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Haas bestätigt: Gespräche mit Robert Kubica gehen weiter

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Haas bestätigt: Gespräche mit Robert Kubica gehen weiter
Autor:
Co-Autor: Christian Nimmervoll
24.10.2019, 22:22

Haas-Teamchef Günther Steiner bestätigt Gespräche mit Robert Kubica über eine Test- und Entwicklungsfahrer-Rolle - Der Pole möchte lieber Rennen fahren

Robert Kubica steht in Kontakt mit dem Haas-Team und könnte dort 2020 als Test- und Entwicklungspilot unterkommen. Teamchef Günther Steiner bestätigt Gespräche, Kubica selbst ist allerdings weniger angetan von dem Angebot. Er möchte Rennen fahren, betont er.

"Ja, wir sprechen. Wir haben mit ihm über die Rolle des Testfahrers in unserem Team gesprochen", bestätigt Günther Steiner. "Wir müssen den Simulator erst noch entwickeln. Wir sind zwar schon ganz gut unterwegs, dennoch müssen wir den nächsten Schritt machen. Und er ist einer der qualifiziertesten Fahrer, um das zu schaffen."

Deshalb diskutiert das US-Team mit dem Polen. Besonders sein reicher Erfahrungsschatz beeindruckt Steiner. Besonders aufgrund der Entwicklungsschwierigkeiten in dieser Saison will man sich auf einen starken Test- und Entwicklungspiloten 2020 verlassen können. "Da müssen wir uns wirklich verbessern."

Kubica über Steiner: "Vielleicht träumt er von mir!"

Schließlich will Haas nicht noch ein Jahr vergeuden, in dem man eigentlich über ein starkes Grundpaket verfügt, jedoch die Reifen nicht ins Temperaturfenster bekommt. "Das müssen wir verhindern." Allerdings scheint Kubica nicht besonders angetan zu sein von dem Angebot. Der 34-Jährige wirkt überrascht, als er auf das Haas-Angebot angesprochen wird.

"Er hat über mich gesprochen?", fragt Kubica die Journalisten nach den Aussagen von Haas-Teamchef Steiner. "Ah, vielleicht träumt er ja von mir. Wobei ich ihm das nicht wünsche", scherzt der Routinier. Zumindest habe es in den vergangenen Wochen Bewegungen gegeben, kann Kubica bestätigen.

"Da die Zeit tickt, muss man zwangsläufig einem Fazit näherkommen. Es wird aber noch ein wenig mehr Zeit brauchen. Alles muss gut zusammenpassen, aber es sieht schon ganz okay aus, würde ich meinen." Zwar sei noch nicht alles entschieden, dennoch befinde er sich auf dem richtigen Weg.

Günther Steiner

Günther Steiner am Donnerstag in Mexiko

Foto: LAT

Was das Haas-Angebot angeht, präzisiert er: "Ich denke, ich war schon in Singapur sehr klar in meinen Antworten, was mein Ziel betrifft. Ich will Rennen fahren und soweit ich weiß, ist Günther nicht in der Lage, mir diese Position zu offerieren." Für ihn habe ein Renncockpit Priorität.

Es gebe allerdings auch andere Optionen, um in der Formel 1 involviert zu bleiben. Als Simulatorfahrer würde er kaum Zeit auf einer echten Rennstrecke verbringen, was er sich nicht vorstellen kann. "Ich sehe mich nicht in einem abgedunkelten Raum, in dem ich im Simulator Runden drehe. Ich schließe es nicht aus, aber das müsste man zumindest noch mit einer anderen Tätigkeit verbinden."

Deshalb dauere die Entscheidungsfindung derzeit auch noch an. "Denn alle Puzzleteile müssen erst zusammengefügt werden - und müssen zusammenpassen. Das ist nicht so einfach." Womöglich könnte Kubica bei Haas auch ein paar Freitagseinsätze erhalten.

Steiner schließt Freitagseinsätze nicht aus

"Um gute Arbeit im Simulator zu verrichten, braucht man auch Zeit im Auto. Ansonsten kann man seine Arbeit nur bis zu einem gewissen Grad ausüben. Man braucht Wissen darüber, was in der Realität passiert." Steiner ist Freitagseinsätzen nicht abgeneigt.

"Wenn es funktioniert. Ein Simulatorfahrer braucht Zeit im Auto, um zu überprüfen, ob die Korrelation stimmt und zu wissen, was das Auto eigentlich macht." Wie viele Freitagseinsätze Kubica erhalten würde, stehe noch nicht fest. "Das kann ich noch nicht sagen. Darüber sprechen wir noch, der Deal ist noch nicht durch."

Im Grunde möchte der Pole so viel Zeit wie möglich auf der Rennstrecke verbringen. "Es ist immer schwierig, einer Formel-1-Chance abzusagen. Aber alles hängt von den Möglichkeiten ab." Er habe in seinem Leben allerdings gelernt, nicht zu weit nach vorn zu schauen, denn man wisse schließlich nie, was passieren werde.

Robert Kubica

Kubica wird Williams Ende 2019 nach nur einer Saison wieder verlassen

Foto: LAT

"Es ist besser, sich auf das Unmittelbare zu fokussieren. Natürlich würde ich mir ein wenig Stabilität wünschen." Deshalb schließt er ein Engagement in einer anderen Serie auch nicht aus. "Das würde dann ein wenig Zeit brauchen, um sich daran zu gewöhnen. Aber natürlich, wenn es eine Chance in der Formel 1 gibt, dann ist das eine einfache Antwort."

Bei Haas ist derzeit noch Pietro Fittipaldi als Ersatz- und Testpilot engagiert. Wie würde sich ein mögliches Kubica-Engagement auf die Karriere des Enkelsohns von Legende Emerson Fittipaldi auswirken? "Wir brauchen mehr als eine Person für diesen Job. In diesem Jahr hatten wir auch zwei mit Louis [Deletraz] und Pietro."

Am Mexiko-Wochenende wird sich Steiner in einem Meeting mit Fittipaldi an einen Tisch setzen, um über dessen Zukunftspläne zu sprechen. 2019 war er in der DTM unterwegs, für 2020 ist er noch nicht bestätigt. Ein Einsatz im Freitagstraining in Brasilien scheint unwahrscheinlich.

"Wir brauchen die Zeit für das Team, um so viel wie möglich zu verstehen und uns für das Rennen vorzubereiten." Fittipaldi würde sich zumindest für eine Freitags-Superlizenz qualifizieren.

Weitere Artikel zu Robert Kubica:

Weitere Co-Autoren: Adam Cooper. Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Mexiko-Stadt
Fahrer Robert Kubica
Teams Haas
Urheber Maria Reyer