"Haben es verkompliziert": Mercedes-Sorgen vor dem Rennstart in Miami
Bis jetzt verlor Kimi Antonelli bei jedem Start 2026 Positionen: Toto Wolff gibt zu, dass Mercedes in dieser Hinsicht Nachholbedarf hat und nimmt die Fahrer in Schutz
Kann Antonelli am Sonntag seine Führung mal behaupten?
Foto: Sutton Images
"Zuerst einmal muss ich ordentlich von der Linie wegkommen", sagt Kimi Antonelli über seine Rennaussichten in Miami. Das war bislang in dieser Saison allerdings das große Problem des Italieners: "Bis jetzt war es nicht so gut", muss der Polesetter einräumen.
Beim Saisonauftakt in Australien verlor Antonelli in der ersten Runde fünf Positionen, beim Sprint in China sechs Positionen, beim Rennen einen Tag später nur eine und beim Rennen in Japan wieder fünf. Und auch beim gestrigen Sprint waren es wieder drei Positionen - ergo: Bei jedem Start 2026 büßte Antonelli Plätze ein.
Das lag teilweise an ihm, teilweise aber auch an Mercedes selbst. "Es war ein technischer Fehler von unserer Seite", hatte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nach dem Sprint in Miami zugegeben und damit Antonelli aus der Verantwortung genommen. "Das war nicht sein Fehler."
Der Österreicher räumt ein, dass Mercedes bei den Starts noch etwas nacharbeiten muss, denn auch Teamkollege George Russell kommt viel zu selten gut vom Fleck weg. "Wir haben es vielleicht ein bisschen verkompliziert", sagt er gegenüber i#Sky.
Denn die Kundenteams von Mercedes haben nicht die gleichen Probleme wie das Werksteam: "Williams hat den gleichen Motor, das gleiche Getriebe. Also kann es nicht daran liegen, dass wir da ein Hardware-Problem haben", meint Wolff.
Laut ihm gehe es darum, wie Mercedes die Kupplung kalibriert - das macht es den Fahrern schwer, den richtigen Punkt zu treffen. "Auf jeden Fall muss er die Kupplung morgen gut loslassen", sagt Wolff über Antonellis bevorstehenden Start, denn auch das war bislang ein Thema: In China ließ Antonelli die Kupplung etwas zu sehr schnalzen - und kam schlecht vom Fleck.
Im Sprint aber machte Antonelli laut eigener Aussage zum ersten Mal alles richtig - und trotzdem funktionierte es nicht gut. Es scheint also ein wenig Glückssache zu sein, ob der Italiener heute Abend mal keine Positionen am Start verliert.
Helfen könnte natürlich ein Start hinter dem Safety-Car, sollte es trotz vorgezogenem Start regnen. Denn dann wäre die Kupplung kein Thema und die Führung erst einmal garantiert.
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