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Gene Haas: Formel-1-Erfolg mit NASCAR-Knowhow?

In der Formel 1 ist Gene Haas ein Newcomer. In der NASCAR ist sein Team seit Jahren etabliert und erfolgreich: Was können Romain Grosjean und Esteban Gutierrez erreichen?

Pete Fink

Pete Fink

Bearbeitet: 25.02.2016, 13:15

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Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-16

Gene Haas, Haas Automotion Präsident

Gene Haas, Haas Automotion Präsident

Gene Haas, Geschäftsführer Haas Automotion

Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-16

Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-16

Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-16

Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-16

Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-16

Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-16

Romain Grosjean, Haas F1 Team

Romain Grosjean, Haas F1 Team

Gene Haas ist in dieser Formel-1-Saison der Newcomer. Sein Haas-F1-Team mit Romain Grosjean und Esteban Gutierrez am Steuer probt in der gerade laufenden Testwoche von Barcelona den Ernstfall.

Ausgestattet mit Ferrari-Power und einem Dallara-Chassis will sich Haas mittelfristig auf der Formel-1-Landkarte etablieren.

Die Konkurrenz ist groß und daher ist es logisch, dass 2016 für die Newcomer in erster Linie ein Lernjahr darstellen wird.

Das ist auch dem 63-Jährigen klar: "Wir werden unser Bestes geben", verspricht Haas. Aber "die Konkurrenz ist erfahren, sie wird schwer zu schlagen sein und wird dir nichts schenken."

Er hofft: "Wenn wir zuverlässig sind, wenn wir uns gut qualifizieren können und ein paar gute Ergebnisse holen, dann können wir uns auch in der Konstrukteursmeisterschaft ganz gut platzieren."

Über ein Jahr Vorlauf hatte sein neues Team rund um den technischen Direktor Günther Steiner. Für Haas eine sehr lange Wartezeit. "Es war, als wären wir zwölf Monate schwanger gewesen. Jetzt ist es an der Zeit, endlich Rennen zu fahren."

Alle Bilder zum neuen Haas-F1-Team.

Dies wiederum kennt Haas aus der NASCAR. Dort betreibt er seit der Saison 2003 ein eigenes Team, seit 2009 mit dem Teilhaber Tony Stewart. Stewart selbst holte 2011 den NASCAR-Titel, Kevin Harvick ließ 2014 eine zweite Meisterschaft folgen.

NASCAR-Knowhow als Basis für ein Formel-1-Team? Haas versichert: "Wir wissen, wie Motorsport funktioniert und können das. Im Prinzip machen wir jetzt das Gleiche wie in der NASCAR. Nur eben weltweit."

"Wir wissen, wie man eine Mannschaft führt, wie man das Inventar managt und wie man die Kosten überwacht. All diese Themen sind für ein Rennteam überlebenswichtig. Das ist für uns die Basis für einen Start in der Formel 1."

Das Grundgerüst steht also. Der nächste Schritt sind die Erfahrungen im direkten F1-Umfeld. Das wiederum ist Neuland.

"Wir müssen lernen, wie dieser Sport funktioniert. Ich kenne die Formel-1-Garage, ich habe gesehen, was sie machen", sagt der erfolgreiche Maschinenbau-Unternehmer und meint: "So unglaublich unterscheidet sich das alles nicht vom Thema NASCAR."

"Die Leute sagen, dass das alles sehr viel schwieriger ist. Die Erwartungshaltung ist, dass wir das alles noch lernen müssen. Aber es gibt überhaupt keinen Grund, warum wir nicht, wie die anderen Teams, an der Formel 1 teilnehmen sollten."

Sein NASCAR-Team hat sein Hauptquartier in der Nähe von Charlotte, also in den USA, aufgeschlagen. Dort gibt es selbstverständlich auch eine F1-Abteilung. Dazu neue Büros im englischen F1-Mekka von Banbury und, Dallara und Ferrari lassen grüßen, im italienischen Parma.

Für das Formel-1-Abenteuer hat man sehr viel Expertise eingekauft. "Fast alle, die nun an Bord gekommen sind, haben F1-Erfahrung. Wir starten garantiert nicht von Null."

Sein Engagement soll den Zweck erfüllen, die Marke Haas Automation weltweit bekannter zu machen. Er glaubt: "Wenn wir dem Rest der Welt beweisen, dass wir in der Formel 1 mithalten können, dann müssen auch unsere Teile eine sehr hohe Qualität besitzen. Es war also auch eine einfache Business-Entscheidung."

Der Ernstfall wurde nun in Barcelona eingeläutet.

Alle Bilder der aktuellen Formel-1-Testfahrten.

Natürlich hatten Grosjean und Gutierrez mit dem nagelneuen Haas VF-16 einige Kinderkrankheiten (zum Beispiel ein Defekt am Frontflügel) aufzuarbeiten. Aber: Die Mannschaft kam an jedem Tag zum Fahren und hielt sich in den abendlichen Zeitenlisten nicht am Ende auf.

"Es läuft besser als erwartet", gab Grosjean zu Protokoll und sein Teamkollege Gutierrez bestätigt: "Die Basis scheint zu stimmen."

Oder anders formuliert: Es gab in der Formel-1-Geschichte schon wesentlich schwächere Testdebüts...

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