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Haas-Experimente: Pause für Melbourne-Spec auf Highspeed-Strecken

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Haas-Experimente: Pause für Melbourne-Spec auf Highspeed-Strecken
Autor:
11.08.2019, 08:15

Haas plant, in Spa und Monza auf die neuere Spezifikation seines Formel-1-Boliden zurückzugreifen - Eine Entscheidung steht noch aus

Haas muss wohl auf den Höchstgeschwindigkeitsstrecken von Spa-Franchorchamps und Monza auf die neuste Spezifikation seines Formel-1-Autos zurückgreifen, die dem Team in einigen Rennen Probleme bereitet hat. Deshalb haben die Amerikaner anschließend wieder die Australien-Version eingesetzt. Aufgrund der Aerodynamik ist damit jetzt scheinbar Schluss.

Romain Grosjean bringt Licht ins Dunkeln rund um die Entscheidung des Haas-Teams: "Wir müssen die finale Entscheidung erst treffen, aber alle Low-Downforce-Flügel sind für das neue Paket designt." Deshalb kommt Haas wohl nicht drum herum, die neuere Spezifikation einzusetzen.

Auf die Frage, ob Grosjean nach den beiden Rennen wieder auf die alte Version zurückgreifen wolle, antwortet er: "Mir wäre lieber, wir finden eine Lösung für das neue Auto. An einem guten Tag, wenn es im Fenster ist, ist es definitiv besser."

Kann Haas das Update retten?

Der Franzose glaubt, dass das Update noch seinen Nutzen bringen wird. Er sagt: "Ich glaube, wir müssen noch ein bisschen mehr testen. Wir sind nicht gezwungen, die Entscheidung jetzt zu treffen. Und wir wollen erst abwarten, wie das Low-Downforce-Paket in Spa und Monza funktioniert."

Dafür muss das Haas-Team aber erst einmal herausfinden, warum die Updates am Fahrzeug der Amerikaner nicht so funktionieren, wie geplant. Grosjean sagt: "Der nächste Schritt ist, eine Lösung dafür zu finden. Wir haben diese Vergleichstests gemacht, um die Situation besser zu verstehen."

Dafür benötige Haas aber Zeit und "etwas Glück", so der Franzose weiter. Es muss weiterhin im Windtunnel getestet und genau geschaut werden, was am Update nicht richtig funktioniert. Laut Grosjean hat das Team die Fähigkeit, das Problem zu lösen. "Diese Erfahrung wird uns helfen, weiter zu wachsen", sagt er. "Das ist kein Scherz, es ist eine gute Erfahrung."

Dass Haas wieder zurück auf die Australien-Spezifikation wechseln wird, schließt Grosjean aber nicht aus. Spa und Monza könnten aufgrund der Aerodynamik also eine Ausnahme bleiben. "Singapur und Russland würde ich mit der alten Version bevorzugen", so der Haas-Fahrer. Ein Update, um die neue Version zum Funktionieren zu bringen, erwartet Grosjean erst in Japan.

Steiner sicher: 2020 wird besser

Laut Teamchef Günther Steiner geht es bei Haas jetzt darum, Wissen zu entwickeln und die Probleme zu lösen. Er sagt: "Wir müssen bestmöglichen verstehen, wie der Zusammenhang zwischen den Reifen und dem Auto ist. Das Auto hat einen Einfluss, aber die Reifen bestimmen, was die Aerodynamik macht und da können wir gar nicht so viel machen."

Haas zielt darauf ab, für die Saison 2020 so viel Erfahrung zu sammeln, um nicht erneut "in die Falle zu tappen". Ein Problem seien aber die ständigen Änderungen an den Reifen, so Steiner. Deshalb sei es für Teams sehr schwierig, konstant an Verbesserungen zu arbeiten.

Auf die Frage, wie schwierig die Entwicklung für die Saison 2020 sei, wenn das Team das Auto für die Saison 2019 nicht verstehen würde, antwortet Steiner: "Wir sind gut organisiert, was sehr wichtig ist. Du kannst nicht einfach in den Tag leben. Es geht immer um das große Ganze."

Wichtig ist es laut des Teamchefs auch, die Nerven zu behalten, auch wenn ein Rennwochenende oder gar eine ganze Saison in die Hose geht: "Sowohl kurz- als auch langfristig geht es darum, angemessen zu reagieren, aber nicht in Panik zu geraten. Das hilft wirklich nie."

Grosjean bei Haas vor dem Aus?

Die Gerüchte halten sich, dass Grosjean bei Haas nach der Formel-1-Saison 2019 vor dem Rauswurf steht. Der Franzose kontert die Spekulationen: "Ich bin stolz auf das Feedback, das ich dem Team in diesem Jahr gebe. Es war natürlich mutig, wieder auf das alte Auto zurückzugreifen. Ich bin damit zweimal ins Q2 gefahren und das hätte wohl auch in Silverstone geklappt."

Romain Grosjean, Kevin Magnussen

Wird Haas das Update noch in den Griff bekommen?

Foto: LAT

Grosjean hat dem Team seit dem ersten Tag genau erklärt, was mit dem Auto vor sich geht. Auf die Frage, ob Haas sauer auf ihn sei, weil er das alte Auto bevorzugt, antwortet er: "Sie haben es wahrscheinlich schon gewusst. Seit dem Freitag in Barcelona wusste ich, dass etwas falsch lief. Jeder hat sich das genau angeschaut."

"Das Team verlässt sich auf mein gutes Feedback, außer bei Bremsen vielleicht", so Grosjean weiter. In den Daten hat das Team aber nichts gefunden, dass die Leistungsschwäche des Updates erklärt hat. Deshalb hätte es die Beschwerden des Franzosen hingenommen, erklärt der Franzose. Er sagt: "Wenn sie sich das alte Auto anschauen, sehen sie genau, was passiert."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Urheber André Wiegold