Gemischte Gefühle bei AlphaTauri: Gasly happy, Tsunoda crasht

Während Pierre Gasly am Trainingsfreitag in Ungarn aufatmet, landet Yuki Tsunoda in der Mauer und verliert viel Trainingszeit - "Bin wirklich enttäuscht", sagt der Japaner

Gemischte Gefühle bei AlphaTauri: Gasly happy, Tsunoda crasht

Für AlphaTauri endete der Formel-1-Freitag auf dem Hungaroring in Ungarn mit gemischten Gefühlen. Während Pierre Gasly mit P5 im ersten und P6 im zweiten Freien Training durchaus zufrieden sein konnte, war Yuki Tsunodas Tag von einem Crash gekennzeichnet, der ihm jede Menge Trainingszeit kostete.

In Kurve 4 verlor der junge Japaner die Kontrolle über seinen AT02 und krachte mit dem Heck in die Streckenbegrenzung. Die Session wurde mit der roten Flagge unterbrochen. Für Tsunoda war das Training vorzeitig vorbei - und auch später am Nachmittag konnte der 21-Jährige lediglich drei Installationsrunden drehen.

"Ich bin wirklich enttäuscht über den heutigen Tag", resümiert er. "Ich habe im ersten Freien Training einen Fehler gemacht und dadurch mehr als eine Session verloren. Das Heck des Autos fühlte sich sehr nervös an, vor allem in den Hochgeschwindigkeitskurven, und ich habe dort im Vergleich zu Pierre viel Zeit verloren."

So kam es zu Tsunodas Crash im ersten Training

Die meisten Kurven seien "in Ordnung" gewesen, betont der Japaner. "Aber in zwei Kurven habe ich viel verloren. Ich versuchte, mich in diesen Bereichen zu verbessern und fuhr in die Mauer. Das sollte mir nicht passieren. Dadurch gingen uns anderthalb Sessions verloren. Daraus muss ich lernen", gibt sich Tsunoda reumütig.

Er selbst blieb beim Aufprall glücklicherweise unverletzt, doch das Getriebe wurde beschädigt, weshalb umfangreiche Reparatur- und Umbaumaßnahmen notwendig wurden. "Er erlitt einen Schaden am Auto, der ziemlich groß war und dessen Behebung viel Zeit in Anspruch nahm", erklärt AlphaTauri-Renningenieur Jonathan Eddolls.

"Die Mechaniker leisteten hervorragende Arbeit, um das Auto vor dem Ende des FT2 wieder auf die Strecke zu bringen, und Yuki konnte vor Ende der Session noch eine Runde drehen. Diese Runde fuhr er auf den Softs, aber er landete inmitten der Autos, die Longruns fuhren, sodass wir seine Zeit nicht als repräsentativ ansehen können."

Kurze Ausfahrt im FT2 dennoch wichtig für Tsnuoda

Als persönliche Bestzeit blieben für Tsunoda am Ende 1:18.770 Minuten aus dem ersten Freien Training stehen. Dessen Lob ging an sein Team, das das Auto für eine kurze Ausfahrt wieder flott bekam. "Das war sowohl für die Ingenieure als auch für mich sehr hilfreich, denn so können wir die Daten heute Abend auswerten."

"So konnten wir überprüfen, ob alles am Auto in Ordnung ist", ergänzt Renningenieur Edddolls. "Und es wird Yuki auch ermöglichen, die Set-up-Änderungen zu analysieren, die wir nach FT1 am Auto vorgenommen haben. Die Vorhersagen ändern sich hier täglich, wer weiß also, was für ein Wetter wir morgen haben werden!"

Dessen ist sich auf Gasly bewusst. "Ich denke, dass es über Nacht und auch am Morgen regnen könnte, sodass wir morgen andere Streckenbedingungen haben könnten. Die Pace des Autos scheint aber gut zu sein, sodass wir mit Zuversicht in den morgigen Tag gehen können", sagt der Sechstschnellste des Trainingsfreitags.

Gasly zufrieden, aber: Alpine hart zu schlagen

"Ich bin mit dem heutigen Tag sehr zufrieden, vor allem nach Silverstone, wo wir ein wenig zu kämpfen hatten", bekundet der Franzose. "Es ist gut zu sehen, dass wir die Leistung wiedergefunden haben. Das Auto fühlte sich auch bei diesen wirklich heißen Bedingungen gut an, also werden wir sehen, wie wir uns morgen schlagen."

Pierre Gasly (AlpahTauri) auf dem Hungaroring in Ungarn

Pierre Gasly war nach den Schwierigkeiten in Silverstone am Freitag erleichtert

Foto: Motorsport Images

Von der Mittelfeld-Konkurrenz stach für Gasly vor allem ein Auto heraus: "Das Alpine-Auto sieht an diesem Wochenende sehr schnell aus, also müssen wir heute Abend hart arbeiten, um sie im Qualifying zu schlagen." Alpine beendete den Trainingsfreitag in Ungarn auf den Plätzen vier (Esteban Ocon) und sieben (Fernando Alonso).

Renningenieur Eddolls ist dennoch zuversichtlich und zieht in Bezug auf Gasly Performance ein positives Zwischenfazit: "Pierres Team hatte einen sehr guten Freitag. Wir haben im FT1 einen guten Start hingelegt, und er hat auf allen Reifen eine sehr gute Leistung gezeigt, vor allem im Shortrun, wo das Auto gut zu liegen scheint."

"Das Rennen wird mit Sicherheit schwierig, vor allem, wenn die Temperaturen sehr hoch sind, denn das ist sehr hart für die Reifen. Also ist das wahrscheinlich ein Bereich, an dem wir für den Rest des Wochenendes arbeiten sollten. Wir haben einige Aero-Updates mitgebracht und sie funktionieren wie erwartet, was wirklich positiv ist."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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