George Russell hadert: Pace für Q2 wäre locker da gewesen

Laut George Russell hätte Williams locker in Q2 einziehen können, allerdings bekam der Brite seine Runde durch eine beeinträchtigte Outlap nicht zusammen

George Russell hadert: Pace für Q2 wäre locker da gewesen

Sein letztes Qualifying für Williams ging für George Russell in die Hose. Der Brite musste sich in Abu Dhabi als 17. seinem Teamkollegen geschlagen geben und schied bereits in Q1 aus. "Das ist ziemlich frustrierend, weil ich das Gefühl hatte, dass wir locker die Pace gehabt hätten, um in Q2 zu kommen - und vielleicht sogar mehr", hadert er.

Laut Russell habe sich der FW43B so gut angefühlt, wie schon lange nicht mehr, doch Russell konnte es in seiner gezeiteten Runde nicht zusammenbekommen. Doch weil er die Pace hatte, wollte er versuchen, eine schnelle, eine langsame und wieder eine schnelle Runde zu fahren. "Die Möglichkeit war nach der roten Flagge da", sagt er.

"Doch als wir rausfuhren, waren alle auf ihren Push-Runden und ich auf meiner Aufwärmrunde. Und ich hatte einfach nicht die Outlap, die ich mir gewünscht hätte. Meine Reifen waren einfach nicht im Fenster", ärgert er sich. Am Ende verpasste er den Einzug in Q2 um knapp zwei Zehntelsekunden.

Mehr noch: Bereits zum zweiten Mal in vier Rennen verlor er das Duell gegen Teamkollege Nicholas Latifi (zur Übersicht der Duelle). Bis Brasilien hatte Russell eine weiße Weste, doch nun folgte die nächste Niederlage. Für den Kanadier hat Russell ein paar lobende Worte übrig: "Er hat sich ziemlich gut gemacht", sagt er.

 

"Er war immer da, hat aber im vergangenen Jahr im Qualifying ein paar Fehler gemacht, die er in diesem Jahr nicht gemacht hat. Daher kommt seine wahre Pace ein bisschen mehr zum Vorschein", sagt der Williams-Pilot.

"Ich weiß aus erster Hand, wie schwierig unser Auto am Limit zu fahren ist. Es ist ziemlich einfach, einen Fehler zu machen", so Russell. "Ich hoffe für ihn, dass er im kommenden Jahr ein stabileres und konstanteres Auto hat, dann wird seine wahre Pace noch mehr zum Vorschein kommen."

Morgen werden beide noch ein letztes Mal gemeinsam als Teamkollegen antreten. Während Latifi bei Williams bleiben wird, verabschiedet sich Russell in Richtung Mercedes. "Nach dem Rennen wird es vermutlich etwas emotional werden", sagt Russell. "Aber erst habe ich einen Job zu tun, und der heißt: Alfa Romeo besiegen. Darauf liegt unser gesamter Fokus."

Allerdings hat Williams einen komfortablen Vorsprung von zehn Punkten auf die Konkurrenten - das sollte unter normalen Umständen reichen. Der achte Platz bei den Konstrukteuren (zum WM-Stand) wäre aus Williams-Sicht eine kleine Überraschung, denn laut Russell hatte Alfa Romeo das Jahr über gesehen einen Performance-Vorteil.

"Sie hätten bei zehn Rennen Punkte holen können, aber aus irgendwelchen Gründen - sei es eine schlechte Strategie, Fehler oder was auch immer - haben sie es verpasst", meint Russell. "Sie hatten definitiv die Pace, um besser zu sein. Aber das zeigt, was für einen tollen Job wir als Rennteam gemacht haben, um davon zu profitieren und vor einem Team zu liegen, das einen Vorteil hat."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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