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Geldstrafe für Mercedes: Fliegender Lüfter ohne Konsequenz für Antonelli

Andrea Kimi Antonelli behält seinen 2. Startplatz für das Auftaktrennen in Melbourne - für das vergessene Kühlgebläse erhält Mercedes eine Geldstrafe

Geldstrafe für Mercedes: Fliegender Lüfter ohne Konsequenz für Antonelli

Blinder Passagier: Andrea Kimi Antonelli (Mercedes) fuhr in der Quali von Melbourne (2026) mit Kühllüfter auf die Strecke

Foto: Getty Getty

Nachdem Max Verstappen früh im Qualifying von der Strecke geflogen war und damit die erste rote Flagge der Session auslöste, kam es in Q3 zu einer weiteren Unterbrechung. Andrea Kimi Antonelli schleppte aus der Box ein "Extra" an seinem Boliden mit auf die Strecke, das eigentlich in der Garage hätte bleiben sollen.

An der rechten Seite seines Mercedes steckte noch immer ein mächtiges Kühlgebläse. Lange konnte sich das Gerät jedoch nicht am Auto halten. Bereits in der ersten Kurve riss ein Trümmerteil ab und flog schnurstracks ins Kiesbett. Der Rest des Gebläses landete kurz darauf mitten auf dem Asphalt.

Natürlich blieb es dort nicht lange liegen. Lando Norris rauschte mit seinem McLaren über die Überreste, was nicht nur seinen Frontflügel beschädigte, sondern die Trümmer auch noch weiter über die Piste verteilte.

Crash in FT3 schuld am Chaos

Für Teamchef Toto Wolff ein klares Vergehen des Teams: "Ich hoffe wirklich, dass das sportlich keine Konsequenzen hat, denn den Fahrer trifft hier absolut keine Schuld." Und genau so haben auch die Rennkommissare entschieden. Mercedes kassiert für das Vergehen, ein unsicheres Auto auf die Strecke gelassen zu haben, eine Geldstrafe von 7.500 €.

Mercedes habe eine einleuchtende Erklärung für den Fehler geliefert. Antonellis Bolide hatte im 3. Freien Training erheblichen Schaden genommen, weshalb die Crew unter extremem Zeitdruck schrauben musste. Um den Wagen rechtzeitig wieder flottzukriegen, warf das Team die übliche Arbeitsteilung über Bord.

Normalerweise kümmert sich ein fest eingeteilter Mechaniker ausschließlich um die Lüfter. Wegen der massiven Reparaturarbeiten am Auto war dieser Mitarbeiter jedoch an anderer Stelle unabkömmlich.

Hätte Antonelli P2 verlieren können?

Im Hektik-Chaos ging das Abziehen des Gebläses auf der rechten Seite dann schlichtweg unter. Doch weder das Team noch der Fahrer bemerkten den Fauxpas, bis die Rennleitung den Vorfall meldete.

Da das Auto die Boxengasse mit montiertem Equipment verließ, handelte es sich laut Rennleitung zweifelsfrei um einen klassischen "Unsafe Release&quot. Die fällige Geldstrafe für den Rennstall war damit unumgänglich.

Eine Strafe für den Italiener wäre zwar durchaus im Rahmen des Möglichen gewesen, die Rennleitung sieht in der Sache jedoch zu 100 Prozent den Fehler beim Team und handelte im Sinne des Rennfahrers. Antonelli behält demnach seinen zweiten Startplatz und wird am Sonntag neben seinem Teamkollegen, George Russell, auf der Pole in den Auftakt zur Formel-1-Saison 2026 starten. (Zur Startaufstellung)

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