Franz Tost widerspricht Wolff: Drittes Auto ist keine gute Idee

Für Franz Tost ist ein drittes Auto für junge Talente kein guter Vorschlag: Warum er 20 Autos für genug hält und genügend Möglichkeiten für Talente sieht

Franz Tost widerspricht Wolff: Drittes Auto ist keine gute Idee

Um dem Nachwuchs wieder eine bessere Chance auf die Formel 1 zu bieten, hat die Serie für 2022 verpflichtende Trainingsfreitage für Rookies eingeführt. Damit sollen Youngster wieder mehr Möglichkeiten bekommen, ein Formel-1-Auto zu fahren.

Was das allerdings nicht löst: Trotzdem gibt es in der Formel 1 mit 20 Autos nur sehr wenige Plätze. Sollte Alfa Romeo im kommenden Jahr weiter auf Antonio Giovinazzi setzen, würde es im kommenden Jahr keinen einzigen Rookie im Feld geben.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hatte deswegen zuletzt vorgeschlagen, dass jedes Team ein drittes Auto für einen jungen Piloten einsetzen sollte - dann hätte man mit 30 Fahrzeugen auch gleich ein deutlich volleres Starterfeld. AlphaTauri-Teamchef Franz Tost hält von diesem Vorschlag jedoch absolut nichts.

Er sieht es pragmatisch: "In der Formel 1 gab es immer zu wenig Plätze. Im Moment gibt es 20 Autos, darin sitzen die besten Fahrer", sagt er bei 'F1-Insider.com'.

Der Österreicher betont weiter, dass es bei Red Bull immer wieder Möglichkeiten gibt. So lässt man etwa Piloten Tests in älteren Autos absolvieren und hat so auch Yuki Tsunoda an die Formel 1 herangeführt, andere Piloten wie Alexander Albon oder Liam Lawson fahren in der DTM und werden in der Formel 2 unterstützt.

"Man kann auch aus diesen Serien den Weg schaffen. Wer richtig Talent hat, wird irgendwann in der Formel 1 landen", sagt Tost.

Das dritte Auto sieht er aus mehreren Gründen nicht kommen: "Das fängt schon damit an, wer es finanzieren soll. Außerdem sind die Fahrerlager und Boxen Platz-technisch am Limit. Ich wüsste gar nicht, wo man das dritte Auto hinstellen sollte", so der Teamchef.

Auch zusätzliche Testtage, wie sie Sky-Experte Ralf Schumacher gefordert hat, sieht Tost kritisch: "Das ist eine Kostenfrage. Ein Kilometer in der Formel 1 kostet bis zu 700 Euro. Die müssen finanziert werden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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