Formel-1-Teamchefin: Liberty Media muss vor 2020 für Gleichheit sorgen

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Formel-1-Teamchefin: Liberty Media muss vor 2020 für Gleichheit sorgen
Autor: Lawrence Barretto
Übersetzung: André Wiegold
14.05.2017, 09:25

Laut Sauber-Chefin Monisha Kaltenborn darf Formel-1-Besitzer Liberty Media mit der gerechteren Verteilung der Preisgelder nicht bis 2020 warten.

Marcus Ericsson, Sauber C36
Pascal Wehrlein, Sauber C36
Marcus Ericsson, Sauber C36
Marcus Ericsson, Sauber C36
Monisha Kaltenborn, Sauber, Teamchefin
Monisha Kaltenborn, Sauber, Teamchefin; Sean Bratches, Formel-1-Marketingchef
Monisha Kaltenborn, Sauber-Geschäftsführerin
Maurizio Arrivabene, Teamchef, Ferrari;Monisha Kaltenborn, Teamchef, Sauber; Günther Steiner, Teamch

In der vergangenen Woche hat Motorsport.com enthüllt, wie die Gelder in der F1-Saison 2017 verteilt werden. Der Drittplatzierte aus der vergangenen Saison, Ferrari, erhält den größten Zuschuss.

Sauber soll insgesamt 49 Millionen Dollar (rund 44,8 Millionen Euro) bekommen. Würden die Gelder jedoch gerecht verteil werden, wäre die Summe für das kleine Team doppelt so groß.

Die Schweizer kämpfen schon seit langer Zeit für eine fairere Verteilung und haben sich im Jahr 2015 zusammen mit Force India sogar an die Europäische Union (EU) gewandt.

Die Zahlungen stehen aufgrund von Verträgen jedoch bis zum Jahr 2020 fest. Kaltenborn ist jedoch der Überzeugung, dass Liberty Media schon vorher etwas ändern müsse.

"Je früher desto besser", sagte sie den Reportern während des Rennwochenendes in Spanien. "Es gibt zwar zurzeit kein Team, dass kurz vor einem Kollaps steht, aber sie dürfen nicht so lange warten, bis es zu so einer Situation kommt."

"Wenn der Wert unseres Sport maximiert werden soll, dann darf es Liberty nicht weiter aufschieben. Der neue Besitzer wird etwas ändern, da glaube ich fest dran, aber er sollte damit nicht bis zum Jahr 2020 warten."

"Nur weil etwas bereits geregelt ist, heißt es nicht, dass man es nicht trotzdem ändern kann. Die Bedingungen haben sich grundlegend verändert. Niemand möchte noch ein weiteres Team scheitern sehen."

"Zurzeit expandieren wir. Wir wollen mehr Rennen und die Attraktivität für die Fans erhöhen. Deshalb muss man sich die Verteilungen der Gelder anschauen."

Die größten Fehler seien laut Kaltenborn die besonderen Extrazahlungen, die Ferrari, Mercedes, Red Bull Racing, Williams und McLaren erhalten.

"Es kann für den Sport nicht gut sein, solch ein ungleiches System zu haben", sagte sie. "Die Ungleichheit ist wirklich groß. Wenn man ganz unten ist, wie soll man dann die Leiter besteigen können?"

"Die Differenzen sind riesig. Einige Teams können sportlich landen wo sie wollen und bekommen dann trotzdem den größten Betrag. Andere können hingegen an die Spitze gelangen und erhalten dennoch noch nicht so viel Geld.Das kann einfach nicht sein. Das ist alles andere als gerecht."

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Rennserie Formel 1
Teams Sauber
Urheber Lawrence Barretto
Artikelsorte News