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George Russell: McLaren, Alpine und Williams haben den gleichen Motor

George Russell schnappt sich souverän die Poleposition in Melbourne - Toto Wolff ist froh, dass Ground-Effect-Ära vorbei ist und Mercedes bei alter Stärke

George Russell mit souveräner Pole: Mercedes "wie in guten alten Tagen"

George Russell holt die Pole beim Formel-1-Rennen in Australien 2026

Foto: Formel 1

Erlebt die Formel 1 eine totale Mercedes-Dominanz wie bei der großen Regeländerung zur Saison 2014? Damals gewannen Nico Rosberg und Lewis Hamilton zusammen 16 der 19 Saisonrennen - und das mit teilweise so großem Abstand auf die Konkurrenz, dass die Silberpfeile nicht einmal alles aus dem Auto herausholen mussten.

Der Abstand im Qualifying von Melbourne 2026 (im Liveticker verfolgen) lässt zumindest Ähnliches erahnen: Fast acht Zehntelsekunden fehlten dem ersten Verfolger auf die Polezeit von George Russell, der zusammen mit Teamkollege Andrea Kimi Antonelli die erste Startreihe am Sonntag besetzen wird.

Für Mercedes scheint es nach der enttäuschenden Ground-Effect-Ära die Rückkehr zur alten Stärke zu sein. Das bestätigt auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Ich bin einfach so froh, dass diese unberechenbaren Ground-Effect-Autos weg sind und wir endlich wieder das tun, was wir am besten können", sagt er gegenüber Sky.

"Klar, diese Autos haben an Abtrieb verloren, aber wenn man sich die aerodynamische und mechanische Seite ansieht, dann fuhr das Auto heute zumindest wie auf Schienen", lobt der Österreicher.

Wie in guten alten Zeiten

"Und wenn der Fahrer dieses Vertrauen hat, dann kommt eben so etwas dabei heraus. Es ist einfach das Zusammenspiel aus Fahrer, Chassis und Motor - heute hat alles zusammengepasst, um das Ding auf Pole zu stellen."

Russell selbst fühlte sich im Auto sichtlich wohl: "Es fühlt sich mehr an wie der Mercedes aus den guten alten Zeiten", strahlt er. "Ich war ehrlich gesagt ziemlich erleichtert, als ich es zum ersten Mal gefahren bin." Das sieht auch Wolff so: "Ich glaube, das Auto liegt ihm einfach."

Aber natürlich liegt es nicht nur an Russell, denn auch Antonelli konnte in die erste Startreihe fahren, obwohl das Auto nach seinem Unfall im Freien Training zuvor laut Wolff "wie ein Lego-Formel-1-Auto, das man auf den Boden geschmissen hat", aussah.

"Ich weiß gar nicht, wen ich zuerst loben will, aber wahrscheinlich die Mechaniker rund um Matt Deane, die Unglaubliches geleistet haben", sagt er. Denn das Auto von Antonelli fahrbereit zu bekommen, sei schon eine "unglaubliche Mannschaftsleistung" gewesen. "Es war nicht abgestimmt, da war kein Set-up drauf", so Wolff.

Russell: McLaren hat den gleichen Motor

Mercedes scheint in der Vorbereitung auf die Saison also einiges richtig gemacht zu haben - und das nicht nur auf der Motorenseite, wo den Silberpfeilen häufig der beste Antrieb nachgesagt wird, was aber unter anderem auch durch ein Verdichtungsverhältnis getragen wird, das wohl den erlaubten Grenzwert überschreitet.

Doch dass die Dominanz nur am Motor liegt, will Russell nicht gelten lassen: "Die Leute scheinen zu vergessen, dass McLaren denselben Motor hat wie wir, genau wie Williams und Alpine - und das Auto ist einfach eine Wucht", sagt er.

Dem aktuellen Weltmeisterteam McLaren fehlten mehr als acht Zehntelsekunden auf die Polezeit, während Alpine und Williams nicht über Rang 14 hinauskamen.

Doch Qualifying ist Qualifying, im Rennen werden die Punkte vergeben. Das weiß man auch bei Mercedes: "Wir müssen weiter pushen", warnt Russell. "Morgen geht es darum, gut vom Fleck zu kommen, heil durch die erste Kurve zu kommen und das Rennen zu kontrollieren."

"Auch bei den Boxenstopps müssen wir aufpassen. Es ist also nicht so, dass das Wochenende schon gelaufen wäre und wir die Füße hochlegen könnten. Das ist erst der Anfang und wir müssen sicherstellen, dass wir morgen über nichts stolpern."

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