Frontflügel-Schaden: Mick Schumacher macht Duell mit Kimi Räikkönen wahr

Am Donnerstag scherzte Mick Schumacher noch über ein Duell mit Kimi Räikkönen, am Sonntag kamen sich beide dann auf der Strecke zu nah

Frontflügel-Schaden: Mick Schumacher macht Duell mit Kimi Räikkönen wahr

Manchmal sollte man aufpassen, was man sich wünscht. Vor dem Rennwochenende hatte Mick Schumacher noch zusammen mit Kimi Räikkönen gescherzt, dass sie eigentlich noch kein richtiges Duell gegeneinander hatten. Der "Iceman" hatte sogar gemeint, dass er mal langsamer machen würde. "Dann racen wir", so seine Aussage am Donnerstag.

Am Sonntag in Brasilien begegneten sich die beiden nun tatsächlich auf der Strecke, allerdings mit unschönen Konsequenzen für den Haas-Piloten. Beide Fahrer kollidierten schon in der Anfangsphase des Rennens in Kurve 1 miteinander, was Schumacher einen kaputten Frontflügel und einen zusätzlichen Boxenstopp bescherte.

"Wir haben noch in der Pressekonferenz darüber gescherzt, aber leider wurde es dann etwas zu eng", hadert Schumacher, der am Ende auf dem letzten Platz landete. "Aber solche Dinge passieren, vor allem in so einer Kurve, in der es eng ist."

"Hätten ein gutes Ergebnis einfahren können"

Bis dahin war es für Haas eigentlich ganz gut gelaufen. Nikita Masepin und Schumacher lagen nach einem guten Start sogar auf den Positionen 14 und 15. "Aber leider hatten wir dann Probleme mit einem stehenden Reifen vorne links. Das hat mir dann halt in der letzten Kurve extrem zu schaffen gemacht", meint der Deutsche. "Dementsprechend sind die meisten Jungs vorbeigekommen."

Räikkönen hätte er im Nachhinein vielleicht einfach fahren lassen sollen, sagt er. Doch irgendwo schwang in ihm wohl die Pressekonferenz von Donnerstag mit. "Ich wollte einfach mal ein bisschen battlen", so Schumacher.

 

Dass das Rennen nach der Kollision für ihn danach praktisch gelaufen war, findet er schade. "Denn wir hatten eine echt gute Pace", hadert er. "Wir sind auch aus den blauen Flaggen von Hamilton rausgeblieben zum Schluss, was natürlich auch zeigt, dass wir eigentlich die Pace hatten. Wir haben auch ganz gut auf Latifi aufgeholt."

"Ich glaube, wir hätten ein gutes Auto gehabt und ein gutes Ergebnis einfahren können", so Schumacher.

Guter Tag für Masepin

Besser lief es diesmal für seinen Teamkollegen Nikita Masepin, der 37 Sekunden vor Schumacher auf Platz 17 ins Ziel kam. "Ich hatte einen guten Tag", ist der Russe zufrieden. "Das Team hat mir ein Auto gegeben, das am Anfang sehr gut funktioniert hat. In der Mitte war es schwierig, aber dann konnte ich mich wieder etwas erholen."

"Ich habe ein Manöver gemacht, als es nötig war, und wir haben mit dem VSC noch ein paar Chancen gesehen, aber mehr konnten wir heute nicht herausholen", sagt er.

Lob gibt es auch von Teamchef Günther Steiner: "Nikitas erster Stint war sehr gut", betont er. "Ich denke, es war eines unserer besten Wochenenden an diesem Jahr, und das zeigt, dass unsere Fahrer besser werden. Das Ergebnis ist nicht fantastisch, aber der Fortschritt ist es."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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