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Cadillac präsentiert seine Farben im Rahmen des Super Bowls

Foto: Cadillac Cadillac

Es war ein Highlight zur besten Sendezeit: Cadillac nutzte die gigantische Bühne des Super Bowls, um der Welt erstmals die Farben für den Formel-1-Einstieg 2026 zu präsentieren. Während das Auto mittlerweile bei Testfahrten in Bahrain seine ersten echten Runden dreht, gewährt das Team nun tiefe Einblicke hinter die Kulissen der Geburtsstunde dieses Projekts.

Nach einem langen, oft steinigen Weg steht Cadillac als elftes Team in den Startlöchern. Dank der Kraft von General Motors im Rücken wurden die Verantwortlichen der Königsklasse schließlich vom Mehrwert des US-Giganten überzeugt.

Dass sich Cadillac sich als stolze amerikanische Marke versteht, daraus macht das Unternehmen kein Geheimnis. Die Deisgn-Enthüllung wurde bewusst mit der ikonischen "Mond-Rede" von John F. Kennedy aus dem Jahr 1962 untermalt. Ein klares Signal: Die Formel 1 ist für Cadillac die nächste große Mission.

"Das ist die größte Underdog-Story, die man sich vorstellen kann", erklärt Geschäftsführer Dan Towriss. "Es ist das erste Design für das Cadillac-Formel-1-Team. Wir wollten es auf der größtmöglichen Bühne zeigen - und das auf eine Art und Weise, wie es noch nie zuvor gemacht wurde."

Hollywood-Technik für den Formel-1-Boliden

Um das Auto filmisch in Szene zu setzen, griff Cadillac tief in die Trickkiste der Filmindustrie. Gedreht wurde in einem virtuellen Produktionsstudio, wie man es von Blockbustern wie "The Mandalorian" kennt. Riesige LED-Wände projizieren dabei Hintergründe, die sich mit der Kamera bewegen und so für realistische Lichtreflexionen auf dem Chassis sorgen.

Regisseur Sam Pilling wollte dabei den Spagat zwischen Tradition und Moderne schaffen: "Der Film sollte zukunftsorientiert wirken, aber gleichzeitig ikonisch und zeitlos sein. Wir wollten die Zuschauer mit auf die Reise nehmen und den Schweiß und die Tränen zeigen, die nötig waren, um Cadillac überhaupt an die Startlinie zu bringen."

Dass dabei jedes Detail stimmen muss, betont VFX-Supervisor Andrew Proctor: "Gute visuelle Effekte brauchen immer eine reale Basis. Wir müssen sicherstellen, dass der Film die Formel-1-Fans anspricht und technisch akkurat ist - denn das ist ein Sport, in dem es nur auf Details ankommt."

Das 20-Millionen-Dollar-Investment

Der Stolz auf das Geleistete hat jedoch seinen Preis. Laut Towriss verschlang die Werbekampagne rund 20 Millionen US-Dollar. Ein Investment, das sich erst langfristig auszahlen soll.

"Es wird wahrscheinlich zwei Jahre dauern, bis das Team operativ in die schwarzen Zahlen kommt oder den Break-even erreicht", rechnet Towriss vor. Dennoch zeigt er sich optimistisch: "Ich denke, wir liegen aktuell über unseren ursprünglichen Prognosen, wenn man bedenkt, was nötig war, um überhaupt in die Formel 1 zu kommen."

Am Ende geht es aber nicht nur um nackte Zahlen, sondern um Emotionen. Pilling hofft, dass der Funke überspringt: "Ich möchte, dass die Leute Vorfreude spüren. Und letztlich sollen die Amerikaner stolz darauf sein, dass sie jetzt ein echtes Teil der Formel-1-Szene sind."

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