Gasly befürchtet Sichtprobleme bei 2022er-Autos

Die neuen Formel-1-Autos für 2022 zwingen die Fahrer offenbar zu Anpassungen bei der Sicht auf die Vorderreifen - Kein Blick auf Einlenkpunkt und Verbremser

Gasly befürchtet Sichtprobleme bei 2022er-Autos

AlphaTauri-Pilot Pierre Gasly befürchtet nach ersten Simulationen mit dem neuen Auto für 2022 Sichtprobleme für den Bereich der Vorderreifen. Demnach würden es die neuen Verkleidungen den Fahrern erschweren, den Einlenkpunkt richtig zu treffen.

"Durch die größeren Räder und die Vorderrad-Verkleidungen, die mir nicht wirklich gefallen, wird es bei der Sicht zu Veränderungen kommen", prognostiziert Gasly, stellt jedoch fest, dass "wir uns alle daran gewöhnen müssen".

Gasly beschreibt die Thematik und Problematik wie folgt: "Es deckt sozusagen das ab, was man zwischen dem Chassis und direkt über dem Querlenker sieht, zwischen dem Chassis und dem Reifen."

Gasly: Team kommt mit Entwicklung gut voran

Dies führe beim Einlenken in eine Kurve dazu, dass der Fahrer nicht genau erkennen könne, ob er den Scheitelpunkt richtig getroffen hat. "Ich denke, wir müssen uns andere Referenzpunkte als in der Vergangenheit suchen", sagt Gasly.

Ein weiterer Punkt sei die Tatsache, dass ein Fahrer nicht richtig sehen könnte, ob er sich verbremst hat. "Wenn man die komplette Sicht auf den Reifen hat, dann sieht man die langsamere Rotation, wenn man sich verbremst. Jetzt haben wir diese Verkleidung davor, die macht es schwieriger", erklärt Gasly.

Grundsätzlich komme das Team bei der Entwicklung des neuen Autos gut voran. Über das Kräfteverhältnis lässt sich mindestens bis zu den Testfahrten nichts sagen, und selbst danach rechnet Gasly noch mit vielen Verschiebungen. "Es wird sich entwickeln, besonders bei diesem intensiven Rennkalender", glaubt der 25-Jährige.

Derzeit verändere sich das Auto im Simulator zwischen den einzelnen Testläufen immer wieder. "Generell sind wir glücklich damit, was wir machen. Aber wir haben keinen Bezugspunkt. Das, was die Jungs derzeit finden, kommt ausschließlich durch die Entwicklung. Wir wissen, dass wir uns verbessern, aber ob wir weit hinten sind oder auf demselben Level, wissen wir nicht bis Barcelona", so Gasly mit Blick auf die Testfahrten.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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