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"Große Wende": Brown von Racing-Point-Rückzug im "Copygate" überrascht

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"Große Wende": Brown von Racing-Point-Rückzug im "Copygate" überrascht
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble

Dass Racing-Point seine Berufung gegen das FIA-Urteil zurückzog, kam für McLaren-Teamchf Zak Brown unerwartet - "Im Widerspruch zu den eigenen Absichten"

Nachdem im "Copygate"-Skandal um Racing-Point ein Urteil gefallen war, legten sowohl das Team selbst als auch einige Konkurrenten Berufung ein, zogen diese wenig später einer nach dem anderen jedoch wieder zurück. Auch Racing-Point selbst erklärte sich mit der Strafe am Ende einverstanden und ließ den Fall auf sich beruhen.

McLaren-Teamchef Zak Brown hatte damit nicht gerechnet, wie er gesteht: "Ich war überrascht, dass sie sich zurückzogen, denn er wollte es durchziehen, um seinen Namen von jeglichem Fehlverhalten reinzuwaschen."

Mit "er" ist Racing-Point-Teameigner Lawrence Stroll gemeint, der zunächst öffentlich erklärt hatte, das Urteil der FIA - Punkteabzug und eine hohe Geldstrafe - nicht akzeptieren zu wollen. "Ich bin äußerst wütend über jede Andeutung, dass wir hinterhältig waren oder betrogen haben", sagte der kanadische Milliardär damals.

Brown sieht Widerspruch zu ursprünglicher Absicht

Und weiter: "Ich habe in meinem Leben noch nie bei irgendetwas betrogen. Diese Anschuldigungen sind völlig inakzeptabel und nicht wahr. Meine Integrität - und die meines Teams - steht außer Frage. Alle bei Racing Point waren schockiert und enttäuscht über die FIA-Entscheidung und halten an unserer Unschuld fest."

Brown hält daher fest: "Es war eine große Wende, dass sie sich zurückgezogen haben. Das stand im Widerspruch zu dem, was er sagte, was seine Absichten waren."

McLaren ließ die Berufung seinerseits fallen, nachdem die FIA eine Regelverschärfung angekündigt hatte, um Nachahmungen in der Formel 1 zu unterbinden. Für Brown ein klares und richtiges Zeichen. "Es war sehr wichtig, und ich bin froh, dass sie sich schnell darum gekümmert haben, und sie nehmen es ernst", sagt er.

McLaren-Teamchef verteidigt neue Nase in Mugello

"Ich glaube, das Problem, das jeder damit hatte, war: 'Moment mal: Was getan wurde, war meiner Meinung nach gegen die Regeln oder den Geist des Sports.' Wenn es also Schlupflöcher gegeben hat, dann sollten wir diese schließen. (...) Auch der FIA hat nicht gefallen, was sie gesehen hat, und sie ist an der Sache dran."

Auf Kritik, dass McLaren beim Grand Prix der Toskana zuletzt selbst eine Nase im Mercedes-Stil getestet hat, reagiert der Teamchef gelassen: "Erstens, es ist eine experimentelle Nase. Zweitens, alles, was wir bei McLaren machen, entwerfen und produzieren wir selbst." Die eigene Haltung werde damit also nicht unterwandert.

"Ich glaube, alle haben darüber gesprochen, wie man sich inspirieren lässt und von dem lernt, was andere Leute da draußen tun. Letzten Endes ist es eine Nase, kein Auto. Wir hatten über zehn Millionen Zeichnungen von dieser Nase."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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