Haas-Teamchef: Änderungen beim Start sind okay, aber mehr wären "nicht fair"
Eine Fünf-Sekunden-Warnung soll den Fahrern den Start erleichtern: Haas-Teamchef Ayao Komatsu findet das in Ordnung, allerdings wären weitere Änderungen nicht fair
Die Ferrari-Teams könnten beim Start einen Vorteil haben
Foto: LAT Images
Die Startprozedur in der Formel 1 sorgt weiter für Diskussionen: Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur hat vorsichtige Kritik daran geäußert, dass die neue Fünf-Sekunden-Warnung eingeführt wurde, obwohl die Hürden beim Startvorgang "vom ersten Tag an bekannt" gewesen seien.
Immerhin sei die Scuderia bei der Entwicklung des Antriebsstrangs sogar "Kompromisse" eingegangen. Auch Haas-Teamchef Ayao Komatsu, dessen Team auf die Technik von Ferrari vertraut, ist daher der Meinung, dass der Startvorgang nicht weiter angepasst werden sollte.
"Ich finde die Abfolge gut", sagt der Japaner mit Blick auf die Fünf-Sekunden-Warnung. Aber "ich denke nicht, dass es fair wäre, die Regelung noch weiter zu ändern, denn jeder wurde schon vor langer Zeit darüber informiert. Und dann diese Sache mit den Starts, wie viele Sekunden man braucht und so weiter."
Beim Start "überhaupt kein Sicherheitsrisiko mehr"
"Das ist ja auch teilweise eine Frage der Fahrzeugarchitektur", unterstreicht Komatsu die Aussagen von Vasseur, dass Ferrari den Fokus bei der Entwicklung auch auf den möglichst perfekten Startvorgang gelegt habe. "Ich denke also, dass diese vier oder fünf Sekunden mit dem blauen Licht völlig ausreichend sind."
Dieses Prozedere, das beim Wintertest in Bahrain mehrfach getestet wurde, habe "wirklich gut funktioniert", meint der Haas-Teamchef. "Die Fahrer, die dabei waren, sind gut vom Start weggekommen. Ich glaube also nicht, dass es ein Sicherheitsrisiko gibt."
Vor allem McLaren-Teamchef Andrea Stella hatte deutliche Kritik geäußert. "Anfangs, ohne diese zusätzlichen fünf Sekunden, hätte ich Andrea zugestimmt, dass da ein Risiko bestehen könnte", sagt Komatsu. "Aber jetzt, mit der Vorbereitungsphase vor dem Start, sehe ich überhaupt kein Sicherheitsrisiko mehr."
Haas beim Start "in einer guten Position"
Dazu kommt: Ferrari und Haas hatten bei den Probestarts in Bahrain einen starken Eindruck gemacht, was der Teamchef allerdings herunterspielt. "So zufrieden wäre ich dann doch nicht", sagt er zurückhaltend. "Es gibt immer noch viele Unterschiede."
"Aber fairerweise muss man sagen, dass wir es etwas krachen lassen, da wir bei einem der Übungsstarts das letzte Auto in der Startaufstellung waren." Heißt: Kurz nachdem das Auto zum Stillstand gekommen war, seien bereits die blauen Leuchten angegangen.
"Wir hatten also eine Mindestzeit", sagt Komatsu. "Dann mussten wir noch ein paar Schalter umlegen, und es hat trotzdem geklappt. Insofern denke ich, dass alles in Ordnung ist." Der Japaner sieht sein Team mit Blick auf den veränderten Startvorgang insgesamt "in einer guten Position".
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