GP von Saudi-Arabien soll für mindestens ein Jahrzehnt im F1-Kalender bleiben

Die Formel 1 erwartet, dass der Grand Prix in Saudi-Arabien für mindestens zehn Jahre stattfinden wird - "Nur längerfristige Investition ist sinnvoll", heißt es

GP von Saudi-Arabien soll für mindestens ein Jahrzehnt im F1-Kalender bleiben

Mit dem Grand Prix von Saudi-Arabien weitet die Formel 1 ihre Präsenz im mittleren Osten ab dieser Saison aus. Vom 3. bis 5. Dezember 2020 wird sie auf einem Straßenkurs in Dschidda gastieren, bevor die Veranstaltung 2023 auf eine eigens dafür gebaute Strecke Strecke in Qiddiya verlegt werden soll.

Chloe Targett-Adams, die als Direktorin für die Formel-1-Rennpromotion auch die Kalenderplanung betreut, freut sich über den Zuwachs: "In Bezug auf Saudi-Arabien war es phänomenal, dass wir in der Lage waren, diesen Deal während der Pandemie zu vereinbaren, zu unterzeichnen und zu verkünden."

Saudi-Arabien sei nicht nur ein Ort, "von dem wir wirklich begeistert sind, dort Rennen zu fahren", sondern auch mit einer "längerfristigen Vision" verbunden, den Sport in der Region weiter auszubauen, erklärt Targett-Adams weiter.

Mit Vorbereitungen auf Formel-1-Premiere zufrieden

"Wir haben bereits zwei großartige Partner im Mittleren Osten, mit Abu Dhabi und Bahrain, beides langfristige Beziehungen, unglaublich erfolgreich." Daran wolle man mit einem Ort wie Saudi-Arabien, "der eine sehr junge Demographie, eine große Bevölkerung und ein großes Interesse am Motorsport und der Automobilbranche hat", anknüpfen.

Targett-Adams weiß: "Das erste Rennen in diesem Jahr in Dschidda findet auf einem provisorischen Straßenkurs statt, der bereits Formen annimmt, was auch während einer Pandemie keine leichte Aufgabe ist." Das Team vor Ort mache dabei "einen phänomenalen Job", lobt die Kalenderverantwortliche die Fortschritte.

Auf die Frage, wie lange das Rennen im Formel-1-Kalender bleiben wird, hält sie fest: "Als Minimum sehen wir auf jeden Fall ein Jahrzehnt, wenn nicht länger."

Targett-Adams erwartet "Lernprozess auf beiden Seiten"

"In Anbetracht der Vision 2030 und der Ziele, die sie erreichen wollen, ist eine längerfristige Investition sinnvoll, um das Interesse an der Formel 1 und dem Motorsport im Land zu steigern. Und wenn man sich einige der Initiativen anschaut, die das Land derzeit unternimmt, dann ist das natürlich ein Lernprozess auf beiden Seiten."

Damit spricht Targett-Adams die öffentliche Kritik an, die die Veranstaltung in Saudi-Arabien aufgrund der dortigen Menschenrechtslage hervorgerufen hat. In dem Zusammenhang betont sie: "Ich denke, es ist wirklich wichtig, diese Frage zu stellen."

"Aus der Perspektive der Formel 1 entscheiden wir uns, mit Partnern zusammenzuarbeiten. Und wir haben einen vertraglichen Rahmen, der unsere Erwartungen in Bezug auf die Menschenrechte festlegt und wie wir erwarten, dass unsere Mitarbeiter arbeiten und behandelt werden", erklärt die Direktorin für Rennpromotion.

Und sie betont: "Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit unseren Projektträgern und ihren staatlichen Interessenvertretern in Bezug auf diese Anforderungen. Es ist also etwas, mit dem wir uns aktiv auseinandersetzen und uns über diese Kultur und Bräuche informieren und mit unseren Veranstaltern vor Ort zusammenarbeiten."

Mit Bildmaterial von Qiddiya Grand Prix.

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