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Formel-1-Wintertests 2017 werden zum Zankapfel zwischen Horner und Lauda

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Formel-1-Wintertests 2017 werden zum Zankapfel zwischen Horner und Lauda
Adam Cooper
Autor: Adam Cooper
Übersetzung: Stefan Ehlen
08.10.2016, 04:46

Die Formel-1-Teams Red Bull Racing und Mercedes unter der Führung von Christian Horner und Niki Lauda streiten über den Austragungsort der Wintertests 2017.

Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid
Niki Lauda, Mercedes
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid
Christian Horner, Red Bull Racing, Teamchef
Max Verstappen, Red Bull Racing RB12
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid
Gebrauchte Pirelli-Reifen
Dunkle Wolken über der Strecke

Denn Lauda will erwirken, dass die geplanten Probefahrten von Barcelona in Spanien nach Sakhir in Bahrain verlegt werden, Horner wiederum zieht die bereits verabschiedete Lösung vor.

Der Grund, weshalb Lauda die Formel-1-Tests lieber außerhalb von Europa abhalten würde, ist die Reifenentwicklung von Pirelli, wie er sagt. "Pirelli braucht einen Test unter normalen Wetterbedingungen. Das kann nur Bahrain leisten", so Lauda.

In Europa seien die Temperaturen in den Wintermonaten zu gering als dass Pirelli sinnvolle Daten mit der neuen Reifengeneration für 2017 sammeln könnte. Es gelte, ein Reifenfiasko zu vermeiden, meint Lauda. "Wenn wir nicht ordentlich testen, kriegen wir in den ersten 4 Rennen des Jahres ein Problem."

Der Reifenhersteller habe ihn daher gebeten, unter den Formel-1-Teams zu vermitteln. Inzwischen sprechen sich neben Mercedes auch Ferrari, Force India, Haas, Manor, McLaren und Renault für die Verlegung der Probefahrten nach Bahrain auch.

Es gibt aber auch Widerstand: Red Bull Racing, Toro Rosso, Williams und Sauber stellen sich quer. Horner stört sich unter anderem an den zusätzlichen Kosten und sagt: "7 Teams stehen kurz vor dem Bankrott. Ist es da richtig, diesen Teams weitere Ausgaben aufzubürden? Insgeheim will niemand nach Bahrain fahren."

Kompromisslösung ja oder nein?

"Ich glaube, die Vorzüge, die Bahrain für die Wintertests hätte, werden zu sehr über den grünen Klee gelobt. Zumal es in Barcelona um diese Jahreszeit im Schnitt nur 7 Grad Celsius kälter ist", sagt der Red-Bull-Teamchef und fügt hinzu: "Vor einem Monat haben wir die Testfahrten in Barcelona beschlossen und alle waren zufrieden damit."

Ein möglicher Kompromiss wäre, eine Testwoche in Barcelona, die andere in Sakhir abzuhalten. Doch auch davon ist Horner nicht überzeugt: "Ich finde es unverantwortlich, so viel Geld zusätzlich für etwas aufzuwenden, was wir genauso gut in Europa tun könnten. Das ist unlogisch."

Dass 2017 ein neues Formel-1-Reglement eingeführt wird, das komplett neue Fahrzeuge zur Folge hat, verschärft die Situation aus Sicht der Teams zusätzlich. "Wir haben es mit völlig neuen Autos zu tun. Da wird auch mal etwas schiefgehen beim Testen", erklärt Horner.

In Europa sei es den Rennställen jedoch möglich, kurzfristig auf solche Probleme zu reagieren. "Die logistischen Hürden wären bei einer Premiere der Fahrzeuge in Bahrain meiner Meinung nach viel zu groß."

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