Günther Steiner: 2026 noch zu früh für Audi-Podestplätze
Günther Steiner ist "positiv überrascht" von Audi, stellt allerdings auch klar, dass man von Nico Hülkenberg und Co. in der Saison 2026 keine Wunder erwarten dürfe
Nico Hülkenberg und Audi hinterließen bei Günther Steiner einen soliden Eindruck
Foto: Getty Getty
Audi habe ihn beim Formel-1-Wintertest in Bahrain "positiv überrascht", sagt Experte Günther Steiner gegenüber sport.de. "Für Audi ist es ein kompletter Neuanfang. So eine Motoreinheit zu bauen ist nicht zu unterschätzen", erklärt der langjährige Haas-Teamchef.
Zudem erinnert er: "Audi hat das komplette Management gewechselt vor eineinhalb Jahren." Damals wurden Andreas Seidl und Oliver Hoffmann vor die Tür gesetzt, stattdessen wurde mit Mattia Binotto ein neuer Chef für das Formel-1-Projekt installiert.
Solche Umstrukturierungen hinter den Kulissen seien immer schwierig, erklärt Steiner. Umso überraschender ist es da für ihn, dass Audi in Sachir einen ordentlichen Eindruck hinterließ. "Sie fahren konstant, und auch die Zeiten sind respektabel", lobt er.
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Gabriel Bortoleto beendete den Bahrain-Test in der Zeitenliste auf Platz zehn und sortierte sich im Mittelfeld direkt hinter Pierre Gasly (Alpine) und Oliver Bearman (Haas) ein - und damit zum Beispiel vor den Piloten von Williams oder den Racing Bulls. "Audi sieht nicht so schlecht aus", betont Steiner daher.
"Sie können nicht um Siege mitfahren, sind nicht bei den Top 4 vorne dabei, aber wenn sie im Mittelfeld sind, ist das schon sehr positiv", betont der 60-Jährige. Die vergangene Saison schloss das Team, damals noch unter dem Namen Sauber und mit Ferrari-Motoren, auf dem neunten und vorletzten WM-Rang ab.
Highlight in der Saison 2025 war der überraschende Podestplatz von Nico Hülkenberg in Silverstone. Dass es Audi in diesem Jahr erneut bei einem Grand Prix auf das Treppchen schafft, kann sich Steiner im Normalfall allerdings nicht vorstellen.
"Ob es für ein Podium dieses Jahr langt, glaube ich nicht", betont er und erklärt, Hülkenbergs Aufgabe sei es, "Audi als Team weiter nach vorne zu bringen mit seiner Erfahrung". Zudem werde der Deutsche sicher auch einige WM-Punkte holen.
"Wir wissen alle, was Nico kann", lobt Steiner, der Hülkenberg bestens aus der gemeinsamen Zeit bei Haas kennt. "Podium wird es dieses Jahr aber keines geben für Nico", prophezeit er.
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