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Andrea Kimi Antonelli und George Russell sind im WM-Kampf der Formel 1 aneinandergeraten - Eine Eskalation wollen beide dennoch verhindern

"Haifischbecken" Formel 1: Antonelli und Russell versprechen fairen Kampf

Andrea Kimi Antonell und George Russell beim Rad-an-Rad-Duell

Foto: LAT Images

Andrea Kimi Antonelli erklärt, wie Mercedes ihm und George Russell freies Racing ermöglicht. Der Italiener verspricht jedoch, dass ihre teaminterne Konkurrenz nicht das Ausmaß der historischen Rivalität zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg erreichen wird. Laut Antonelli gewährt das Team beiden Fahrern die nötige Freiheit auf der Strecke, wobei das Duo fest entschlossen ist, es zu keiner Eskalation wie in der berüchtigten Ära von Hamilton und Rosberg kommen wird.

Der 19-Jährige sprach während einer Medienkonferenz in Brisighella, als er die prestigeträchtige Lorenzo-Bandini-Trophäe entgegennahm. Die 1992 zu Ehren des verstorbenen Ferrari-Fahrers, der nach einem Unfall beim Großen Preis von Monaco 1967 tragisch ums Leben kam, ins Leben gerufene Auszeichnung würdigt diejenigen, die eine "lobenswerte Leistung im Motorsport" erbracht haben.

In Bezug auf die aktuelle Dynamik innerhalb des Teams aus Brackley verriet der Youngster, dass das Management dem Duo vertraut, auf der Strecke ohne strikte Stallorder zu kämpfen.

Freies, aber faires Racing

"Das Team möchte, dass wir frei fahren, denn sie wissen sehr wohl - besonders in der Position, in der wir uns jetzt befinden -, dass uns das Team nicht an die Leine legen kann", sagte er während der Pressekonferenz. "Aber sie wollen auch sicherstellen, dass keine unangenehme Situation entsteht. Wenn sie das Gefühl haben, werden sie uns in den nächsten Rennen sagen, dass wir es etwas ruhiger angehen lassen sollen. Im Moment lassen sie uns frei fahren, weil sie uns auch vertrauen."

"Wir wollen kein Szenario wie bei Lewis [Hamilton] und [Nico] Rosberg wiederholen, in dem die Stimmung intern im Team nicht die beste war. Natürlich werden wir hart gegeneinander fahren, aber wir werden versuchen, so fair wie möglich zu sein und Unfälle oder Berührungen zu vermeiden, weil wir auch das Beste für das Team wollen. Wir wollen, dass Mercedes gewinnt", stellt Antonelli klar. "Wir werden definitiv gegeneinander kämpfen, aber auf eine faire Art und Weise."

Diese Aussagen folgten auf ein spannungsgeladenes Wochenende beim Großen Preis von Kanada, an dem sich der Kampf zwischen Antonelli und Russell verschärfte. Antonellis Frust kochte während des Sprintrennens über, als er seinen Teamkollegen beschuldigte, ihn von der Strecke gedrängt zu haben.

Antonelli will seine Chance nutzen

Nach Gesprächen hinter verschlossenen Türen lieferten die beiden Fahrer im Grand Prix jedoch enges und spannendes Racing, bis Russell aufgrund von Batterieproblemen zur Aufgabe gezwungen war.

"[Racing in der F1] ist wie in einem Haifischbecken zu sein. Man frisst oder wird gefressen. Man muss aggressiv sein, natürlich in der richtigen Dosis. In Kanada war ich aggressiv, vielleicht ein bisschen zu sehr", so Antonelli, dessen Talent immer wieder gelobt wird.

"Wenn eine ähnliche Situation erneut auftritt, müssen wir besonnener sein", fuhr Antonelli fort. "Aber es ist richtig für mich, jetzt aggressiv zu sein, denn momentan fahre ich um den Sieg, ich spiele um Siege mit. Es ist noch zu früh, um über die Meisterschaft zu sprechen, aber ich bin in der Gesamtwertung ganz vorne mit dabei. Es ist eine dieser Gelegenheiten, die sich nicht jeden Tag ergeben, also möchte ich das Beste daraus machen."

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