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Günther Steiner: Lieber mehr Doubleheader als Tripleheader

Tripleheader gehen den Formel-1-Crews an die Substanz, weiß Günther Steiner - Er fordert für die Zukunft eine Abkehr und stattdessen mehr Doubleheader im Kalender

Juliane Ziegengeist Christian Nimmervoll

Bearbeitet: 08.07.2021, 15:50

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Schafft die Formel 1 es, an ihrem 23-Rennen-Ziel festzuhalten und weitere Absagen zu verhindern, liegen noch drei weitere Tripleheader vor den Teams und Fahrern. Bei den Beteiligten hält sich die Vorfreude auf die kompakte zweite Saisonhälfte in Grenzen. "Es wird hart", weiß Haas-Teamchef Günther Steiner.

Nach dem ersten Tripleheader (Frankreich und zweimal Spielberg) seien alle erst einmal froh, bis Silverstone ein wenig durchatmen zu können. "Uns ist bewusst, dass nach der Sommerpause noch drei weitere Tripleheader kommen", sagt Steiner. "Aber wir müssen die Ruhe bewahren und einfach weitermachen. Es wird eine Saison, an deren Ende wir wirklich sagen können, dass sie für alle hart war."

Dass die Teams keine Fans von Tripleheadern sind, ist nichts Neues. Dass es 2021 trotzdem mehrere davon gibt, sei auch teilweise der Pandemie-Situation geschuldet, weiß Steiner. "Ich bin mir sicher, dass die FOM sich das anschauen wird, aber im Moment ist die COVID-Situation ein Problem", sagt der Teamchef.

"Einer dieser Tripleheader wurde nur deswegen eingeschoben. Der Kalender ist immer noch ein bewegliches Ziel." Für die Zukunft hofft Steiner aber auf weniger bis gar keine Tripleheader im Rennkalender: "Wir müssen versuchen, keine Tripleheader zu haben. Ich denke, mehr Doubleheader sind besser als ein Tripleheader."

"Es ist besser, regelmäßige Doubleheader zu haben als vier Tripleheader in einer Saison. Denn bei Tripleheadern sind manche Leute einen Monat unterwegs, bis sie wieder nach Hause kommen. Und in diesem einen Monat haben sie drei Rennen absolviert, was auch ziemlich stressig ist", erklärt Steiner die Problematik.

Verschlimmert wird sie zusätzlich, wenn die direkt aufeinander folgenden Austragungsorte in verschiedenen Zeitzonen liegen - wie etwa beim Tripleheader Russland, Türkei, Frankreich. "Das wird viel schwieriger sein, weil man auch die Zeitzonenverschiebung hat und natürlich den Jetlag, der damit einhergeht", so Steiner.

Bei Doppelrennen wie in Spielberg ist das freilich anders. So verrät der Haas-Teamchef: "Ich habe allen am Montag einen Tag freigegeben. Sie konnten vor Ort noch ein paar Aktivitäten nachgehen. Das ist immer gut. Aber wenn man von einem Land ins andere fliegt, gibt es das nicht. Ihr freier Tag wird im Flugzeug verbracht."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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