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Max Verstappen glänzt im Miami-Qualifying, während Hadjar klar zurückfällt - Experte Glock erklärt die Gründe für den großen Unterschied

Glock erklärt Verstappen-Magie: Warum Hadjar plötzlich chancenlos ist

Isack Hadjar kam im Qualifying zum Großen Preis von Miami nicht über P9 hinaus

Foto: LAT Images

Mit einer starken Runde hat sich Max Verstappen im Qualifying zum Großen Preis von Miami überraschend auf Platz zwei geschoben. Der Red-Bull-Pilot bestätigte damit einmal mehr seine Ausnahmestellung - und setzte gleichzeitig ein deutliches Zeichen im teaminternen Duell.

Denn Teamkollege Isack Hadjar konnte nicht mithalten. Der Franzose belegte nur Rang neun und hatte rund acht Zehntelsekunden Rückstand auf Verstappen. Bereits im Sprint-Qualifying lag der Abstand sogar bei etwa einer Sekunde.

Ein klares Bild - und eines, das Erinnerungen an frühere Teamduelle bei Red Bull weckt. Und das, obwohl Hadjar eigentlich gut in die Saison 2026 gestartet war.

Glock erklärt Unterschied: "Das ist Verstappens Stärke"

Für Timo Glock liegt der Grund auf der Hand. "Das ist die Stärke von Max Verstappen", erklärt der Sky-Experte. Entscheidend sei vor allem dessen Fähigkeit, Veränderungen am Auto sofort zu verstehen und umzusetzen.

Verstappen erkenne unmittelbar, wo Potenzial steckt - und könne gemeinsam mit seinem Ingenieur gezielt daran arbeiten, das Auto noch aggressiver auf seinen Fahrstil zuzuschneiden. "Er weiß genau, in welche Richtung er gehen muss", so Glock.

Genau daran scheitern laut Glock viele Teamkollegen: Sie benötigen mehr Zeit, um sich anzupassen. Ein Muster, das sich nun offenbar auch bei Hadjar zeigt.

Telemetrie zeigt Schwächen: Hadjar verliert im zweiten Sektor

Ein Blick auf die Daten bestätigt diese Einschätzung. Den größten Teil seiner Zeit verliert Hadjar im zweiten Sektor - insbesondere in den langsamen Kurven. Dort kann Verstappen seine Stärken im Handling und in der Fahrzeugkontrolle ausspielen.

Doch auch darüber hinaus ist der Weltmeister schneller: In nahezu allen Streckenabschnitten liegt er vorne, wenn auch teilweise nur in kleinen Schritten. Genau diese summieren sich jedoch zu einem deutlichen Gesamtunterschied.

Hadjar selbst bestätigt die Schwierigkeiten: "Das Auto ist sehr schwer zu fahren, aber auch sehr schnell." Vor allem eine saubere Runde habe er nicht hinbekommen - kleine Fehler summierten sich über die gesamte Strecke.

Hadjar selbstkritisch: "Max war einfach besser"

Der Red-Bull-Junior zeigt sich nach dem Qualifying reflektiert. Er habe Fortschritte gemacht, insbesondere im Vergleich zum Vortag, doch entscheidend sei gewesen, dass er die Runde nicht "zusammenbekommen" habe.

Ein Problem sei bereits in Kurve 1 entstanden: "Wenn du da einen Fehler machst, kompromittierst du auch die nächsten Kurven." Hinzu kamen steigende Reifentemperaturen und Schwierigkeiten bei der Fahrbarkeit sowie Topspeed.

Trotzdem zieht Hadjar auch Positives aus dem Tag: "Wenn ich mir die Daten anschaue, bin ich zufrieden mit dem, was ich geschafft habe." Gleichzeitig erkennt er die Leistung seines Teamkollegen an: "Max hat einfach alles perfekt zusammengebracht."

Die Situation erinnert an frühere Konstellationen bei Red Bull Racing: Sobald Verstappen auf Topniveau performt, geraten seine Teamkollegen oft unter Druck.

Hadjar steht nun vor genau dieser Herausforderung. Die Pace ist grundsätzlich vorhanden, doch die Konstanz und das perfekte Zusammensetzen einer Runde fehlen noch. In einem so engen Feld wird genau das zum entscheidenden Faktor.

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