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Haas rätselt über eigenes Auto: "Wenn wir alle Ursachen kennen würden ..."

Bei Haas zeigt die Formkurve seit einiger Zeit nach unten - Teamchef Ayao Komatsu erklärt, warum das eigene Auto den US-Rennstall immer wieder vor Probleme stellt

Haas rätselt über eigenes Auto: "Wenn wir alle Ursachen kennen würden ..."

Esteban Ocon schaffte es in diesem Jahr erst zweimal in die Punkte

Foto: Speedpictures Speedpictures

"Wir wissen, dass es ein Problem mit dem Auto gibt", sagte Haas-Pilot Esteban Ocon im Rahmen des Spielberg-Wochenendes der Formel 1. Beim Großen Preis von Österreich blieb der US-Rennstall nach dem Grand Prix in Barcelona bereits zum zweiten Mal in Folge ohne WM-Punkte.

Vor allem Ocon persönlich tut sich 2026 schwer. In der Weltmeisterschaft liegt er im internen Duell gegen seinen Teamkollegen Oliver Bearman mit 3:18 Punkten klar hinten. Teamchef Ayao Komatsu hat ebenfalls im Rahmen des Österreich-GP nun genauere Einblicke in die Probleme des Teams geliefert.

"Wenn wir alle Ursachen kennen würden, wäre ich sehr, sehr glücklich", sagt der Japaner und erklärt, dass aktuell lediglich zum Teil klar sei, warum man solche Schwierigkeiten mit dem VF-26 habe. Bekannt ist inzwischen allerdings, dass es um Teile am Auto geht, die nicht wie erhofft funktionieren.

Komatsu erklärt in diesem Zusammenhang, dass man zunächst einmal berücksichtigen müsse, "wie viel Abtrieb wir in diesem Jahr im Vergleich zum letzten Jahr verloren haben". Dadurch hätten die Autos der neuen Formel-1-Generation schon von Haus aus viel weniger Grip.

Das bedeutet laut Komatsu, dass jedes Problem noch stärker ins Gewicht fällt. Er erklärt: "Nehmen wir einmal an, es gibt ein Problem mit einem Bauteil, das nicht 100 Prozent seiner Leistung bringt. Nehmen wir an, es fehlen fünf Punkte Abtrieb."

"Obwohl diese fünf Punkte im letzten Jahr und in diesem Jahr gleich sind, ist der prozentuale Anteil in diesem Jahr jedoch deutlich höher", so der Japaner, der ergänzt: "Wenn eine Komponente nicht zu 100 Prozent funktioniert, ist es erstaunlich, wie sehr die Fahrer das spüren."

"Und dann gibt es verschiedene Dinge, die wir als Organisation einfach verbessern müssen, um wirklich das Beste aus dem herauszuholen, was wir haben - was bisher nicht der Fall war", erklärt der Teamchef selbstkritisch.

Was Haas jetzt "wirklich schnell verbessern" muss

Doch warum funktionieren gewisse Teile am Auto nicht wie erwartet? "Wir hatten mehrere Probleme, und alle waren ein wenig unterschiedlich", erklärt Komatsu und betont: "Manchmal brauchen wir ziemlich lange, um herauszufinden, was genau passiert ist."

Denn weil immer andere Bereiche betroffen sind, macht das die Fehlersuche schwierig. Zudem betont der Teamchef, dass nicht nur das Ocon-Auto betroffen sei. Auch Teamkollege Bearman habe in dieser Hinsicht bereits Probleme gehabt.

"Ein Teil davon ist auf die ursprüngliche Fertigung [der Teile] zurückzuführen", erklärt Komatsu und ergänzt, dass man diese Fehler "bereits erkennen [sollte], bevor das Fahrzeug montiert wird". Darüber hinaus gebe es allerdings auch "Ungenauigkeiten bei der Montage des Fahrzeugs".

So habe man auch Probleme mit Teilen beobachtet, die ursprünglich wie geplant funktionierten, "aber wenn man dann am nächsten Wochenende zum Beispiel etwas umbaut, verhält es sich nicht mehr genauso", berichtet der Teamchef.

Er nimmt daher seinen Rennstall in die Pflicht und betont: "In der Formel 1 geht es um Details. Um alles herauszuholen, muss alles präzise sein, und ich habe einfach das Gefühl, dass uns im Team diese Präzision fehlt - was wir zumindest erkannt haben."

"Aber es gibt einige Prozesse, die wir wirklich schnell verbessern müssen, um das in den Griff zu bekommen", weiß er. Denn ansonsten könnte Haas in der Weltmeisterschaft bald den Anschluss an die Spitze des Mittelfeldes verlieren.

Lag man nach dem zweiten Saisonrennen in China noch auf WM-Rang vier, und damit sogar vor Red Bull, ist man mittlerweile auf den siebten Platz abgerutscht. Die Racing Bulls sind bereits 23 Punkte enteilt, Alpine auf P5 ist sogar schon 36 Zähler weg.

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