Grund zur Sorge für Russell? Brundle sieht Gefahr durch Kimi Antonelli
TV-Experte Martin Brundle hat in einem Podcast betont, dass sich George Russell durchaus Sorgen über die Konkurrenz im eigenen Haus machen muss
George Russell und Kimi Antonelli steuern vielleicht auf einen WM-Kampf zu
Foto: Sutton Images
Im Rahmen der Sky Sports F1 Show hat Formel-1-Experte Martin Brundle betont, dass ihm anstelle von George Russell die Performance seines Teamkollegen Kimi Antonelli durchaus Sorgen machen würde. Der 19-jährige Italiener führt die WM-Wertung derzeit mit 72 Punkten an.
"Ich denke, er hat verdammt gut ausgesehen", so Brundle. Damit bezieht sich der ehemalige Grand-Prix-Pilot auf Antonellis Leistungen in China und Japan.
Beide Rennen konnte der Youngster für sich entscheiden und sich als jüngster WM-Leader der Formel-1-Geschichte etablieren. "Ich erinnere uns an unsere Show nach China, als Kimis Vater und Toto sagten: 'Schaut mal, vergesst Titelkämpfe, denn er muss lernen, er wird sicherlich Fehler machen.' Und ich dachte, das stimmt mit meiner Wahrnehmung überein."
Von Tag eins an hat Toto Wolff genau diese Fehleranfälligkeit eines jungen Fahrers immer wieder betont. Schon beim ersten Auftritt des Teenagers beim Großen Preis von Italien 2024 hatte sich diese Prognose bewahrheitet, als Antonelli seinen Mercedes in der Parabolica nach nur einer einzigen Runde verlor. Den Vertrag für das Jahr 2025 hatte man im Laufe des Wochenendes trotzdem bestätigt.
George Russell mit Erfahrungsvorteil
Brundle erläutert: "George ist der Favorit, denn es wird Regenrennen und Safety-Car-Restarts und all solche Dinge geben, bei denen die Erfahrung von George sicherlich zum Tragen kommen wird. Aber wenn man sich Kimi im Qualifying und in den Rennen anschaut, dann hatte er Glück mit dem Safety-Car, aber seine Pace war wirklich stark."
Russell fährt dieses Jahr seine achte Formel-1-Saison. Wo der 28-Jährige am Anfang seiner Karriere für den Hinterbänkler Williams ins Lenkrad greifen musste, gehört der Formel-2-Meister von 2018 seit 2022 zum Mercedes-Kader.
Exemplarisch war laut Brundle der Crash von Antonelli in Australien. Statt den Frust aus dem dritten Freien Training mit in die Qualifikation zu schleppen, schaffte es der Italiener auf Anhieb, sich für die erste Startreihe zu qualifizieren.
Berechtigte Sorgen für Russell
"Wenn ich George wäre, dann würde ich mir nach drei Rennen mehr Sorgen machen, als am Anfang der Saison [...]. George hat all diese harten Aufgaben bei Williams bewältigt und ein zwei Extra-Jahre dort verbracht.
Er geht genau dann zu Mercedes, als das Team aufhört zu dominieren, und muss das akzeptieren. Jetzt haben sie wohl endlich ein WM-fähiges Auto, und du würdest sagen, dass George die Oberhand hat, doch plötzlich muss er auf die andere Seite der Garage blicken und sich denken 'Moment mal, das hier ist alles andere als ein Selbstläufer. Ich muss diesen Teenager noch bezwingen.' Und ich glaube, er denkt genau das."
Beim Großen Preis von Miami wird sich zeigen, wie das Duell zwischen Russell und Antonelli weitergeht. Im vergangenen Jahr konnte der Brite sich mühelos gegen den damaligen Rookie behaupten, sowohl im Qualifying als auch in den Rennen.
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