George Russell: Erster Mercedes-Test noch im Jahr 2021

Vier Rennen bestreitet George Russell noch für Williams, danach geht seine Formel-1-Karriere direkt bei Mercedes weiter - So sieht sein Fahrplan bis Jahresende aus

George Russell: Erster Mercedes-Test noch im Jahr 2021

Das Kapitel Mercedes beginnt für George Russell unmittelbar nach dem letzten Saisonrennen in Abu Dhabi. "Ab dem Montag nach dem Abu-Dhabi-Rennen liegt der Fokus zu 120 Prozent auf Mercedes. Ich werde den Test dort fahren", sagt Russell.

Bei den Young-Driver-Tests am Ort des Saisonfinals kommt der Brite damit erstmals als offizieller Mercedes-Stammpilot in den Genuss, einen Boliden mit dem Stern auf der Nase zu fahren. Im vergangenen Jahr in Bahrain war er ja nur von Williams ausgeliehen.

Bei den Testfahrten dürfen alle Teams jeweils zwei Autos und zwei Fahrer einsetzen. Mindestens einer der beiden Fahrer muss dabei in der abgelaufenen Saison mindestens ein Rennen gefahren sein, der zweite Fahrer darf ein Junior sein, der in seiner Karriere noch nicht mehr als zwei Grand Prix gefahren ist.

Russells Rückkehr zu alten Bekannten

Wer neben Russell den Test für Mercedes bestreiten wird, steht noch nicht fest. Gerüchte drehen sich allerdings um Formel-E-Weltmeister Nyck de Vries.

Nach den zweitägigen Testfahrten geht es für Russell direkt weiter in die Fabrik in Brackley. "Dort werden wir im Simulator arbeiten und noch ein paar mehr Leute treffen. Ich bin in einer ziemlich glücklichen Position, weil ich zwischen 2016 und 2018 schon so viel Zeit mit dem Team verbracht habe", sagt der langjährige Mercedes-Junior.

Erkenne viele Leute bei Mercedes so gut wie die meisten Mitarbeiter von Williams. "Ich bin wirklich in einer glücklichen Position, in eine Gruppe zu kommen, die ich so gut kenne", betont der Nachfolger von Valtteri Bottas noch einmal.

Russell über Mexiko: Waren im Niemandsland

Vier Rennen noch wird er allerdings die Williams-Farben tragen. Und da lief es nach einem sensationellen Lauf zur Saisonmitte zuletzt nicht mehr ganz so gut. In Mexiko waren Russell und Teamkollege Nicholas Latifi im Rennen überhaupt nicht konkurrenzfähig. Russell wurde nach gutem Start immer weiter durchgereicht. Dafür gab es laut Russell aber eine einfache Erklärung.

"Das Problem war ziemlich klar, wir hatten große Probleme bei der Kühlung und mussten das Auto dadurch mehr kühlen, als wir dachten. Wir waren deshalb im Niemandsland", blickt er zurück. In Brasilien erwartet er Williams jedoch "wieder zurück auf unserer normalen Pace", stellt er klar. Sollte er in Interlagos noch einmal so eine erste Runde wie in Mexiko haben, "werden wir auch Punkte holen".

Dies wäre aus Sicht des Traditionsteams auch empfehlenswert. Denn nachdem Williams nach dem Zwischenspurt im Saisonverlauf den achten Platz in der Konstrukteurs-WM eigentlich schon festgezogen zu haben schien, macht Alfa Romeo plötzlich doch wieder Druck.

Kein Trinken in Mexiko: Trocken "wie die Sahara"

Durch die beiden achten Plätze von Kimi Räikkönen in Sotschi und zuletzt in Mexiko steht das Schweizer Sauber-Team bei elf Punkten. Das ist zwar immer noch nicht einmal die Hälfte der 23 Williams-Zähler, aber die Tendenz sprach zuletzt klar für das Team aus Hinwil. Und auch in Mexiko wären deutlich mehr Punkte möglich gewesen, hätte das Team nicht die Strategie bei Antonio Giovinazzi komplett verhauen.

Diese Entwicklung ist auch Russell nicht verborgen geblieben. "Antonio und Alfa Romeo sehen im Moment richtig stark aus, wir müssen also sicherstellen, dass wir sie hinter uns halten", gibt der 23-Jährige die Marschroute vor.

Dafür hofft Russell auch wieder auf genug Getränkevorrat im Rennen. Denn ähnlich wie bei Sergio Perez in Austin quittierte bei Russell in Mexiko die Trinkflasche ihren Dienst. "Es war nicht ganz so schlimm, es war halt ziemlich trocken", erklärt Russell. Sein Mund sei nach dem Rennen "trocken wie die Sahara" gewesen. Entsprechend habe er "mein Glas Wasser nach dem Rennen genossen".

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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