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Ferrari hat auf unterschiedliche Set-ups bei seinen beiden Autos gesetzt: Für Charles Leclerc reichte es nur zu Rang vier, Lewis Hamilton steht sogar nur auf Rang acht

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Ferrari gehört heute in Suzuka zu den Geschlagenen

Foto: Sutton Images

Ferrari hat im Qualifying zum Großen Preis von Japan in Suzuka eine solide, aber nicht herausragende Leistung gezeigt. Charles Leclerc stellte seinen SF-25 auf Startplatz vier, 0,316 Sekunden hinter der Pole-Zeit, und war damit klar bester Ferrari-Pilot. Dennoch bleibt bei der Scuderia das Gefühl, dass der Rückstand auf die Spitze weiterhin zu groß ist.

"Unsere Position ist momentan wohl einfach diese", sagt Leclerc nüchtern. "Ich glaube, wir sind aktuell sogar ein bisschen hinter Mercedes, was die reine Pace angeht." Dass er trotzdem deutlich vor Lewis Hamilton platziert war, lag für ihn vor allem an seiner eigenen Leistung. "Ich glaube, die Runde war wirklich, wirklich gut. Ich habe alles in diese Runde gelegt, da war nicht mehr viel drin."

Trotz Platz vier sieht Leclerc das Wochenende bislang positiv - auch wegen Fortschritten im Set-up, die ihm mehr Vertrauen ins Auto gaben. "Ich bin jetzt an einem ganz anderen Punkt als zu Saisonbeginn und fühle mich im Auto viel wohler - vielleicht überrascht es uns ja morgen im positiven Sinne."

Vor allem die Balance habe er im Verlauf des Wochenendes deutlich verbessern können. "Da habe ich definitiv etwas gefunden", so der Monegasse bei Sky.

Allerdings bleibt der SF-25 in bestimmten Bereichen weiterhin zu limitiert - speziell in schnellen Kurven fehlt der Ferrari gegenüber dem Red Bull und McLaren an Grip. "Wir sind einfach nicht schnell genug und haben nicht genug Grip, um in den Kurven mit McLaren und Red Bull mitzuhalten", so Leclerc.

Auch generelle Fortschritte beim Downforce-Level bleiben vorerst Wunschdenken: "Das bleibt, wie es ist, und das kann ich nicht ändern."

Ein Lichtblick für Leclerc: Im Qualifying kam er mit dem Auto besser zurecht, weil Ferrari das Set-up stärker auf seinen Fahrstil angepasst hatte. "Wir haben definitiv etwas gefunden, das besser zu meinem Fahrstil passt - und das hat mir im Qualifying deutlich mehr Selbstvertrauen gegeben." Zwar seien andere Probleme noch ungelöst, aber die Basis stimme.

Auch was die Strategie betrifft, sieht Leclerc Fortschritte. Nach den verpassten Chancen in Melbourne wurde das Teamverhalten aufgearbeitet. "Natürlich wurde daran gearbeitet. Es gibt immer eine Analyse, wenn wir eine Entscheidung falsch treffen. Wir sind den gleichen Prozess durchgegangen - diesmal mit der zusätzlichen Erfahrung von Lewis."

Hamilton nur Achter

Apropos Lewis: Teamkollege Lewis Hamilton erlebte ein enttäuschendes Qualifying. Der Brite wurde mit 0,627 Sekunden Rückstand nur Achter - und macht vor allem ein problematisches Set-up für das schwache Ergebnis verantwortlich.

"Ich hatte sehr viel Untersteuern und habe das übers ganze Qualifying nicht rausbekommen", sagt der siebenmalige Weltmeister. "Von meiner Seite aus war es natürlich nicht gut genug."

Anders Leclerc: "Ich finde, Charles hat heute eine tolle Runde hingelegt - wirklich gut gemacht", lobt der Brite und sagt: "Vielleicht hat er sogar ein bisschen mehr rausgeholt, als im Auto steckt."

Unterschiedliche Set-up-Richtungen

Hamilton und Leclerc wählten beim Set-up erstmals in dieser Saison unterschiedliche Richtungen. Im Rückblick meinte Hamilton: "Wahrscheinlich wäre Charles' Richtung heute für die eine Runde im Qualifying besser gewesen." Für das Rennen sei sein eigenes Set-up womöglich die bessere Wahl - "aber wer weiß, das werde ich morgen rausfinden."

Kleiner Hoffnungsschimmer für den siebenfachen Weltmeister: Möglicher Regen am Sonntag. "Ich liebe den Regen generell. Normalerweise, wenn du so ein Qualifying hattest wie ich, hoffst du auf Regen. Also hoffe ich, dass es auch wirklich so kommt."

Doch natürlich wäre man bei Ferrari am liebsten auch ohne Hilfe von oben konkurrenz- und siegfähig. Leclerc bringt es auf den Punkt: "Wir müssen weiterarbeiten - es gibt noch eine große Lücke zu McLaren und Red Bull, und unser Ziel ist es, wieder Rennen zu gewinnen."

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