Formel 1 will Halo-TV-Grafiken erweitern

Neue Grafiken sollen während der TV-Übertragungen der Formel-1-Rennen auf dem Halo erscheinen – Das Debüt gab es bereits in Baku

Formel 1 will Halo-TV-Grafiken erweitern
F1 Halo TV graphic, McLaren (Screenshot)
Scuderia Toro Rosso STR13 halo detail
Red Bull Racing RB14 halo
Ferrari SF71H halo
Haas F1 Team halo detail
F1 Halo TV graphic, Mercedes F1 (Screenshot)
Ferrari SF71H halo detail
F1 Halo TV graphic, Mercedes (Screenshot)

Die Formel 1 will die Halo-Grafiken, die beim Grand Prix von Aserbaidschan ihr Debüt gegeben haben, weiterentwickeln und zusätzliche Infos einblenden. So sollen die Zuschauer viele wichtige Informationen auf einem Blick erhalten. Der Cockpitschutz kommt bei den Onboard-Aufnahmen zur Geltung und bietet genügend Platz, um den Zuschauern verschiedene Daten visuell zur Verfügung zu stellen. Darunter fallen das Tempo, der Gang, Motoreninformationen und eine Anzeige für das Gas- und Bremspedal.

Die Formel 1 hat aber noch weitere Informationen zur Verfügung wie G-Kräfte, das GPS-Signal und Sektorzeiten. Die Serie kann außerdem noch auf viele sensiblere Daten zugreifen. "Wir haben einige Datensets und wir werden versuchen, so viele Daten wie möglich zu zeigen", sagt Formel-1-Übertragungschef Dean Locke gegenüber 'Motorsport.com'. "Die Teams sind nicht bereit, Informationen zu teilen, die anderen Rennställen einen Vorteil geben. Wir werden aber mit ihnen zusammenarbeiten."

Die Formel 1 wolle noch weitere Elemente wie G-Kräfte und andere Daten zu den bisher gezeigten Informationen hinzufügen und diese visuell einblenden. "Es wird etwas Neues geben", so Locke. "Wir haben nur eine sehr kurze Winterpause und müssen da alles fertig bekommen. Wir freuen uns, jetzt neue Elemente einbauen zu können." Mit den neuen Einblendungen soll den Zuschauern ein noch spannenderes Erlebnis ermöglicht werden. Außerdem sollen die Halo-Grafiken weiter optimiert werden. Der Sichtbarkeit des Drehzahlmessers sei ein Kritikpunkt in Baku gewesen. Dass die Grafiken sich mit Sponsorenlogos auf den Halos beißen, sei sehr unwahrscheinlich.

Inspiriert wurde Locke von verschiedenen Filmen und Videospielen. Die Einführung der Grafiken hatte sich verschoben, da die Teams die Aerodynamischen Verkleidungen des Halos erst einmal entwickeln mussten. Jetzt hätte die Formel 1 aber die einmalige Chance, Bereiche zu nutzen, die vorher nicht verfügbar gewesen sind. Schon bevor beim ersten Rennen klar wurde, dass die Onboard-Aufnahmen durch das Halo beeinträchtigt werden, habe die Formel 1 über die Grafiken nachgedacht. Jedoch sei die Idee damals noch nicht ausgereift gewesen. "Es ist gut, etwas Neues auszuprobieren", so Formel-1-Technikproduzent Justin Laurie gegenüber 'Motorsport.com'.

"Wir mussten den Platz, der uns geboten wird, nutzen", fügt Laurie hinzu. "Es ist ein toter Bereich, den wir unbedingt verwenden wollten – und das in einer innovativen und kreativen Weise." Die Resonanz auf die Halo-Grafiken sei beim Debüt durchaus positiv gewesen. Deshalb wolle die Formel 1 nun weiterhin an den Einblendungen arbeiten und diese Schritt für Schritt optimieren.

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