Franz Tost: Pierre Gasly hat 2021 "einen großen Schritt" gemacht

Pierre Gasly bestreitet derzeit die vielleicht stärkste Saison seiner bisherigen Formel-1-Karriere - Sein Teamchef Franz Tost ist voll des Lobes

Franz Tost: Pierre Gasly hat 2021 "einen großen Schritt" gemacht

Pierre Gasly befindet sich aktuell in einer seiner stärksten Phasen in der Formel 1. Mit 86 Punkten belegt der Franzose derzeit den neunten Platz in der WM-Wertung und steuert auf einen persönlichen Bestwert zu. Zudem hält er sein AlphaTauri-Team im Kampf um Platz fünf in der Konstrukteursmeisterschaft quasi im Alleingang im Wettbewerb.

Auch in Brasilien knüpfte er im Qualifying an die starken Vorstellungen zuletzt an und setzte sich als Fünfter wieder einmal an die Spitze des Mittelfeldes hinter den beiden Topteams Mercedes und Red Bull. Teamchef Franz Tost nimmt die Entwicklung seines Fahrers mit Wohlwollen zur Kenntnis.

"Pierre verbessert sich ständig. Wenn man seine Leistung von Saisonbeginn mit jetzt vergleicht, hat er nochmal einen großen Schritt nach vorne gemacht, was sein Verhalten im Auto und das technische Verständnis betrifft", sagt Tost. Gasly sei als Fahrer "gereift", in Brasilien habe er sogar selbst einige Mappings verändert, um im Qualifying das Optimum aus dem Auto herauszuholen.

Gasly holte 2021 81 Prozent der WM-Punkte seines Teams

Kaum noch etwas erinnert bei Gasly an den jungen Fahrer, der 2019 bei Red Bull neben den übermächtigen Max Verstappen gesetzt und nach einer halben Saison bereits wieder zum B-Team degradiert worden war. Doch scheinbar war dieser Schritt für seine Entwicklung genau der richtige.

In den zweieinhalb Saisons bei Toro Rosso beziehungsweise später AlphaTauri fuhr er dreimal auf das Podium, etwas, das ihm bei Red Bull nie gelang. Sein größter Triumph war der Sieg beim Italien-Grand-Prix 2020 in Monza. Und auch in dieser Saison kam er in Baku als Dritter auf das Treppchen.

Quasi ihm alleine ist es zu verdanken, dass AlphaTauri die Lücke auf Alpine in der WM wieder schließen konnte. Rookie Yuki Tsunoda muss zwar noch gar nicht eine so feste Bank wie der erfahrenere Gasly sein, doch dass der Franzose 81 Prozent der Punkte holte, spricht schon eine deutliche Sprache.

Tost erwartet Sieg über Alpine

Mit 106 Punkten liegen die beiden Teams vier Rennen vor Saisonende gleichauf, Tost erwartet, dass AlphaTauri sich durchsetzt. "Eigentlich muss AlphaTauri diese Position halten, denn meiner Meinung nach ist unser Auto schneller. Wir haben zwei fantastische Fahrer und das Team macht einen richtig guten Job", sagt der Österreicher.

Zumal Alpine mehr als ein Drittel seiner Punkte beim überragenden Wochenende in Budapest geholt hat. Doch genau das lässt Tost noch abwarten. "Es zeigt, dass sich in einem Rennen alles ändern kann. Solange die mathematische Lage nicht klar ist, kann man es nie sagen", weiß er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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