Haas wird stärker: Ocon verrät das Detail hinter dem Aufschwung
Kein Reset-Knopf mehr nötig: Haas hat das Fundament für Punkte gefunden - Ocon blickt trotz Sprint-Format optimistisch auf das Wochenende in China
Esteban Ocon glaubt, dass Haas in der Formel-1-Saison regelmäßiger punkten kann
Foto: LAT Images
War der starke Saisonstart von Haas nur eine Momentaufnahme oder gehört der US-Rennstall 2026 fest zum Establishment im Mittelfeld? Nach den ermutigenden Auftritten in Australien blickt das Team nun gespannt auf das Grand-Prix-Wochenende in China. Besonders Esteban Ocon sieht eine deutlich solidere Basis als noch im Vorjahr.
"Es war ein starker Saisonstart für uns als Team", bilanziert Ocon in der Pressekonferenz die ersten Wochen des Jahres. Während das Team in der Vergangenheit oft mit einer unberechenbaren Diva zu kämpfen hatte, scheint der aktuelle Bolide eine berechenbare Größe zu sein. "Wir haben ein Auto, das wir zwar noch tiefergehend verstehen müssen, aus dem wir aber schon jetzt versuchen, das Maximum herauszuholen."
Dass das Potenzial in Australien nicht voll ausgeschöpft wurde, lag laut Ocon primär an technischem Pech im entscheidenden Moment. "Im Qualifying waren wir nicht ganz dort, wo wir sein wollten. Leider ist mir auf der letzten Runde der Unterboden gebrochen, weshalb wir das volle Potenzial nicht zeigen konnten", blickt der Franzose zurück.
Haas mit guter Basis
Doch die Leistung am Sonntag stimmt Ocon optimistisch: "Im Rennen scheinen wir als Team gut zu funktionieren. Das ist etwas, das wir jetzt mit in dieses Rennwochenende nehmen müssen." In China wartet mit dem Sprint-Format jedoch eine besondere Herausforderung: "Es gibt nur ein Freies Training, also müssen wir das Beste daraus machen."
Der Vergleich zum Vorjahr fällt für Haas fast schon euphorisch aus. Während das Team 2025 in Melbourne noch mit massiven Balance-Problemen und Reifenverschleiß kämpfte, herrscht nun eine ganz andere Zuversicht in der Garage.
"Die Basis des Autos hat definitiv riesiges Potenzial, was die Balance angeht", erklärt Ocon. "Wenn wir alles zusammenbringen, ist das ein gewaltiger Schritt nach vorne im Vergleich zu Melbourne im vergangenen Jahr."
China als nächste Blaupause
Damals musste das Team nach den Übersee-Rennen oft den "Reset-Knopf" drücken, um die gröbsten Fehler auszumerzen. Davon ist 2026 keine Rede mehr. "Wir müssen nicht in Panik verfallen oder grundlegende Dinge neu starten. Wir haben ein Fundament, auf dem wir aufbauen können. Wenn wir über das Wochenende einen guten Job machen, können wir definitiv um etwas Ordentliches kämpfen."
Ob es für die nächsten Zähler im engen Mittelfeld reicht, wird sich am Sonntag zeigen - die Zuversicht bei Haas ist jedenfalls so groß wie lange nicht mehr.
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