Gasly stolz: Ich hoffe, ihr habt das Manöver gegen Alonso gesehen!

Pierre Gasly war mit Platz vier der beste Fahrer des Mittelfeldes und konnte wieder Punkte gutmachen - Besonders feiert er sein Manöver gegen Fernando Alonso

Gasly stolz: Ich hoffe, ihr habt das Manöver gegen Alonso gesehen!

Pierre Gasly hat ein blitzsauberes Wochenende mit Platz vier und damit zwölf weiteren WM-Punkten abgeschlossen. Der Franzose konnte seinen starken vierten Startplatz behaupten und relativ ungefährdet auch ins Ziel bringen. Damit holte er sich nach dem dritten Platz von Baku sein zweitbestes Saisonergebnis.

"Ich freue mich wirklich für das ganze Team und mich selbst", sagt er. "Platz vier hinter den beiden Mercedes und Max [Verstappen] ist so ziemlich das Beste, auf das wir hoffen konnten. Wir haben das ganze Wochenende über fantastische Arbeit geleistet, das Auto war sehr stark und ich hatte viel Spaß."

Auf den ersten Blick verlief das Rennen des Franzosen ziemlich ereignislos. Viel im TV zu sehen war er nämlich nicht. Doch darauf angesprochen, sagt er: "Ich hoffe, ihr habt das Überholmanöver gegen Fernando [Alonso] gesehen." Denn das war für ihn ein wichtiger Punkt, um vor Ferrari zu bleiben.

Gasly war deutlich eher als die beiden Ferraris an die Box gegangen, und hatte sich schon nach 24 Runden die Medium-Reifen abgeholt, die er bis ins Ziel fuhr. Allerdings kam er im Verkehr wieder raus und musste sich hinter den Ferraris und dem Alpine von Alonso einsortieren.

Überraschungsangriff gegen Fernando Alonso

Wollte er seine Pace nutzen, musste er an Alonso vorbeigehen. "Ich wusste, dass ich keine Zeit verlieren durfte. Charles war länger draußen und ich wollte nicht, dass er einen Overcut schafft. Aber gleichzeitig wusste ich, dass Fernando mir das Leben schwer machen würde, weil er gegen uns in der Meisterschaft kämpft", sagt er.

 

Schon in der Runde vor dem Angriff hatte Gasly gesehen, dass er in Kurve 1 eine Menge Boden gutmacht. "Ich habe fast etwas probiert, ohne es überhaupt zu wollen", schildert er. "In der nächsten Runde war ich zwar weit weg, aber ich dachte mir, dass ich ihn einfach überrasche." Und es klappte. "Ich denke nicht, dass er erwartet hat, dass ich dort außen herum fahre."

"Mit einem normalen Überholmanöver hätte ich ihn wohl nicht bekommen, weil er sich verteidigt hätte, aber so war es ein schönes Manöver, das mir etwas freie Fahrt verschafft hat", so Gasly. Und so konnte er auch nach Charles Leclercs Boxenstopp vor dem Monegassen bleiben und Platz vier ins Ziel bringen.

Ferrari nicht so stark wie gedacht

Dass Ferrari ihn heute nicht wirklich unter Druck setzen konnte, hat ihn aber überrascht: "Wir wussten, dass es möglich sein würde (vorne zu bleiben; Anm. d. Red.), denn es ist extrem schwierig, hier zu überholen. Aber wir haben wahrscheinlich nicht erwartet, dass wir die Pace haben, um eine Lücke zu öffnen und die Lücke so schnell zu verwalten", sagt er.

 

"In einigen Abschnitten des Rennens waren wir eindeutig schneller als sie und wir hatten erwartet, dass sie etwas mehr Druck machen würden", so Gasly. "Charles war nicht wirklich langsam, aber Carlos [Sainz] hatte viel mehr zu kämpfen. Aber am meisten überrascht war ich von Alpine und einigen anderen Autos, bei denen wir viel schneller waren."

In der Fahrer-WM hat sich Gasly damit wieder an Daniel Ricciardo vorbeigeschoben und ist Achter. Bei den Konstrukteuren konnte AlphaTauri trotz des Ausfalls von Yuki Tsunoda Punkte auf Alpine gutmachen und liegt auf Platz sechs. Aston Martin, die ohne Punkte blieben, liegen nun sogar schon 31 Punkte zurück.

Und während Platz vier heute das Maximum war, träumt der Franzose schon vom nächsten Podium: "Ich hatte irgendwie gehofft, dass an der Spitze etwas passiert, damit ich wieder Champagner schmecken kann", lacht er. "Aber wir haben noch acht oder neun Rennen vor uns, also werden wir versuchen, das zu erreichen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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