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Haas-Poker in Ungarn: Magnussen hat erst zuhause von Strafe erfahren

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Haas-Poker in Ungarn: Magnussen hat erst zuhause von Strafe erfahren
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Wie Haas-Fahrer Kevin Magnussen zur Zeitstrafe gegen sein Team steht und warum er erst mit viel Verspätung von der Sanktion erfuhr

Eine nachträgliche Zehn-Sekunden-Strafe kostete Kevin Magnussen beim Ungarn-Grand-Prix den neunten Platz. Doch er selbst erfuhr zunächst gar nichts darüber - weil er gar nicht mehr vor Ort war, als die Sportkommissare ihr Urteil bekanntgaben. "Ich bekam es erst mit, als ich nach dem Rennen [zuhause] in Dänemark gelandet war", sagt Magnussen.

Bis zu diesem Augenblick habe er sich "gar keine Gedanken" über eine mögliche Sanktion gemacht. Die Regelhüter aber schon: Sie befanden Haas für schuldig, den Fahrern in der Einführungsrunde verbal zu viel geholfen, ihnen die Entscheidung zum Wechsel von Regenreifen auf Trockenreifen abgenommen zu haben.

Magnussen zeigt sich leicht irritiert: "Man weiß ja, dass man nicht über Abläufe sprechen darf. Und wir hatten uns darüber unterhalten, ob wir an die Box fahren oder nicht." Dass es dafür eine Strafe gegeben habe, "ist halt so", sagt der Däne.

Kritik am Formel-1-Reglement

Er kritisiert das Reglement, das an dieser Stelle zu eng gefasst sei, wie er meint. "Man kann den Eindruck kriegen, die Regeln wurden nicht gestaltet, um das zu verhindern, was wir gemacht haben, sondern um nicht an den Einstellungen herumzuspielen und die [Starts] etwas zufälliger zu machen. Vielleicht muss man sich das anschauen."

Für Magnussen ist es "spannend, wenn die Bedingungen gerade auf der Kippe stehen", wie er erklärt. "Dann sieht man doch solche Strategien. Und wenn man das nicht darf, dann geht das auf Kosten der Show."

Während Magnussen immerhin einräumt, die Regeln und deren Bedeutung seien bei Haas "nicht zu einhundert Prozent" klar gewesen, meint sein Haas-Teamkollege Romain Grosjean: "Jetzt wissen wir besser darüber Bescheid, was möglich ist und was nicht."

Grosjean findet: Richtige Entscheidung!

Die Entscheidung zum Reifenwechsel noch vor dem eigentlichen Start sei aber "die richtige" gewesen, betont Grosjean. "Bei einem normalen Rennen hätten wir nicht ein Auto in die Punkte gebracht. Und selbst mit der Strafe haben wir mehr gewonnen als verloren."

Kevin Magnussen

Auch die Konkurrenz fragt sich: Ist die Haas-Strafe nicht zu viel des Guten?

Foto: Motorsport Images

In der Tat: Magnussen rutschte durch die Zehn-Sekunden-Strafe nur von P9 auf P10 ab und nahm so noch einen WM-Punkt mit. Das ist auch der Konkurrenz nicht entgangen. Und manche Fahrerkollegen glauben: Die Regeln sollten solche Chancen auch ermöglichen.

"So eine Entscheidung [zum Reifenwechsel vor dem Start] kann eine tolle Sache sein und dein Rennen total verändern", sagt etwa Daniil Kwjat. "Vielleicht kann man [die Regeln] dahingehend ändern oder [den entsprechenden Absatz] herausnehmen."

Ab sofort weiß jeder genau Bescheid

Dafür spricht sich auch Esteban Ocon aus, der meint: "Wahrscheinlich kann man [auf die Regel] verzichten. So was macht das Rennen doch interessant."

Die Funkeinschränkung in der Aufwärmrunde sei überhaupt zu hinterfragen: "Du kannst nicht mit deinem Ingenieur sprechen. Wenn du also eine strategische Entscheidung treffen willst, dann kannst du es dem Team zwar sagen, aber das Team antwortet nicht. Also schwierig", sagt Ocon.

Vorerst aber begnügt man sich im Fahrerlager mit der Lektion, die nun alle zweifelsfrei gelernt hätten, wie Kwjat erklärt: "Wenn es in der Zukunft mal zu einer ähnlichen Situation kommt, dann wissen wir Bescheid. Das ist gut. Aber nach einem Rennen sagt es sich leicht, was man hätte tun sollen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Urheber Stefan Ehlen