Formel-1-Wintertests 2017: FIA fordert schriftliche Anfrage von Pirelli

Wenn die Formel 1 ihre Wintertests 2017 in Bahrain abhalten soll, muss Reifenlieferant Pirelli vorab einen entsprechenden Antrag an den Automobil-Weltverband (FIA) richten.

Das ist das Ergebnis eines Gipfeltreffens zwischen Formel-1-Rennleiter Charlie Whiting mit den Mercedes-Verantwortlichen Niki Lauda und Toto Wolff sowie Red-Bull-Racing-Teamchef Christian Horner und Pirelli-Sportchef Paul Hembery in Suzuka.

Denn die beiden großen Teams der Formel 1 sind sich uneins darüber, wo vor der Saison 2017 getestet werden soll. Und die Interessen von Pirelli widersprechen dem ursprünglich verabschiedeten Testplan, wonach ausschließlich in Barcelona gefahren werden soll.

"Dass wir lieber in Bahrain fahren wollen, ist kein Geheimnis", sagt Pirelli-Technikchef Mario Isola. "Wir treffen dort auf viel repräsentativere Bedingungen und können das Verhalten der Reifen besser verstehen."

Isola spielt auch den Streit um die Wintertests herunter: Bei der Standortfrage handele es sich lediglich um eine "offene Diskussion", so der Italiener.

Barcelona sei aus vielen Gründen weniger gut geeignet für die Probefahrten einer neuen Reifengeneration, die zudem durch ein neues Formel-1-Reglement erschwert würden.

"Es kann ziemlich kühl sein und dann kann es zu Graining kommen. Dann kriegen die Fahrzeuge Untersteuern und wir bekommen Schwierigkeiten damit, die wahre Leistung der Autos einzuschätzen", erklärt Isola.

Bahrain sei "viel besser" für Pirelli. "Ich verstehe aber auch die Teams, die ihre Autos testen wollen und müssen", sagt Isola. "Sie wollen sicherstellen, dass ihre Fahrzeuge erwartungsgemäß funktionieren. Daher ist auch Barcelona eine Möglichkeit für sie."

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