Testtage mit einem F1-Testträger zu. Und die sportlichen Regeln der Formel 1 sehen auch die Verpflichtung zur Erprobung der Regenreifen vor.

Einzig die Teams stellten sich in der Vergangenheit quer und wollten keinen kompletten Tag zum Test der Regenreifen opfern, weil sie diese Pneus bereits gut genug kannten.

Neuer Crossover-Punkt dank neuer Reifen?

In diesem Jahr ist das anders: Der Wechsel auf Breitreifen sorgt dafür, dass auch Intermediates und Regenreifen eine neue Form erhalten und womöglich anders reagieren als die Vorgängermodelle. Dies gilt es in Barcelona zu überprüfen.

Gleiches trifft auf den sogenannten Crossover-Punkt zu. Sprich: Wann ist der Punkt erreicht, an dem ein Wechsel von Trockenreifen auf Intermediates oder auf Regenreifen notwendig ist?

Bisher galt folgende Faustregel: Steigt die Rundenzeit auf 112 Prozent der Slick-Zeiten, sind Intermediates die richtige Wahl. Ab 118 Prozent sollten Regenreifen aufgezogen werden.

2017 könnte es neue Werte geben, was auf die durch die neue Aerodynamik veränderte Autocharakteristik zurückzuführen ist. Und daher ist es nur sinnvoll, dass die Teams die Gelegenheit erhalten, das neue Reifenmaterial ausführlich zu testen – vor dem 1. Rennen der Formel-1-Saison 2017.

Außerdem hat Pirelli-Sportchef Paul Hembery angekündigt, die Regenreifen der Formel 1 überarbeiten zu wollen. Diese Pneus waren unter anderem nach dem Großen Preis von Brasilien 2016 scharf kritisiert worden.

"Wir werden die Regenreifen im Saisonverlauf weiterentwickeln", sagte Hembery. "Wir wollen ihr Aufwärmverhalten verbessern, vor allem im Hinblick auf stehende Starts."

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