Gefühl "nicht schlecht", aber: Ricciardo von Ergebnis überrascht

Daniel Ricciardo landet im Formel-1-Training in Spielberg nur auf dem 15. Platz, glaubt aber fest an eine Steigerung am Samstag

Gefühl "nicht schlecht", aber: Ricciardo von Ergebnis überrascht

Der Blick auf den Zeitenmonitor dürfte Daniel Ricciardo nicht gefallen haben. Am Trainingsfreitag zum Großen Preis von Österreich in Spielberg kam der Australier im zweiten Training nur auf den 15. Platz - und wusste gar nicht so sehr, warum.

"Ich bin schon etwas überrascht über das Ergebnis", gibt der seit Donnerstag 32-Jährige zu. Das Gefühl in seinem McLaren sei eigentlich ganz gut gewesen. "Uns fehlt einfach ein bisschen, aber es gibt nichts, was sich am Auto falsch anfühlt. Ich nehme an, dass es wahrscheinlich überall nur ein bisschen ist", glaubt Ricciardo.

Etwas mehr als zwei Zehntel fehlten Ricciardo auf seinen Teamkollegen Lando Norris. Teamchef Andreas Seidl sagte im Anschluss an die Nachmittagssession bereits, dass der Australier seine Runde nicht ganz zusammenbekommen habe.

Ricciardo: Müssen das Rad nicht neu erfinden

"Ich weiß, dass es hier nicht viele Kurven gibt, aber vielleicht fehlt uns einfach überall eine halbe Zehntel, dann summiert sich das auf eine halbe Sekunde oder so. Und das ist es, was wir brauchen", rechnet Ricciardo vor. Viel Arbeit in der Vorbereitung auf Samstag erwarte er nicht.

"Es ist wohl nur etwas Feintuning. Ich glaube nicht, dass wir das Rad neu erfinden müssen. Ich denke, dass ich bei meiner Fahrweise und in den Bereichen, in denen ich vergangene Woche noch Probleme hatte, definitiv einen guten Schritt gemacht habe. Es geht jetzt darum, morgen einen weiteren zu machen, dann sind wir in einer guten Position", ist er überzeugt.

Bislang schaffte es Ricciardo nicht, seine Stärken so im MCL35M einzusetzen, dass Gefühl und Ergebnisse stimmen. In der vergangenen Woche schied er im Qualifying bereits in Q2 aus, Norris hingegen fuhr auf Startplatz drei. Doch Ricciardo spürt, dass es vorangeht.

Hoffnung auf umgekehrten Effekt zur Vorwoche

"Ich versuche, den Fahrstil zu maximieren, der dem Auto gefällt", schildert er: "Daran arbeite ich. Und da kommen wir hin." Auch im Training habe er Fortschritte gespürt, das Team habe verschiedene Dinge ausprobiert. "Es war positiv", berichtet er. Nun hofft er, dass er am Samstag die entgegengesetzte Richtung im Vergleich zur Vorwoche gehen kann, als auf einen guten Freitag der Absturz am Samstag folgte.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir uns für morgen verbessern können statt zu stagnieren oder gar zurückzufallen. Darum fühle ich mich heute besser, obwohl man es auf der Zeitenliste nicht sehen kann. Ich werde nicht in Panik verfallen. Es geht nur um etwas Feintuning, und ich bin sicher, dass wir das finden werden", so Ricciardo.

Norris, der am Nachmittag Neunter wurde, hatte ein "gutes Gefühl" im Auto, er stellt jedoch klar, dass McLaren auch bei ihm einiges ausprobiert habe. "Wir werden heute Abend unsere Analysen machen und hoffentlich mit einem stärkeren Paket morgen zurückkommen", sagt er.

Durch die weichere Reifenmischung an diesem Wochenende und die anderen Wetterbedingungen erwartet Norris ein "interessanteres Rennen als am vergangenen Wochenende, es wird schwieriger, auf die Reifen zu achten und zu wissen, wann man pushen muss und wann nicht", glaubt der 21-Jährige.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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