George Russell: Das war vermutlich unser bestes Rennen

George Russell zeigt in Le Castellet eine tolle Vorstellung und bringt Williams in der Konstrukteurs-WM wieder an Haas vorbei - Jubel über "vermutlich bestes Rennen"

George Russell: Das war vermutlich unser bestes Rennen

George Russell durfte sich freuen. Der Williams-Pilot zeigte beim Frankreich-GP der Formel 1 in Le Castellet eine brillante Vorstellung und stürmte bis auf den zwölften Platz nach vorne. Zwar verpasste er erneut seinen ersten Punkt für den britischen Rennstall, doch das war zunächst zweitrangig. Denn in der Konstrukteurs-WM brachte Russell sein Team im Duell mit Haas auch ohne Zähler dank des besseren Einzelergebnisses wieder vorbei.

Zu den prominenten Namen, die der 23-Jährige hinter sich ließ, gehörten etwa Esteban Ocon im Alpine oder auch Yuki Tsunoda im AlphaTauri. Sogar Ferrari-Pilot Charles Leclerc landete hinter Russell, war aber auch einmal mehr an der Box.

Dennoch: dieses Rennen macht Mut. Den Japaner Tsunoda überholte Russell drei Runden vor dem Ende sogar auf der Strecke, obwohl beide auf einer ähnlichen Strategie unterwegs waren. Nur zwei Runden jünger waren die Pneus des Williams-Piloten. Die Pace stimmte also.

Russell: "Besonders schönes" Manöver gegen Tsunoda

"Es war ein richtig gutes Rennen. Ich konnte einige gute Überholmanöver setzen, ein besonders schönes gegen Tsunoda am Ende. Vor diesen Autos zu landen, den Alfas und Ocon und dann Tsunoda auf der Strecke aus eigener Kraft zu überholen: ich würde so weit gehen und sagen, dass das vermutlich unser bestes Rennen zusammen war", sagt Russell bei 'Sky'.

Schade sei es gewesen, dass im vorderen Feld niemand ausgefallen sei, findet Russell einen kleinen Wermutstropfen. So nah dran an den Punkten mit Williams war er seit dem Rennen in Bahrain im vergangenen Jahr nicht mehr. Auch damals war er Zwölfter, ehe er eine Woche später Lewis Hamilton bei Mercedes vertrat.

Platz zwölf aus eigener Kraft sei jedoch ein "gutes Ergebnis", stellt Russell klar: "Das ist ein guter Start in die drei Wochen." In der Formel 1 geht es jetzt Schlag auf Schlag weiter, an den kommenden beiden Wochenenden stehen die beiden Rennen im österreichischen Spielberg an.

Auf schlechten Start folgt Aufholjagd

Dabei begann das Rennen für Russell alles andere als perfekt. Binnen der ersten zwei Runden ging es für ihn von Startplatz 14 auf Rang 18 zurück. "Ich denke, dass ich in der Formationsrunde einfach keinen guten Job gemacht habe, um die Reifen in das richtige Fenster zu bringen. Ich hatte am Start stark durchdrehende Räder und dann folgte ein Dominoeffekt", schildert Russell.

Er erklärt weiter: "In Kurve 1 war ich im Sandwich, ich hatte außen und innen je ein Auto und ich konnte nirgendwo hin." Neu seien diese Probleme nicht, stellt er selbstkritisch fest. "Das ist etwas, mit dem ich zu kämpfen habe, seit ich in der Formel 1 und am Ende des Feldes bin. Daran muss ich arbeiten", sagt Russell.

Von den Fahrern, die auf frischen Reifen gestartet waren, stoppten nur Tsunoda und Mick Schumacher früher. Danach folgte die große Aufholjagd, bedingt auch durch den Undercut etwa gegen die spät zur Box gekommenen Alfas und auch Ocon. "Es hat sich ausgezahlt, früh in die Box zu kommen. Ich konnte die harten Reifen dann lange fahren", jubelt Russell.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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