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Gasly feiert P3 in Monaco trotz Strafe: "Ich kannte die Situation"

Pierre Gasly feierte in Monaco zunächst seinen vermeintlichen Podestplatz, obwohl er bereits wusste, dass eine Strafe ihn zurückwerfen wird - Wie er den Jubel erklärt

Gasly feiert P3 in Monaco trotz Strafe: "Ich kannte die Situation"

Pierre Gasly sah seine Lebenstraum in Monaco durch eine Strafe platzen

Foto: LAT Images

Pierre Gasly war sich sehr wohl bewusst, dass er seinen dritten Platz beim Grand Prix von Monaco direkt nach dem Zieleinlauf verlieren würde. Über das Podium jubelte auf der Auslaufrunde trotzdem - eine Reaktion aus Frust, Sarkasmus und Enttäuschung über den strafbedingten Verlust des Podestplatzes.

"Ich glaube nicht, dass mich im Moment irgendetwas mehr verletzen könnte", sagte Gasly nach dem Rennen und machte seinem Ärger deutlich Luft: "Seit zehn Jahren arbeite ich mir den Arsch ab für genau solche Momente. Heute haben wir alles richtig gemacht, um vor all den Fans auf diesem Podium zu stehen."

Gasly war im Rennen wegen zweier Überschreitungen des Boxengassen-Tempolimits von 60 km/h bestraft worden. Er wurde dabei jeweils minimal zu schnell gemessen, einmal um 0,1 km/h und einmal um 0,4 km/h. Die Strafen führten dazu, dass er im Endklassement von einem Podiumsplatz auf Rang sieben zurückfiel.

Gasly war sich der Strafen bewusst

Trotz dieser Ausgangslage zeigte Gasly unmittelbar nach der Zieldurchfahrt eine spontane Feierreaktion und rief mehrfach sinngemäß "verdammt, P3".

Genau dieser Moment sorgte anschließend für Diskussionen, da zunächst unklar war, ob der Alpine-Fahrer überhaupt über die Strafe informiert gewesen war. Gasly stellt jedoch klar, dass er bereits während des Rennens um die Lage wusste.

"Ich kannte die Situation, als wir wegen der roten Flagge gestoppt haben, und habe einfach versucht, so hart wie möglich zu pushen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen - in dem Wissen, dass die Strafe angewendet werden würde", erklärt er.

Alpine hofft auf späte Gerechtigkeit

Seine Reaktion im Ziel beschreibt Gasly als emotionalen Ausbruch, um das zu verarbeiten, was er als große Ungerechtigkeit empfand. Denn dadurch verlor er trotz starker Leistung die Aussicht auf ein Podium in Monaco, das er als "Lebenstraum" bezeichnet.

"Das ist die Art von Moment, die uns aus meiner Sicht nicht aus unfairen Gründen genommen werden darf. Was gerade passiert, ist nicht richtig, und hoffentlich treffen sie die richtige Entscheidung", so Gasly. Kurz nach dem Rennen beantragte Alpine bei der FIA eine Überprüfung des Falls ("Right of Review").

Das Team will dabei nachweisen, dass Gaslys Fahrzeug die erlaubte Geschwindigkeit von 60 km/h zu keinem Zeitpunkt ab der Boxeneinfahrt überschritten hat.

Als mögliche Ursache für den trotzdem gemessenen Verstoß gilt der Einfahrtswinkel zur Boxengasse, durch den sich die Distanz zwischen den Messpunkten, die zur Berechnung der Geschwindigkeit genutzt werden, verändert haben könnte.

"Ich weiß, dass ich unter dem Tempolimit in der Boxengasse war und den Begrenzer deutlich vor der Linie aktiviert habe", betont Gasly. "Wir haben außerdem einen Sicherheitspuffer, damit so etwas nicht passiert. Ich hoffe, dass sie das korrekt überprüfen und uns das Ergebnis zurückgeben, das wir als Team verdienen."

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