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Günther Steiner: 2021er-Autos sehen nicht mehr wie Formel Ford aus

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Günther Steiner: 2021er-Autos sehen nicht mehr wie Formel Ford aus
Autor:
Co-Autor: Scott Mitchell

Haas-Teamchef Günther Steiner befürwortet die jüngsten Anpassungen beim Konzept für die Formel 1 ab 2021 - Er stellt aber auch klar, dass es noch Baustellen gibt

Die Formel 1 hat ihren Vorschlag für die Autos ab der Saison 2021 noch einmal überarbeitet. Dabei ging es vor allem um die Flügel der Boliden. Haas-Teamchef Günther Steiner zeigt sich damit zufrieden und erklärt: "Optisch ist es schön und geht in die richtige Richtung. Es sieht nicht mehr aus wie ein Formel-Ford-Auto." Gleichzeitig erklärt er aber auch, dass man noch nicht komplett zufrieden sei.

Einerseits begrüßt er den Vorstoß von FIA und FOM, ein fertiges Konzept vorzulegen und den Teams nicht selbst die Regelfindung zu überlassen. "Das ist immer gefährlich, denn die Teams wollen es immer am komplexesten machen", weiß Steiner. Es ist aber auch klar, dass vor allem die Einschnitte bei der Aerodynamik vielen Teams zu weit gehen. Daher müsse man nun einen Kompromiss finden.

Ähnlich hatte sich zuvor auch Toto Wolff geäußert. "Es ist klar, dass niemand eine 'GP1' mit Silhouettefahrzeugen möchte", so der Mercedes-Teamchef. Doch die Zeit drängt, denn im Oktober sollen die Regeln für 2021 finalisiert werden. "Wir müssen hart daran arbeiten", weiß Steiner und erklärt: "Wir haben nach Suzuka noch ein Treffen, und dann muss alles fertig sein."

"Open-Source"-Idee für Steiner "widersprüchlich"

"Wir sollten nicht den 'GP1'-Weg gehen, denn das wäre nicht die DNA der Formel 1. Die Formel 1 lebt von der Technologie", schlägt Steiner in die gleiche Kerbe wie Wolff. Er weiß aber auch: "Wenn man [den Teams] zu viel Freiraum lässt, dann kommt man [an einen Punkt], an dem es sich keiner mehr leisten kann." Daher gehe es nun darum, einen guten Mittelweg zu finden.

Offen ist aktuell auch noch, ob es ab 2021 sogenannte "Open-Source-Parts" geben wird. Teile also, die zwar von den Teams selbst entwickelt werden, deren Design aber für alle öffentlich wäre. "Ich habe das Prinzip nicht komplett verstanden", gesteht Steiner. Er sei aber "immer offen dafür, [neue] Dinge zu probieren", betont er und erklärt: "Wir dürfen nur nicht dickköpfig sein."

Wenn eine Idee nicht funktioniere, dürfe man nicht stur daran festhalten und müsse im Zweifel einfach wieder zurückgehen. Er persönlich kann sich mit dem "Open-Source"-Gedanken aber nicht so recht anfreunden. Denn Haas bezieht aktuell viele Teile für sein Auto von Ferrari - und stand dafür in der Vergangenheit in der Kritik. "Ich denke, es ist ziemlich widersprüchlich", grübelt Steiner.

Steiner warnt: "Schaffen uns neue Probleme"

Einerseits wolle man Haas verbieten, Teile einzukaufen. Andererseits befürworte man nun die "Open-Source"-Idee, die effektiv auch dazu führen könnte, dass man einfach Teile eines anderen Teams abkupfert. Steiner führt das darauf zurück, dass momentan alle Teams nur eigene Interessen verfolgen. Zudem ist ihm noch nicht klar, wie die FIA in diesem Szenario sicherstellen würde, dass sich alle an die Spielregeln halten.

"Wie soll man das überwachen?", fragt Steiner und erklärt: "Ich glaube, da verwirren wir uns selbst. Wir versuchen, eine Lösung dafür zu finden, aber mit jeder Lösung schaffen wir zwei neue Probleme. Und dann suchen wir zwei Lösungen und haben danach vier Probleme mehr. Irgendwann wissen wir nicht mehr, was wir überprüfen sollen und was was ist."

Es sei aktuell bereits "schwierig", anderen Leuten den Sport zu erklären, da dieser so komplex geworden sei. Trotzdem betont Steiner in seiner bekannt entspannten Art, dass sich dafür schon eine Lösung finden werde. Bis zum Stichtag im Oktober müssen allerdings noch einige Dinge geklärt werden.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Urheber Ruben Zimmermann