Gasly auf P5: Jetzt muss ihm Franz Tost einen Ferrari besorgen!

Welche Chancen sich AlphaTauri-Fahrer Pierre Gasly nach Startplatz fünf für das Formel-1-Rennen in Ungarn ausrechnet und warum er sich in einem Ferrari sieht

Gasly auf P5: Jetzt muss ihm Franz Tost einen Ferrari besorgen!

Eigentlich hatten Pierre Gasly und AlphaTauri-Teamchef Franz Tost vor dem Qualifying zum Grand Prix von Ungarn nur ein "kleines Tippspiel" am Laufen. Doch weil Gasly sich als Sieger wähnt, fordert er nun auch seinen "Gewinn" ein: einen Ferrari!

Doch der Reihe nach: Noch vor der Anfahrt zur Rennstrecke am Samstag hatten er und Tost ihre Tipps zum Ausgang des Qualifyings abgegeben. "Ich dachte, wir erreichen P8, Franz sagte P7. Und [er sagte auch]: Wenn ich Achter werde, müsse ich zu Fuß zum Hotel laufen und dürfe nicht unseren Honda nehmen."

Von dieser Äußerung fühlte sich Gasly angestachelt. "Also sagte ich: 'Wenn ich Sechster werde, nehme ich den Ferrari. Dann suchst du mir einen Ferrari, den ich dann zurück zum Hotel fahren kann.' Und Franz meinte nur: 'Okay!'

Es wurde weder noch: Gasly erreichte mit P5 sogar eine noch bessere Ausgangslage für den Ungarn-Grand-Prix. Was das für die Wette mit Tost bedeutet? "Wir werden sehen", sagt Gasly. "Vielleicht kriege ich also zwei Ferrari!"

AlphaTauri hatte nicht mit P5 gerechnet

Ernsthaft fügt der französische Rennfahrer hinzu: "Wir hatten wirklich nicht erwartet, [in der Startaufstellung] vor Ferrari und McLaren zu stehen. Das war eine richtig gute Überraschung."

Und es war eine richtig enge Kiste: Gasly kommt als Fünfter auf einen Rückstand von 1,064 Sekunden auf die Spitze. Weitere 0,006 Sekunden zurück liegt McLaren-Fahrer Lando Norris, weitere 0,007 Sekunden dahinter folgt Ferrari-Fahrer Charles Leclerc.

"Ich war sehr zufrieden mit meiner Runde in Q3. Ich wusste sofort, es war eine gute. Ich ging trotzdem nicht davon aus, vor ihnen zu sein", sagt Gasly. "Es hat aber knapp gereicht, also bin ich zufrieden mit diesem fünften Platz. Unser Ziel war, so weit nach vorne zu fahren wie möglich. Das haben wir heute erreicht."

Warum Gasly im Rennen nur nach hinten schauen wird

Das Rennen auf dem Hungaroring werde die weitaus schwierigere Aufgabe, vermutet Gasly. Die Distanz zähle nicht gerade zu den Stärken des AT02. "Auf einer Strecke wie Budapest ist aber die Position auf der Strecke so wichtig, weil Überholen schwierig ist. Der Schlüssel zum Erfolg ist für uns also ein guter Start", erklärt er.

"Ausgehend davon werden wir versuchen, P5 zu halten. Die beiden Topteams dürften davonziehen. Dann sollten wir die saubere Luft nutzen, um unsere Reifen in Schuss zu halten."

Denn wahrscheinlich werde er im Rennverlauf von hinten unter Druck gesetzt, sagt Gasly weiter. "Wir wissen natürlich: [Unsere Gegner] sind schnell, haben schnelle Autos. Doch wir stehen vor ihnen. Ich rechne mit einem engen Kampf, das Rennen wird lang."

Letzteres gilt auch für Gasly-Teamkollege Yuki Tsunoda: Der Formel-1-Neuling schied im Qualifying bereits in Q1 aus und hat nur Startplatz 16. Für ihn wird das Rennen daher wohl vor allem zu einer Geduldsprobe.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Sainz erleichtert: 40-km/h-Windböe Grund für seinen Quali-Unfall
Vorheriger Artikel

Sainz erleichtert: 40-km/h-Windböe Grund für seinen Quali-Unfall

Nächster Artikel

Vettel kämpft mit Untersteuern: "Sonst wäre mehr drin gewesen"

Vettel kämpft mit Untersteuern: "Sonst wäre mehr drin gewesen"
Kommentare laden