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Härteres Benzin-Monitoring sorgt für schwerere Formel-1-Autos

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Härteres Benzin-Monitoring sorgt für schwerere Formel-1-Autos
Autor:
Übersetzung: Norman Fischer

Das Mindestgewicht der Formel 1 wird sich noch einmal erhöhen: Das hat mit einer neuen FIA-Maßnahme zu tun, die Betrug verhindern soll

Dass die FIA in Sachen Benzindurchfluss härter durchgreift, hat dazu geführt, dass die Formel-1-Autos 2020 die schwersten sind, seit 1961 das Minimumgewicht eingeführt wurde. Ein weiteres Kilogramm soll noch einmal dazukommen, wenn der Motorsport-Weltrat heute eine neue Regeländerung durchwinkt.

Im vergangenen Jahr lag das Mindestgewicht noch bei 743 Kilogramm. Dieses wurde für 2020 auf 745 Kilogramm erhöht, weil die Technikchefs der Teams etwas mehr Spielraum wollten - obwohl sich die Zahl seit dem Beginn der Turboära stetig erhöht hat.

Für diese Saison hat die FIA noch einen zweiten Benzinflussmesser vorgeschrieben, um die Benzinnutzung noch besser kontrollieren zu können. Dadurch soll ein weiteres Kilogramm zum bislang festgelegten Minimum addiert werden.

Weil diese Veränderung jedoch nach der April-Deadline im vergangenen Jahr beschlossen wurde, mussten alle Teams zustimmen. Vor einigen Wochen wurde das neue Gewicht angenommen, musste aber noch den üblichen Weg durch die Strategiegruppe und die Formel-1-Kommission gehen, bevor sie heute durch den Weltrat bestätigt werden kann.

Damit geht der Trend weiter, dass die Autos Saison für Saison immer schwerer werden und neue Gewichtsrekorde aufstellen.

Gewicht wird immer höher

1961 wurde ein Leergewicht von 450 Kilogramm für das Auto festgelegt, 1966 wurde es auf 500 Kilogramm erhöht, als man die 3-Liter-Motoren einführte. Bis 1973 stieg die Zahl konsequent auf 575 Kilogramm und blieb dann bis zur Turboära in den 1980er-Jahren bestehen.

In der modernen Ära wird das Mindestgewicht mit Fahrer angegeben. Im vergangenen Jahr wurde dieser mit Sitz zusammen auf 80 Kilogramm festgelegt, um dem Magerwahn und Trink-Askesen entgegenzuwirken.

Insgesamt hat sich das Mindestgewicht in den sieben Jahren der Hybridära um stolze 55 Kilogramm erhöht. Und es wird noch weiter steigen, wenn 2021 das neue Reglement in Kraft tritt.

Formel-1-Gewichtsregeln 2013-2021

2013: 642 kg (Letztes Jahr der V8-Motoren)

2014: 691 kg (Erstes Jahr der Hybrid-Motoren)

2015: 702 kg (Anpassungen für das zweite Jahr)

2016: 722 kg (Anpassungen für das dritte Jahr)

2017: 728 kg (Breitere Räder und Reifen)

2018: 734 kg (Einführung Halo)

2019: 743 kg (Neue Fahrerregelung, Halo-Korrektur, neue Flügelregeln, Heckflügel-Lichter)

2020: 746 kg (Anpassungen plus Zusatzkilo für Benzinflussmesser)

2021: 768 kg (Neue Regeln inklusive schwererer Einheitsteile)

Der zusätzliche Benzinflussmesser wird von den Teams begrüßt, weil dadurch mögliche Schlupflöcher geschlossen werden - vor allem nach den Anschuldigungen rund um Ferrari. Die FIA kann den Benzinfluss in jedem Auto nun noch besser überwachen.

"Die Regeländerung soll sicherstellen, dass die relevanteste Regel für die Leistung nicht gebrochen wird", sagt Mercedes-Motorenchef Andy Cowell. "Die FIA hat großartige Arbeit geleistet, den Messsensor rechtzeitig für das erste Rennen 2014 zu entwickeln, und Jahr für Jahr haben sie mehr gearbeitet, um die Durchflussmenge zu überwachen."

"Die Einführung eines zweiten Sensors ist ein guter Schritt, um sicherzustellen, dass kein Team über 100 Kilogramm pro Stunde geht", sagt er weiter. Zwar seien die beiden Sensoren an der gleichen Stelle, allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied: "Die Teams können den Output des ersten Sensors sehen, aber nicht des zweiten", sagt Cowell. "Das kann nur die FIA sehen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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