Gegenwind: Grid-Girls sauer, Ecclestone zeigt Unverständnis

Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone versteht nicht, warum es in Zukunft keine Grid-Girls mehr geben wird - Viele der Frauen selbst sind sauer über die Entscheidung

Gegenwind: Grid-Girls sauer, Ecclestone zeigt Unverständnis

Die Abschaffung der Grid-Girls spaltet die Formel-1-Welt. Während Liberty Media für die Entscheidung von vielen Seiten Zuspruch bekommt, gibt es auch Kritiker. Zu diesen zählt - wenig überraschend - auch Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Der mittlerweile 87-Jährige zeigt kein Verständnis für die Maßnahme, ab der Saison 2018 nicht mehr auf die hübschen Frauen in der Startaufstellung zu setzen.

"Diese Mädchen waren Teil der Show. Die Fans lieben den Glamour", erklärt Ecclestone gegenüber 'The Sun' und ergänzt, dass es für seine Geschmack in der Gesellschaft momentan insgesamt "etwas prüde" zugehe. "Man sollte Grid-Girls haben dürfen, denn Fahrer und Zuschauer mögen sie", findet Ecclestone, unter dessen Führung die Grid-Girls in der Königsklasse nie zur Diskussion standen.

"Ich verstehe nicht, wie eine gutaussehende Frau, die mit einer Nummer vor einem Formel-1-Auto steht, für irgendjemanden beleidigend sein kann", so der 87-Jährige. Formel-1-Marketingchef Sean Bratches hatte in einem Statement der Königsklasse am Mittwoch erklärt, Grid-Girls stünden "im Widerspruch zu den Gesellschaftsnormen der heutigen Zeit."

 

Auch Ecclestones altem Weggefährten Niki Lauda dürfte die Änderung keine Freue bereiten. Gegenüber 'ServusTV' kommentierte der Österreicher entsprechende Pläne im vergangenen Dezember noch mit den Worten: "Haben die einen Vogel?" An seiner Meinung dürfte sich seitdem wenig geändert haben. Auch Sebastian Vettel outete sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als Fans der Grid-Girls.

 

Doch in den sozialen Medien gibt es auch Fahrer und Offizielle, die den Schritt von Liberty Media begrüßen oder zumindest nicht ablehnen. "Mir ist es egal", schreibt zum Beispiel Romain Grosjean, und auch viele andere Piloten sehen das Aus der Grid-Girls nicht so tragisch - anders als einige Fans. Unter den Zuschauern der Königsklasse gehen die Meinungen zu diesem Thema ebenfalls stark auseinander.

 

Auf Twitter und Co. haben sich derweil auch viele Grid-Girls persönlich zu dem Thema geäußert - und ihrem Unmut Luft gemacht. "Jetzt kostet der Feminismus die Frauen bereits ihre Jobs", ärgert sich beispielsweise Sophie Wright, die selbst als Grid-Girl gearbeitet und den Job laut eigener Aussage "geliebt" hat. Mit dieser Meinung steht sie nicht alleine da.

 

Das Model Lucy Stokes schreibt auf Twitter, dass sie als Grid-Girl stets respektiert und gut bezahlt wurde. Sie möchte wissen: "Wo bleibt hier die Gleichberechtigung?" Rebecca Cooper, ebenfalls Model und Grid-Girl, findet die ganze Diskussion "lächerlich" und "verrückt". Niemand habe das Recht, sie davon abzuhalten, dem Job nachzugehen, den sie liebt.

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Urheber Ruben Zimmermann