Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

Motor ist Schuld: So erklärt Lance Stroll seinen Unfall in Monaco

Formel 1
Monaco
Motor ist Schuld: So erklärt Lance Stroll seinen Unfall in Monaco

Formel-1-Liveticker: Russell schreibt WM-Titel noch nicht ab

Formel 1
Formel-1-Liveticker: Russell schreibt WM-Titel noch nicht ab

Marini analysiert Top-5-Resultat: "Ohne die Stürze wäre es P9 gewesen"

MotoGP
Balaton Park
Marini analysiert Top-5-Resultat: "Ohne die Stürze wäre es P9 gewesen"

Infos DTM Lausitzring 2026: TV, Livestream, Zeitplan u.v.m.

DTM
Infos DTM Lausitzring 2026: TV, Livestream, Zeitplan u.v.m.

24h Le Mans 2026: Der komplette Zeitplan inklusive Rahmenprogramm

WEC
24h Le Mans
24h Le Mans 2026: Der komplette Zeitplan inklusive Rahmenprogramm

Yamaha in Ungarn: Miller sieht Fortschritt, Quartararo verzweifelt

MotoGP
Balaton Park
Yamaha in Ungarn: Miller sieht Fortschritt, Quartararo verzweifelt

Kimi Antonelli: Monaco-Sieg endet mit ausgelassener Hafenparty

Formel 1
Kimi Antonelli: Monaco-Sieg endet mit ausgelassener Hafenparty

Leclerc frustriert nach Monaco-GP: Ferrari spricht Klartext zur Strategie

Formel 1
Leclerc frustriert nach Monaco-GP: Ferrari spricht Klartext zur Strategie

"Hab's euch ja gesagt": Warum Red Bull den Zoff mit Verstappen braucht

Red Bull geht beim Set-up auch in Zukunft bewusst ins Risiko - laut Mekies sind die "Hab's euch ja gesagt"-Momente mit Verstappen essenziell für die Weiterentwicklung

"Hab's euch ja gesagt": Warum Red Bull den Zoff mit Verstappen braucht

Max Verstappen und Laurent Mekies brauchen diese "Habs dir ja gesagt"-Spielchen

Foto: Getty Getty

Red Bull feierte in Montreal überraschend den ersten Podestplatz des Jahres, obwohl der Samstag das nicht annähernd erwarten ließ. Max Verstappen fuhr im Qualifying lediglich den 6. Startplatz heraus und äußerte sich im Anschluss besonders gegenüber den niederländischen Medien im Fahrerlager sehr kritisch.

Einen Tag später fiel das Fazit deutlich positiver aus als erwartet, auch wenn Verstappen betonte, dass das Resultat in Kanada die wahren Kräfteverhältnisse nicht komplett widerspiegle. "Um ehrlich zu sein, habe ich mich in Miami wohler im Auto gefühlt", gab Verstappen zu. "Deshalb bin ich schon ein bisschen überrascht, dass wir hier auf dem Podium stehen. Aber man muss das auch im Kontext sehen. George [Russell] ist ausgefallen, und McLaren hat die Strategie völlig vermasselt."

Teamchef Laurent Mekies wertet das Resultat auf dem Circuit Gilles Villeneuve dennoch als Bestätigung für die Fortschritte, die Red Bull bereits in Miami gemacht hat. "Das große Ganze zeigt, dass wir den Schritt aus Florida mindestens bestätigt haben", so der Franzose. "Ich glaube sogar, wir haben noch etwas mehr gefunden, denn wir konnten den Top-Teams etwas Performance abknapsen."

Verstappen wollte Red Bull eines Besseren belehren

Mekies hatte zuvor bereits angedeutet, dass die Entwicklung im Laufe der Saison nicht geradlinig verlaufen werde - gleiches gelte für die Rennwochenenden. "Einfache Wochenenden gibt es bei uns sowieso nicht", lachte der Teamchef.

Der viermalige Weltmeister beklagte, dass Red Bull sein Feedback bezüglich der bevorzugten Set-up-Richtung ignoriert habe. Er sei den Weg des Teams letztlich nur mitgegangen, um zu beweisen, dass die Abstimmung nicht funktioniert. "Ich habe schon so oft darauf hingewiesen, aber manchmal muss man sie einfach selbst spüren lassen, dass es nicht klappt", polterte Verstappen.

Auf diese Kommentare angesprochen, stellte Mekies gegenüber Motorsport.com klar, dass das Experimentieren mit Abstimmungen fest in der DNA von Red Bull verankert sei und das Team keineswegs gedenke, damit aufzuhören.

Warum Red Bull beim Set-up weiterhin ins Risiko geht

"Wir gehen jedes Mal ins Risiko, wenn wir das Gefühl haben, dass die Balance nicht stimmt oder uns der Abstand zur Konkurrenz nicht passt", erklärte Mekies. "Und wenn man solche Risiken eingeht, muss man eben neue Set-up-Richtungen ausloten."

Dieser Ansatz sei besonders zu Beginn eines neuen Regelzyklus wichtig, da die Teams ihr Paket erst noch verstehen müssten. "Wir stehen noch ganz am Anfang des Jahres und ganz am Anfang mit dieser Fahrzeug-Generation. Wir werden mit unseren Fahrern Dinge ausprobieren, um noch etwas Potenzial freizuschalten - selbst wenn es uns kurzfristig etwas kostet."

Daraus ziehe man dann die nötigen Schlüsse: "Man lernt daraus für das Qualifying und für das Rennen. An diesem Wochenende haben wir extrem viel gelernt. Wie weit wir vom ultimativen Potenzial des Autos entfernt waren? Das weiß eigentlich niemand."

Das Kollektiv entscheidet über die Abstimmung bei Red Bull

Allerdings gibt es verschiedene Wege, Risiken einzugehen. In der Vergangenheit neigte Red Bull meist dazu, Verstappens bevorzugter Richtung zu folgen. War das an diesem Wochenende anders?

"Absolut nicht", entgegnete Mekies entschieden. "Auch wenn es sich für ihn vielleicht anders angefühlt hat: Die Realität sieht so aus, dass unsere Fahrer komplett in die Entscheidungen eingebunden sind."

Dennoch gebe es intern immer wieder Reibung. "Das heißt nicht, dass wir nicht auch unsere kleinen Spielchen spielen nach dem Motto: 'Was denkst du und was denke ich?' Aber am Ende des Tages einigen wir uns darauf, was wir auf der Strecke probieren. Und dann gibt es danach eben manchmal so ein kleines 'Hab's euch ja gesagt'-Momentchen."

Aggressiv bleiben, neue Wege ausloten

Genau das war in Montreal nach dem Qualifying der Fall. Doch laut dem Teamchef ist diese Dynamik zwingend erforderlich, um voranzukommen. "Wir lernen trotzdem gemeinsam. Beiden Seiten ist völlig klar, dass man diese Dynamik und manchmal eben auch dieses 'Ich hab's dir ja gesagt'-Gefühl braucht, um Fortschritte zu machen."

Abschließend betonte Mekies, dass das Eingehen von Risiken unweigerlich bedeute, dass auch mal etwas schiefgehe. "Wenn du Risiken eingehst, wirst du auch mal Schmerzen leiden. Aber genau dafür brauchen wir dieses Gefühl der Fahrer. Sie sollen uns antreiben und sagen: 'Schaut mal, uns fehlen vielleicht nur vier oder fünf Zehntel auf die besten Autos, aber es hat sich angefühlt, als könnte es noch viel besser sein.' Das ist für uns die pure Einladung, weiterhin aggressiv zu bleiben und neue Wege auszuloten."

Vorheriger Artikel Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat: Toto Wolff
Nächster Artikel Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat: Lewis Hamilton

Aktuelle News