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"George, jetzt fahr einfach!" - Wie es zu diesem Funkspruch kam

Während dem Qualifying zum Großen Preis von Österreich in Spielberg hat Mercedes-Teamchef Toto Wolff mit einem Funkspruch ür Aufsehen gesorgt

"George, jetzt fahr einfach!" Wie es zu diesem Funkspruch kam

Toto Wolff hat George Russell im Q3 eine kleine Nachricht gesendet

Foto: LAT Images

George Russell konnte sich trotz einer gelben Flagge im letzten Sektor die Poleposition für den Großen Preis von Österreich sichern. Dabei sorgt im Nachhinein nicht nur die kontroverse letzte Runde des Mercedes-Piloten, sondern auch ein bestimmter Funkspruch für Aufsehen: "George, jetzt fahr einfach!"

Manche Fans dürften nach der Session gedacht haben, dass Russell sich zuvor am Funk über irgendetwas beschwert haben könnte. Der WM-Dritte wird online nicht selten als Fahrer charakterisiert, der zu genau solchen Klagen tendiert.

"Nein, nein, nein", so die Antwort des Mercedes-Piloten auf eine derartige Nachfrage zum Funkspruch bei Sky Sports F1. "Toto und ich reden täglich miteinander. Und ich habe mit Charles vorher gesprochen."

Hart umkämpfte Poleposition

Die Poleposition war für den Mercedes-Fahrer alles andere als ein Selbstläufer. Neben seinem Teamkollegen Antonelli kratzen auch die Ferrari-Piloten und Max Verstappen zeitweise am Spitzenplatz. Dementsprechend war der Funkspruch des Teamchefs keine wütende Zurechtweisung des 28-Jährigen, sondern eher eine Art Pep-Talk vor dem letzten Schuss im Qualifying.

"Für uns war es bisher echt eine schwierige Saison", erklärt Russell. "Letztes Jahr waren wir in jeder Runde im Auto schnell. Dieses Jahr sind wir in einer Minute schnell und in der nächsten Minute meilenweit von der Pace entfernt."

"Und [Charles] ist einer der besten Qualifier im Feld. Aber Toto hat mir immer den Rücken gestärkt, so nach dem Motto: 'Schau, du hast nicht vergessen, wie man fährt. Ich glaube an dich, wir glauben an dich, und das wird schon kommen.'"

"So eine Nachricht ist mehr eine Erinnerung an Gespräche, die wir in der Vergangenheit geführt haben. In der Garage hat er mir auch gesagt: 'Genieß es einfach.'"

Folglich erklärt Russell: "Ich habe auf meiner Runde gedacht: 'Ja, ich werde es nicht übertreiben, sondern einfach genießen. Was auch immer dabei herauskommt, das kommt eben dabei heraus.'"

"Und das war", so Russell, "zum Glück ziemlich gut."

Später betont Russell erneut, wie wichtig solche kleinen Nachrichten und Erinnerungen für ihn sind. Dass Außenstehenden dabei oftmals der nötige Kontext fehlt, ist dem 28-Jährigen ebenfalls bewusst.

Der Sweetspot bei Mercedes

Auf die Frage, wo Russell die notwendige Zeit gefunden hat, antwortet der Mercedes-Pilot nach der Session: "Wenn ich das wüsste, dann würden wir ehrlich gesagt jede Woche auf der Pole stehen."

Gerade der Sweetspot des Autos stellt für Russell weiterhin ein Problem dar. Während der WM-Dritte am Ende der Session zweieinhalb Zehntel vor Charles Leclerc lag, hätte der Mercedes-Pilot fast den Sprung in das Q3 verpasst. Zwischen den beiden Versuchen im dritten Quali-Segment hat man bei Russell derweil nur Kleinigkeiten geändert.

Dabei sei es laut Russell immens schwer, es in solchen Momenten eben nicht zu übertreiben, wenn man sich schon ein paar Zehntel im Rückstand befindet. "Weißt du, wenn es nicht läuft, dann möchtest du immer mehr und mehr versuchen", so seine Wortwahl.

Sich selbst dazu zu zwingen, vielleicht ein paar Meter früher zu bremsen, sei für einen Fahrer alles andere als einfach. "Aber manchmal ist das wirklich schneller", gesteht Russell.

Insgesamt resümiert der Polesitter vor dem morgigen Grand Prix in Spielberg: "Solche Momente stellen dein Selbstvertrauen wieder her."

Auf die Frage, ob er glaubt, seinen Teamkollegen Kimi Antonelli in Österreich besiegen zu können, antwortet der Mercedes-Pilot: "Ja, zu 100 Prozent. Ich muss einfach denselben Rhythmus wie heute finden, wie in Barcelona, Kanada, Melbourne und China. Die Resultate werden dann in den Rennen folgen."

"Ich kann nicht während der gesamten Saison Pech haben", betont Russell. "Also, ja, es fühlt sich gut an."

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