Formel-2-Meister Piastri: 2022 als Testfahrer wird "kein verlorenes Jahr"

Wie sich Formel-2-Titelträger Oscar Piastri damit arrangiert, in der Saison 2022 kein Formel-1-Cockpit zu haben, sondern "nur" als Testfahrer bei Alpine zu agieren

Formel-2-Meister Piastri: 2022 als Testfahrer wird "kein verlorenes Jahr"

Drei Meistertitel in drei aufeinander folgenden Jahren im direkten Unterbau der Formel 1 haben nicht ausgereicht, um Oscar Piastri in der Motorsport-Saison 2022 einen Grand-Prix-Stammplatz zu sichern: Es wurde "nur" die Rolle des offiziellen Testfahrers bei Alpine. Piastri selbst aber meint: "Ein verlorenes Jahr ist es nicht."

Der Australier erklärt weiter: "Es versteht sich von selbst, dass ich lieber in der Startaufstellung gestanden hätte. Ich kann 2022 aber trotzdem vieles mitnehmen, zum Beispiel die Reiserei in einer Formel-1-Saison. Ich kann mich daran gewöhnen, ohne den Druck zu haben, auch noch Fahren zu müssen. Das könnte [für den weiteren Karriereverlauf] von Vorteil sein."

Außerdem habe er bei Alpine die Gelegenheit, die Entwicklung einer ganz neuen Fahrzeuggeneration eng zu begleiten und von der Erfahrung der beiden Formel-1-Stammfahrer Fernando Alonso und Esteban Ocon zu profitieren. "Es gibt vieles", sagt Piastri, "was ich von ihnen lernen kann, indem ich einfach zuhöre. Da kann man vieles mitnehmen und muss dafür nicht selbst im Auto sitzen."

Auf Piastri wartet vor allem Simulator-Arbeit

Letzteres wird Piastri wohl nur virtuell tun, im Alpine-Simulator, als zweite große Aufgabe in seiner Saison 2022 - neben seiner Tätigkeit als Ersatzfahrer, bei der er die meisten Grands Prix besuchen wird. "Und so kann ich vielleicht ebenfalls einen Beitrag [zur Entwicklung des neuen Formel-1-Autos von Alpine] leisten", sagt Piastri.

Oscar Piastri im Alpine A521 beim Formel-1-Test 2021 in Abu Dhabi

Oscar Piastri im Alpine A521 beim Formel-1-Test 2021 in Abu Dhabi

Foto: Motorsport Images

Er selbst schließe "nicht zu hundert Prozent" aus, 2022 doch noch einen Renneinsatz zu absolvieren, habe aber "große Zweifel" daran, dass er über eine komplette Saison hinweg Rennen bestreiten werde.

Für seine Karriere bedeutet das eine wohl eine erste Zäsur: Seit dem Umstieg vom Kartsport in den Formelsport in der Saison 2016 ging es stetig voran für Piastri, der nur ein Mal zwei Jahre in der gleichen Rennserie verbrachte, ehe es in die nächsthöhere Kategorie weiterging für ihn.

Auf den Titel im Renault-Eurocup 2019 ließ er 2020 den Gesamtsieg in der Formel 3 und 2021 den Gesamtsieg in der Formel 2 folgen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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