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Geschenk für Sauber: Was war in der schwarzen Tüte von Mercedes?

Sauber bekam von Mercedes nach dem Rennen in Silverstone eine schwarze Tüte vorbeigebracht: Warum und was da drin war, erklärt Bradley Lord

Geschenk für Sauber: Was war in der schwarzen Tüte von Mercedes?

Auch dank Mercedes konnte in Silverstone der Champagner fließen

Foto: LAT Images

Das erste Podium von Nico Hülkenberg im 239. Start seiner Karriere war die große Geschichte beim Formel-1-Rennen in Silverstone. Es gab eigentlich kaum einen Fahrer und Konkurrenten, der sich nicht für den Deutschen gefreut hatte, der damit seinen großen Makel endlich beseitigt hatte.

Zu den ersten Gratulanten gehörte auch das Mercedes-Team. Nur wenige Minuten nach der Zieldurchfahrt ging eine Mitarbeiterin des Rennstalls in Richtung Sauber-Box - in der Hand eine große schwarze Tüte mit den Worten: "Herzlichen Glückwunsch zum ersten Podest! Dein Mercedes-Team"

Darin befand sich Champagner, mit dem der Schweizer Rennstall auf seinen Erfolg anstoßen konnte. "Nach dem Rennen ist es bei uns üblich, dass wir bei besonderen Momenten - zum Beispiel wenn ein Team ein unerwartetes Ergebnis holt oder ein Fahrer seinen ersten Erfolg feiert - eine oder zwei Flaschen Champagner runterschicken", verrät Mercedes-Kommunikationsleiter Bradley Lord.

Dies sei einfach als kleine Geste von einem anderen Mitglied der Motorsport-Community gedacht, um zu sagen: "Gut gemacht!"

"Das haben wir auch diesmal gemacht. Und ich glaube, bei Sauber hatten sie tatsächlich keinen Champagner zur Hand - deshalb kam das ziemlich überraschend, aber sicher auch sehr gelegen", sagt Lord in einem Video auf dem YouTube-Kanal des Mercedes-Teams. "Ich bin mir sicher, sie haben ihn gut genutzt!"

Für ihn ist das "einfach ein schönes Beispiel dafür, dass wir auf der Strecke zwar erbitterte Konkurrenten sind, aber im Fahrerlager trotzdem eine Gemeinschaft bilden", so Lord. "Es freut uns immer, wenn jemand einen besonderen Meilenstein erreicht oder etwas zum ersten Mal schafft."

Das Podium von Nico Hülkenberg sei laut ihm "zweifellos die Feel-Good-Story" gewesen. Und über Force India, die damals mit Mercedes-Motoren unterwegs waren, besitzt Hülkenberg auch eine Verbindung zu den Silberpfeilen.

Und Lord erinnert sich auch noch sehr gut an das 125-jährige Jubiläum von Mercedes im Motorsport. "Nico fuhr damals den W25, also das originale Rennfahrzeug von 1934. Und die Mechaniker aus der Klassik-Abteilung waren total beeindruckt, wie gut er mit dem Auto zurechtkam, wie schnell er sich angepasst hat und wie viel fahrerisches Talent er gezeigt hat", sagt er.

"Der ist in Hockenheim richtig flott unterwegs gewesen - und das mit einem Auto, bei dem man durch die Planken, die den Boden formen, die Straße sehen konnte!"

In Silverstone hat Hülkenberg seinen Speed nun auch in ein echtes Formel-1-Podium ummünzen können.

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