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Frentzen rät Verstappen: Bei Motivationsverlust besser aufhören!

Heinz-Harald Frentzen rät Max Verstappen zu einer Formel-1-Pause, sollte er die Motivation verlieren: Ansonsten sei der Sport einfach zu gefährlich

Frentzen rät Verstappen: Bei Motivationsverlust besser aufhören!

Hat Max Verstappen noch genügend Motivation für die Formel 1?

Foto: Getty Getty

Sollte sich Max Verstappen eine Auszeit von der Formel 1 nehmen? Das rät ihm zumindest Ex-Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen, der die frustrierten Auftritte des viermaligen Weltmeisters in den vergangenen Wochen mitbekommen hat.

Dass Verstappen kein Freund der aktuellen Formel-1-Ära ist, das dürfte wohl jeder Formel-1-Fan mitbekommen haben: Schon vor der Saison schimpfte der Niederländer über das neue Racing und vor allem über das Energiemanagement, das Fahren am Limit nicht mehr zulässt, und machte an jedem Wochenende keinen Hehl daraus, wie sehr ihm die aktuellen Autos missfallen.

Hinzu kommt die fehlende Konkurrenzfähigkeit seines Red-Bull-Teams, durch die er nicht einmal mehr um Podestplätze kämpfen kann. "Ich bin nicht einmal mehr frustriert", hatte er in Japan gesagt. "Ich bin darüber hinaus. Ich weiß nicht einmal mehr, wie man das nennt. Vielleicht Resignation."

Frentzen: "Der Sport ist zu gefährlich"

Für Frentzen ist Verstappen damit an einem Punkt angekommen, an dem es vielleicht besser wäre, einen Schritt zurück zu treten: "Wenn man in der Formel 1 die Motivation verliert, ist es besser, aufzuhören - oder zumindest eine Pause einzulegen", schreibt der frühere Vizeweltmeister bei X.

Der Deutsche spricht dabei aus eigener Erfahrung: "Genau das habe ich gemacht. Der Sport ist zu gefährlich, wenn man den Fokus verliert."

Frentzen hatte nach einer erzwungen, kurzen Auszeit nach dem Bankrott des Arrows-Teams während der Saison 2002 ein Comeback bei Sauber gefeiert, das allerdings nur ein Jahr währte, bevor er die Formel 1 endgültig verließ - im Alter von 36 Jahren.

Dass er nur ein Jahr bei Sauber bleiben würde, war ihm im Vorfeld klar, doch theoretisch hätte er auch 2004 noch in der Formel 1 fahren können, weil ihm Eddie Jordan ein Angebot gemacht hatte.

Doch Frentzen gab damals in der motorwelt zu: "Bei einem Team aus dem Mittelfeld würde ich mir überlegen, noch ein Jahr Formel 1 anzuhängen." Aber: "Irgendwo habe ich ziemlich alles miterlebt in den letzten zehn Jahren. Ich bin in einem Topteam gefahren und habe Rennen gewonnen. Da ist es schon schwierig, sich nochmal für ein Team zu motivieren, in dem man um die hinteren Plätze fährt."

"Ich weiß nicht, ob ich das noch brauche", so Frentzen weiter.

Am Ende entschied er sich dagegen und wechselte schließlich zu Opel in die DTM.

Hill stimmt zu: "Weise Worte"

Für seinen Kommentar zu Verstappen erhält der Deutsche auch Zustimmung seines Ex-Teamkollegen Damon Hill, der "weise Worte" unter Frentzens Beitrag schrieb.

Auch Hill hatte am Ende seiner Karriere mit Motivationsproblemen zu kämpfen und zog 1999 sogar in Erwägung, die Saison bei Jordan an der Seite von Frentzen vorzeitig zu beenden. Der Brite wurde von Jordan jedoch überzeugt, zumindest noch seinen Heim-Grand-Prix in Silverstone zu fahren, kündigte aber bereits im Vorfeld seinen Rücktritt nach dem Rennen an.

Damon Hill, Eddie Jorden und Heinz-Harald Frentzen in der Formel-1-Saison 1999

Damon Hill, Eddie Jordan und Heinz-Harald Frentzen in der Saison 1999

Foto: Motorsport Images

Nach einem starken fünften Platz entschied sich Hill jedoch um und fuhr die Saison zu Ende. Jordan hatte damals übrigens bereits einen Ersatzfahrer für den Ex-Weltmeister getestet: ausgerechnet Max Verstappens Vater Jos.

Seinen letzten Grand Prix in Japan beendete Hill damals übrigens freiwillig an der Box - aufgrund von mentaler Erschöpfung, wie er zugab.

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