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Günther Steiner hat dieser Tage erklärt, wieso junge Formel-1-Piloten wie Kimi Antonelli so gut mit den Boliden des Jahrgangs 2026 zurechtkommen

Günther Steiner erklärt: Deswegen überzeugen die jungen Formel-1-Stars

Günther Steiner zeigt sich von der jungen Fahrergeneration äußerst begeistert

Foto: Sutton Images

Laut dem ehemaligen Haas-Teamchef Günther Steiner haben die jungen Formel-1-Piloten bislang weniger Probleme damit, sich an die neuen Regeln rund um Batteriemanagement und Co. zu gewöhnen, als die alteingesessene Garde. Diesen Anpassungsprozess hat der Buchautor und TV-Experte im Podcast Drive to Wynn genauer erläutert.

In Bezug auf junge Fahrer zeigt sich Steiner sehr beeindruckt:"Schau mal, wir waren davon alle begeistert, aber ich glaube, dass die sich einfach besser an die neue Technologie anpassen können", so Steiner. "Sie passen sich schneller und besser an diese neuen Technologien an, weil sie noch unverbraucht sind. Es gibt keine schlechten Angewohnheiten, die sie sich abgewöhnen müssen."

2026 stellt für die Formel-1-Fahrer einen riesigen Bruch in puncto Fahrstil dar. Durch die neuen Motoren sehen sich Piloten dazu gezwungen, weniger nach Instinkt und mehr nach Vorgabe des Ingenieurs und der Power-Unit zu fahren. Ein Charles Leclerc hat sich darüber beispielsweise nach dem Qualifying in Japan beschwert.

Die neue PlayStation-Generation

Steiner sieht die aktuelle Generation auch durch ihr Aufwachsen mit moderner Technologie klar im Vorteil: "Alles entwickelt sich stetig weiter. Und als Max [Verstappen] und seine Generation anfingen, wurden sie als PlayStation-Fahrer bezeichnet. Die können damit umgehen. Und jetzt haben wir die nächste Generation an Fahrern, die diese Technologie so viel besser nutzen können, weil sie mit mehr Technologie aufgewachsen sind."

Als Paradebeispiel nennt Steiner den Vergleich zwischen Kimi Antonelli und George Russell. Zwar sei der Brite vor der Saison als Topfavorit gehandelt worden, doch muss sich der 28-Jährige aktuell mit dem Gedanken eines teaminternen WM-Duells anfreunden.

Steiner ergänzt: "Vor dieser Saison war George für mich der Topfavorit. Schon vor den Tests. Das war George Russells großer Moment. Aber dann kamen diese neuen Autos, und während George erstmal ein paar alte Gewohnheiten ablegen muss, hat Kimi keine alten Gewohnheiten, die er ablegen müsste."

"Er kann einfach das Auto fahren, während andere sich vom Ground-Effect verabschieden müssen", fährt Steiner fort. "Der Ground-Effect ist nicht mehr da. Und ich glaube, wenn du als Rennfahrer fünf Jahre mit den Ground-Effect-Autos gefahren bist, dann kannst du dich nicht vom einen auf den anderen Tag umstellen und sagen: 'Okay, das ist jetzt anders, ich passe mich an.' Du wirst immer in einige alte Muster zurückfallen."

Gerade Antonelli kann aktuell als Speerspitze der neuen Generation überzeugen. Aktuell führt der 19-jährige Mercedes-Pilot als jüngster Formel-1-Fahrer aller Zeiten die Gesamtwertung der Weltmeisterschaft an und konnte in diesem Jahr schon zwei Siege verbuchen. Sowohl in China als auch in Japan ging die Siegertrophäe an das Wunderkind des Mercedes-Kaders.

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