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"GP2-Motor": Alonso bereut Funkspruch & räumt mit "Lügen" auf

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"GP2-Motor": Alonso bereut Funkspruch & räumt mit "Lügen" auf
Autor:
02.02.2020, 09:12

Fernando Alonso will nach seiner Formel-1-Karriere mit einigen Mythen aufräumen, unter anderem Brasilien 2012 - Der "GP2"-Funkspruch sollte nie öffentlich werden

Fernando Alonso spielte in seiner aktiven Formel-1-Zeit in so mancher Kontroverse die Hauptrolle. Doch viele Erzählungen über seine Karriere seien einfach nur Lügen, entgegnet der Spanier. Den mittlerweile legendären Funkspruch "GP2-Motor" bereut er heute.

Das Saisonfinale 2012 in Brasilien war eines jener Rennen, in denen Alonso eine große Niederlage einstecken musste - erneut. Hat er doch schon 2010 den WM-Titel gegen Sebastian Vettel und Red Bull verloren. Zwei Jahre später wurde ihm der Traum in Rot erneut versagt.

Trotz dieser schmerzlichen Niederlagen schaue er mit einem "Lächeln" auf seine Ferrari-Jahre zurück. In dieser "emotional intensiven" Zeit habe er alles gegeben, um seinen Lebenstraum zu erfüllen. Sinnbild für die WM-Entscheidung 2012 wurde eine Aufnahme Alonsos im Parc ferme in Interlagos.

Unter Schock? "Nein, ich wollte Felipe umarmen"

Die TV-Kamera hielt das Bild des mit bleichem Gesicht ins Leere starrenden Asturiers fest. Man konnte den Eindruck gewinnen, Alonso wäre in seiner Ehre gekränkt. "Das sind alles Lügen, die über meine Karriere erzählt werden, aber nicht die Wahrheit", entgegnet er im Interview mit unserem Schwestermagazin 'F1 Racing'.

Der 38-Jährige kann sich noch genau an die Minuten nach dem Brasilien-Grand-Prix erinnern. Er sei aus dem Auto ausgestiegen und habe auf seinen damaligen Teamkollegen Felipe Massa geschaut. "Der hat aus welchem Grund auch immer nicht mehr zu weinen aufgehört. Sein Mechaniker und seine Frau waren bei ihm."

Alonso behauptet, er sei dort im Parc ferme gestanden und habe auf Massa gewartet, als die TV-Kamera sein Gesicht unter dem geöffneten Helmvisier einfing. "Ich habe auf ihn gewartet, um zu sehen, ob es ihm gutgeht. Danach wurde behauptet, dass ich unter Schock stand und traurig war - nein. Ich wollte Felipe umarmen."

 

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Mit noch einer Behauptung will der Le-Mans-Sieger aufräumen: "Ich habe Leute sagen hören, ich sei sehr egoistisch gewesen. Bei Ferrari und anderen Teams habe ich mein Preisgeld aber immer mit meinen Mechanikern geteilt", verrät er.

Ein Podestplatz oder ein Sieg seien schließlich niemals nur allein sein Verdienst gewesen. "Wenn ich also 30.000 Dollar gewonnen hatte, habe ich das mit dem Team geteilt." Er hält außerdem fest, dass er Ferrari ursprünglich nicht verlassen wollte, doch als 2014 die Kritik an ihm immer größer wurde, verabschiedete er sich.

Im Sommer davor regte Alonso mit Aussagen rund um seinen Geburtstag auf. Er wurde gefragt, was er sich wünschen würde, woraufhin er mit den Worten "das Auto von jemand anderen" zitiert wurde. In der Ferrari-Führungsetage stieß diese Aussage auf Unverständnis. Präsident Luca di Montezemolo habe sogar gedroht, ihn aus dem Team zu werfen.

"Der GP2-Motor gewinnt jetzt Rennen"

"Nein, ich habe gesagt, ich will das schnellste Auto", erklärt Alonso. "Im Ferrari war ich 0,8 Sekunden langsamer [als die Spitze]. Am nächsten Tag lauteten die Schlagzeilen, ich wolle einen Red Bull. Ja, das war damals zwar das schnellste Auto, aber ich wollte doch den Ferrari nicht blau umlackieren."

Das sei eben ein Unterschied. Er wollte damit sein Team extra motivieren. "Massa hat das auch gesagt, oder sogar noch Schlimmeres." Nach der Saison 2014 zerbrach die Beziehung zwischen dem stolzen Spanier und der Scuderia endgültig. Er suchte Unterschlupf bei einem alten Bekannten.

Alonso wechselte 2015 zurück zu McLaren, seine Differenzen mit Ron Dennis räumte er aus. Doch schon bald sollte eine andere Aussage die Honda-Ingenieure in Sakura tief enttäuschen. Beim Heimrennen der Mannschaft schimpfte der zweifache Weltmeister über den Antrieb.

"GP2-Motor", schrie er in den McLaren-Boxenfunk. Eine Aussage, die er heute bereut. "Das kam vor lauter Frust aus mir heraus. Vielleicht hätte ich es nicht sagen sollen. Aber immerhin habe ich es nicht bei einem Interview oder Pressekonferenz gesagt. Ich habe es zu meinem Ingenieur in einer privaten Unterhaltung gesagt, [die ausgestrahlt wurde]."

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Alonso wollte nicht, dass der Funkspruch je an die Öffentlichkeit gerät. Nach der öffentlichen verbalen Vernichtung hinterließ der Asturier auch in Japan verbrannte Erde. "Aber der Motor war sehr schlecht. Im ersten Jahr in Jerez sind wir in vier Tagen sieben Runden gefahren. Jetzt gewinnt Honda Rennen."

Mit Red Bull schaffte der Motorbauer den Imagewandel, mit Max Verstappen gelangen schon im ersten Jahr drei Siege. "Jetzt erhalte ich viele Nachrichten, in denen steht: 'Der GP2-Motor gewinnt jetzt, das sollte ein trauriger Tag für dich sein'. Ich bin aber glücklich, denn der Motor in meinem Auto war nicht derselbe, mit dem sie in Brasilien gewonnen haben."

Würde Verstappen nun diese Performance erleben, könne sich Alonso nicht vorstellen, dass er wohlwollender sprechen würde. "2015 habe ich gekämpft, um es aus Q1 zu schaffen. Wir hatten 575 Strafplätze! Ich sage eben Dinge, die ich denke und glaube."

Mit Bildmaterial von LAT.

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