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Freitags-Überraschung Romain Grosjean im Haas: "Zwickt mich!"

P6 und P5 in den Freitagstrainings in Barcelona, aber keine Erklärung: Romain Grosjean rätselt ebenso wie Günther Steiner - Nur ein Gegner wirkt nicht überrascht

Freitags-Überraschung Romain Grosjean im Haas: "Zwickt mich!"

Haas-Pilot Romain Grosjean war die Überraschung des Formel-1-Trainingstages zum Grand Prix von Spanien 2020 in Barcelona. Im Vormittagstraining (FT1) reihte sich der Franzose an sechster Stelle ein, im Nachmittagstraining (FT2) sogar an fünfter Stelle. Der Rückstand auf die einmal mehr von Mercedes gebildete Spitze betrug vormittags 1,5 und nachmittags nur 1,2 Sekunden.

Fotos: Romain Grosjean beim GP Spanien in Barcelona

Warum der Haas VF-20 ohne Updates zumindest in den Händen Grosjeans derart überraschen konnte, weiß der Fahrer allerdings selber nicht so recht. "Ist das echt? Zwickt mich!", so Grosjeans erste Reaktion. "Ich weiß es nicht, und ehrlich gesagt, weiß es niemand so recht. Das Auto ist seit Beginn des Jahres unverändert."

Neben den Positionen sechs und fünf in der Zeitenliste überzeugte Grosjean nachmittags auch mit seinem Longrun in Vorbereitung auf das Rennen. "Der war ziemlich gut. Wir sind zufrieden", sagt der Franzose und kann es immer noch nicht fassen: "Welch ein Tag!"

Am Samstag und Sonntag sogar noch mehr drin?

Für den weiteren Verlauf des Wochenendes rechnet sich Grosjean jetzt sogar noch ein bisschen mehr aus: "Es sind zwei Kurven, die wir uns anschauen sollten. Wenn wir dort noch etwas finden, dann sollten wir hoffentlich in der Lage sein, um eine gute Position mitzufahren."

Romain Grosjean

"Aus der Box heraus konkurrenzfähig", staunt auch Günther Steiner

Foto: Motorsport Images

"Ich kann nur hoffen, dass sich nichts verändert, dass alles so bleibt und wir morgen ein gutes Qualifying haben werden. Das wäre ganz klar die Basis für ein gutes Wochenende", meint Grosjean, der seinen Teamkollegen Kevin Magnussen am Freitag deutlich hinter sich gelassen hat.

Magnussen nämlich schloss am Nachmittag nur auf P16 ab, nachdem er sich bei seiner Qualifying-Simulation mit wenig Sprit im Tank schwertat. Am Vormittag hatte Magnussen als Neunter immerhin die Top 10 geknackt. Auf seinen Teamkollegen aber fehlten dem Dänen vormittags 0,4 und nachmittags 0,6 Sekunden.

Steiner bemüht sich um Zurückhaltung - Norris nicht überrascht

Während Grosjean auf einen Tag zurückblickt, der "absolut mega war", wie er sagt, bemüht sich Haas-Teamchef Günther Steiner darum, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren: "Wir müssen ruhig bleiben. Klar, es war ein guter Tag, der beste Freitag für uns in diesem Jahr. Das Qualifying ist aber erst morgen und das Rennen ist am Sonntag. Es gibt noch viel zu tun."

Nachgefragt, ob Steiner eine Erklärung für Grosjeans starke Rundenzeiten hat, muss auch er passen. "Es ist natürlich ermutigend, aber wir müssen jetzt verstehen, woher das kommt. Wir waren direkt aus der Box heraus konkurrenzfähig. Jetzt muss es darum gehen, dass wir auch Kevin auf das Tempo von Romain bringen", so der Teamchef.

Einer, der weniger überrascht wirkt als die Haas-Truppe, ist McLaren-Pilot Lando Norris. Er nämlich meint nach P13 und P14 in den beiden Freitagstrainings: "Aus welchem Grund auch immer ist Haas auf dieser Strecke immer stark, stärker als auf anderen Strecken. Zwar ist es eine Überraschung zu sehen, dass sie derart schnell waren. Andererseits ist es aber nicht so, dass wir das überhaupt nicht erwartet hätten. Es ist einfach eine Strecke, die ihnen zu liegen scheint."

Lando Norris

McLaren-Pilot Lando Norris hat Haas in Barcelona ohnehin auf der Rechnung

Foto: Motorsport Images

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Event Barcelona
Subevent FT2
Fahrer Romain Grosjean
Teams Haas
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Urheber Mario Fritzsche