George Russell: "Ich habe auf die Kollision bei Ferrari gewartet"
George Russell beobachtete das Ferrari-Duell aus der Distanz und schwärmt nun vom intensiven Rad-an-Rad-Gefecht zwischen Hamilton und Leclerc
George Russell als Verfolger der beiden Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton und Charles Leclerc
Foto: Sutton Images
Mercedes-Fahrer George Russell zeigte sich nach dem Grand Prix von China 2026 in Shanghai erstaunt darüber, dass Lewis Hamilton und Charles Leclerc in ihrem Duell nicht miteinander kollidiert sind. "Ehrlich gesagt habe ich nur auf die Kollision gewartet - aber irgendwie ist das nicht passiert", sagte Russell.
Er schwärmt: "Es war eines der aggressivsten Duelle, das ich seit längerer Zeit gesehen habe. Wenn es nicht darum gegangen wäre, das Rennen zu gewinnen, dann wäre dieser Kampf durchaus unterhaltsam gewesen. Aber natürlich war es in dem Moment etwas frustrierend, zuzusehen, wie Andrea Kimi Antonelli vorne davonzog."
Hamilton und Leclerc äußerten sich nach dem Rennen ähnlich begeistert wie Russell. Vor allem Hamilton wirkte angetan: "Mit den neuen Autos lässt sich deutlich leichter folgen, viel besser als in den vergangenen Jahren. Man kann sehr nahe heranfahren. Es gibt nicht mehr so viele Verwirbelungen, bei denen Abtrieb verloren geht."
"Das beste Racing" laut Lewis Hamilton
Der siebenmalige Weltmeister nannte sogar ein Superlativ: "Ich glaube, das ist das beste Racing, das ich in der Formel 1 bisher erlebt habe. Dass alle so eng beieinander fahren können, ist großartig. Hoffentlich bleibt das über das Jahr hinweg so."
Hamilton fühlte sich an seine Anfänge im Motorsport erinnert und erklärte: "Es fühlte sich an wie Kartfahren - hin und her, hin und her. Das Auto ließ sich wirklich gut positionieren, und manchmal war zwischen uns nur noch ein hauchdünner Spalt, fast wie ein Blatt Papier. Trotzdem haben wir uns nicht berührt. Das ist ein Verdienst großartiger Fahrer und gegenseitigen Respekts."
Hier weicht Hamilton jedoch von einer früheren Aussage ab, in der er erklärt hatte, es habe einen "Kuss" zwischen ihm und Leclerc gegeben - ihre Autos hätten sich im Duell einmal leicht berührt.
Insgesamt bezeichnete Hamilton das neue Vorgehen im Zweikampf als "sehr, sehr anspruchsvoll, weil die Batterienutzung nun eine entscheidende Rolle spielt. "Man muss sich mehr reindenken und analysieren als in jeder anderen Ära meiner Karriere", sagte Hamilton. "Sehr akribisches Arbeiten ist nötig, mit großer Aufmerksamkeit für jedes noch so kleine Detail."
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.