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George Russell: Wie ihm die virtuellen Rennen geholfen haben

Obwohl die virtuellen Formel-1-Rennen nicht besonders realistisch waren, erklärt George Russell, warum sie für ihn persönlich trotzdem sehr nützlich gewesen sind

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George Russell: Wie ihm die virtuellen Rennen geholfen haben

George Russell hat die virtuelle Grand-Prix-Serie der Formel 1 als inoffizieller Champion beendet. Der Williams-Pilot siegte bei den letzten vier Rennen der Serie und mauserte sich im Laufe der Wochen und Monate zum stärksten virtuellen Piloten. Russell erklärt, warum er dabei auch eine wichtige Lektion für seine echte Karriere gelernt hat.

"Als ich mit diesem E-Sport angefangen habe, da wollte ich gewinnen. Ich tue nichts einfach nur so. Ich wollte gewinnen", stellt er gegenüber 'The Race' klar. Umso frustrierender war es für ihn, dass er mit dem virtuellen Auto zu Beginn überhaupt nicht zurechtkam. Denn wirklich realistisch ist das verwendete Spiel F1 2019 für die echten Formel-1-Piloten nicht.

"Das wollte ich korrigieren", erklärt Russell im Hinblick auf seine anfänglichen Rückschläge und ergänzt: "Wenn du extrem talentiert bist, aber keine harte Arbeit investierst, dann kommst du nicht weit." Bei ihm sei das Gegenteil der Fall gewesen. Er habe kein besonderes Talent für die virtuellen Rennen gehabt, dafür aber umso härter gearbeitet.

Ohne Fleiß kein Preis ...

"Ich war zwei Wochen lang frustriert und dachte mir: 'Ich trainiere so viel, aber es führt zu nichts.' Ich fuhr einfach nur immer weiter im Kreis und machte mich selbst verrückt. An einem Tag wachte ich dann auf, sprang [in den Simulator], und es hat einfach 'Klick' gemacht", berichtet er. Das sei der Wendepunkt gewesen.

"Ein oder zwei Tage vorher hätte ich einfach sagen können: 'Okay, das ist nichts für mich, das liegt mir nicht. Ich lasse es einfach. Ich bin ein echter Fahrer und kein E-Sport-Fahrer.' Aber bei manchen Dingen muss man einfach durchhalten. Das ist die größte Lektion, die ich gelernt habe", verrät der Williams-Pilot, dessen harte Arbeit sich auszahlte.

Und tatsächlich sei er durch die virtuellen Rennen (zumindest im Simulator) sogar schneller geworden. Er verrät, dass er kürzlich zum ersten Mal seit Monaten wieder im Williams-Simulator gesessen habe. Er berichtet: "Meine ersten zwei Runden waren mehrere Sekunde langsamer. Ich dachte mir: 'Oh Gott, das wird ewig dauern.'"

Im Williams-Simulator schneller als vorher

"Aber in meiner 14. Runde war ich dann schneller als vor Australien und nach Barcelona - mit dem exakt gleichen Set-up [wie damals]. Da war ich erstaunt", so Russell, der davon ausgeht, dass er das auch seinen E-Sport-Ausflügen zu verdanken hat. "Nachdem ich einmal wieder im Rhythmus war, war es unglaublich", berichtet er.

"Auch wenn es ein paar Runden gedauert hat, bis ich mich wieder daran gewöhnt hatte, wie sich ein Formel-1-Auto im Vergleich zu einem Formel-1-Auto am Computer anfühlt, war ich sofort wieder da", verrät er. Durch die virtuellen Rennen, habe er seinen Körper und seinen Verstand in der langen Corona-Zwangspause fit gehalten.

Wirklich realistisch waren die virtuellen Rennen zwar nicht. Doch Russell erklärt: "Letztendlich fährt man auch da einfach nur. Man muss so spät wie möglich bremsen, so viel Speed wie möglich mit durch die Kurven nehmen, früh aufs Gas gehen." Es gebe die gleichen Grundwerte wie beim echten Racing - wenn auch auf andere Art und Weise.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Urheber Ruben Zimmermann